Kühbach in alten Ansichten

Kühbach in alten Ansichten

Auteur
:   Karl Christl
Gemeente
:   Kühbach
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5441-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kühbach in alten Ansichten'

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9. Der etwa ein ha große Ortsweiher von Kühbach liegt heute fast inmitten des Markres. und es dürfte von hier aus der Ort 'an der Kuhtränke seine eigentliche Entwicklung genommen haben. Kleinere Ouellen, die teilweise in den Gärten der Siedlung oberhalb des Weihers entspringen. speisen von Süden den Weiher. aus dem im Norden das 'Kühbächle austritt, die Oberschönbacher Straße und die alte B 300 in Rohren unterquert und schließlich an der früheren Nutriafarm vorbei, die anliegenden Wiesen bewässernd, der Paar zurieselt. Als Feuerlöschteich ist der Weiher um 1900 zur Entnahme des Löschwassers bei Bränden für die Kühbacher Feuerwehr immer notwendig gewesen. Der Weiher war früher auch Großlieferant an Eis für die heimisehen Brauereien.

Ges m'-Analeht

10. Auf der Gesamtansicht Kühbachs von 1913 ist die Gernischtwaren-Handlung von Miller an der Ecke Marktplatz und Aichacher Straße eigens abgebildet. Schon 1909 war Franz Miller, bisher 'Klosterbäck. auch Inhaber der Spezereihandlung. Seit 1913 verlegte er sich ganz auf das Geschäft und gab die Bäckerei auf. die sein Vater seit 1874 berrieben harte. Der Kaufrnann Franz Miller war von 1919 bis 1931 Bürgermeister des Marktes. Von der Familie Miller kam nach 1931 das Geschäft an Martin Lechner. Er betrieb es lange Jahre, verpachtete es aber dann 1963 an Wilhelm Reif, der hier Lebensmittel , Gernischtwaren. Drogen und Milch anbot. Seit 1976 ist das Haus im Besitz von Elektro-Arzbcrger.

11. Das aus der Barockzeit stammende, zweigädige Kaplaneihaus an der Paarer Straße hatte einen barocken Eingang. Die Priester führten einen eigenen Haushalt und bezogen eigene Einkünfte. Seit der Säkularisation des Klosters lebten in diesem Haus allerdings keine Kapläne mehr. Sie wohnten im Pfarrhaus. 1897 war Josef Holzbaur Kaplan in Kühbach. Er wurde dann Pfarrer in Natterhausen und Dekart in Krumbach. Das Kaplaneihaus wechselte oft den Besitzer. 1970 mußte das ehrwürdige , allerdings baufällige Gebäude abgerissen werden. An dieser Stelle steht heute das Wohnhaus des 'Brosischreiners' Karl. Hinter dem Haus parken heute die sonntäglichen Kirchenbesucher aus Paar und Haslangkreit.

Pi a rrhof zu Kühbach

12. Der Kühbacher Pfarrhof wurde 1684/85 von Hans Grienhamer errichtet. Er steht unter Denkmalschutz. Von 1847 bis 1852 wirkte hier Dr. Ignatius von Senestrey als Pfarrer, der von 1858 bis 1906 Bischef van Regensburg war. Van 1868 bis 1895 war Bernhard Reisach Pfarrer und Ehrenbürger der Marktgemeinde. Als er eines Tages erfahren hatte, daß seine junge Hausangestellte schwanger war, bestieg er am nächsten Sonntag die Kanzel und begarm seine Predigt mit den Worten: 'Jetzt hat der Teufel schon Einzug in meinen Pfarrhof gehalten.' Dabei schlug er mit den Fäusten so kraftvoll auf die Kanzel, daß die Jesukind-Figur zwischen den Evangelisten auf den Steinboden krachte. Da ist nicht nur der Pfarrer erschrocken.

13. So sah Kühbach um 1905 aus, wenn man, von Wöresbach kornmend, auf den Markt zuging. Von Süden her fällt der Bliek auf den stattlichen Pfarrhof mit Stallungen und Schennen, davor ist der Pfarrgarten mit Obstbäumen. Nach rechts zu lag der Ortsweiher. Die neue Schule von 1898 steht schon, dahinter baut sich der Leyden-Kornplex auf. Auf dem linken urneren Teilfoto erkennt man rechts das alte Lehrerwohnhaus von 1857, das 1964 abgerissen wurde. Das rechte Teilbild zeigt die Schönbacher Straße mit dem neuen Lehrerwohnhaus von 1880 und (dahinter) das neue Schulhaus von 1898, das seit 1979 Rathaus ist.

Kühbach

SçhloCS

14. Das säkularisierte Kloster ging nach 1803 durch versebiedene Hände , bis es 1839 Herzog Max in Bayern erwarb, Dieser verkaufte es 1862 endgültig an die Freiherren von Beck-Peccoz. Seit 1901 lebte die Familie auf dem Schloß. 1860 wurden bei einem großen Brand die Wohn- und Wirtschaftsgebäude des ehemaligen Klosters zurn großen Teil ein Raub der Flarnrnen und mußten neu aufgebaut werden. Aus dieser Zeit stamrnt der Schloßtrakt, wie er auf dem Foto von 1918 zu sehen ist, während das rückwärtige Gebäude mit dem Türrnchen noch aus der Zeit zwischen 1684 bis 1696 erhalten ist.

15. Das älteste Wappen und Sicgel des Marktes von 1482 zeigt eine dunkle Kuh am Bach. Ein etwa 300 Jahre später entstandenes Schriftstück berichtet, daß Herzog Stephan lIl. von Bayern-Ingolstadt den Ort Kühbach anno 1405 zu einem Markt erhoben hat mit der erteilten Freiheit, am Ulrich- und Magnustag Jahrmarkt halten zu dürfen, Es ist zu vermuten. daß zur nämlichen Zeit die Erlaubnis erteilt wurde , ein eigenes Marktwappen zu führen. Von 1447 bis 1506 gehörte Kühbach zum Herzogtum Bayern-Landshut. 1481 ließen sich die Kühbacher vom neuen Landesherrn, Herzog Georg dem Reichen. in Landshut die Marktrechte und -pflichten schriftlich bestätigen und erweitern.

16. Bezirksoberlehrer Otto Brand ließ seine Oberklasse um 1905 fotografieren. Der in Lehrerkreisen hochgeschätzte Lehrer war von 1898 bis 1928 in Kühbach tätig als Schulleiter. Gemeindeschreiber und Vorstand verschiedener Vereine. Er war Ehrenbürger der Marktgemeinde. Er entwarf das heutige Kriegerdenkmal auf dem Marktplatz und erreichte den Abbruch des alten und den Bau eines neuen Schulhauses, das jetzt zum Verwaltungsgebäude umgebaut wurde. Sein Nachfolger , Hauptlehrer Fritz Willi (1928-1937) betätigte sich als Sammler wertvoller schulgeschichtlicher und heirnatkundlicher Aufzeichnungen, die freilich infolge der Kriegseinflüsse zum Teil wieder verlorengingen. Einige seiner Aquarelle sind noch erhalten.

17. Lehrer Walter Ludwig stellte sich 1907 mit seiner Klasse dem Fotografen. Die Buben trugen damals einen sehr kurzen Haarschnitt und teilweise ein 'Füater'. Die Kleidung der Mädchen bestand aus einer Art Kindertracht mit buntem. halblangem Rock, Schürze und einem weißen Halstuch. Die Haare waren meist in kurzen Zöpfen geflochten. Daß die Kinder irn Sommer barfuß zur Schule gingen, war eine Selbstverständlichkeit. Eine Klasse, bestehend aus zwei Jahrgängen, zählte damals um die fünfzig Kinder. Nach der 7. Klasse hatten die Kinder ihre Volksschulpflicht erfüllt.

18. Lehrer Ernst Wahl zeigt sich hier mit seiner Klasse aus dem Jahr 1928. Er wurde nach dem Weggang von Fritz Willi 1937 Schulleiter. wurde dann aber zum Wehrdienst einberufen und ist im Krieg 1945 gefallen. Von 1806 bis 1900 hatte die Kühbacher Schule nur zwei LehrersteIlen. Dann wurdc eine dritte Lehrerstelle errichtet, die bis 1947 Geltung hatte. 1972 wurde die neue Verbandsschule bezogen. Die damals 601 Kinder des Schulbezirks wurden in 17 Klassen unterrichtet. Im Jahr 1992 besuchcn diese Schule 423 Kinder in 17 Klassen. Ein Erweiterungsbau soll bis zum neuen Schuljahrsbeginn im Herbst bezugsfertig sein.

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