Kühbach in alten Ansichten

Kühbach in alten Ansichten

Auteur
:   Karl Christl
Gemeente
:   Kühbach
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5441-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kühbach in alten Ansichten'

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19. Im Jahre 1929 saßen die Kinder noch in Dreier- und Viererbänken in den Klassenzimrnern der Volksschule. Vorn auf dem Katheder war der Platz des Lehrers, der gelegentlich mit dem Stock den Kindern das Rechnen 'einbleute. Hauptlehrer Fritz Willi war gerade ein Jahr als Schulleiter in Kühbach und unterrichtete die Oberklasse. Pfarrer Karl Knaus amtierte von 1927 bis 1936. Er war der Erbauer des Caritasheims. Die Zeit des Nationalsozialismus war angebrochen und er 'verließ Kühbach im Groll'.

20. Schon vor 1900 gab es in Kühbach eine eigene Käserei, in der die heimische Milch verarbeitet wurde. 1867 wurde bereits als Käsereipächter bei Freiherrn von Beck ein Joharm Moser genannt. Die Käserei war in einem Nebengebäude des 'Schrnausn' untergebracht. Das Haus war mit einem Torbogen mit dem Gasthaus am Marktplatz verbunden. Auch eine alte Laterne war dort angebracht. 1896 ist Josef Hörmann als 'Käsefabrikant' in Kühbach bezeugt. Bis 1909 betrieb er seinc Käserei. Dann stellte er die Käsefertigung ein und betrieb nur mehr eine Käse- und Milchhandlung. Bis 1965 war das Haus privat vermietet und wurde dann abgebrochen. Der Torbogen ist noch geblieben.

21. Um 1925 soll es beim Thomabräu auch eine Dampfmolkerei gegeben haben. Auf dem Lastwagen sind noch die Eheleute Schnitzler, Simon Wanner und viele andere zu sehen, die inzwischen schon alle gestorben sind. Das Auto wurde auch vom Sportverein zur Beförderung der Fußballmannschaften bei auswärtigen Spielen eingesetzt. Mit der Gründung der Molkereigenossenschaft 1938 in Aichach und dem Bau des Milchwerks hörte die Dampfmolkerei Kühbach auf zu bestehen.

Anton Lediner, Koloniehoeren

22. Neben dem 'Marktbäck' und dem 'Klosterbäck gab es bis um 1900 noch den 'Haagbäck'. Schon in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts befand sich der 'Haagbäck' in der heutigen Magnusstraße. Er wurde nach dem Bäckermeister Haag bcnannt, der vermutlich schon vor 1879 sein Handwerk hier ausübte. 1895 zog der 23jährige Anton Lechner aus Jettingen nach Kühbach, heiratete Maria Lindermaier und übernahm diese Bäckerei. Neben dem Verkauf von Backwaren betrieb er auch ein Kolonialwarengeschaft. Er handelte also auch mit Lebensmitteln aus den damaligen Koloniën, wie Datteln, Feigen und Gewürzen. 1934 übergab er die Bäckerei an seinen Sohn Xaver Lechner.

23. Am Marktplatz wurde 1882 von dern aus Ilmmünster neu zugezogenen Melber Josef Lcchner zur bestehenden Hukkerei auch eine Melberei, eine Mehlhandlung, als Gewerbe angemeldet. 1909 ist die Firma am Marktplatz eine Bäckerei, Spezereihandlung, Melberei und Nudelfabrik. 1911 ließen sich Familienmitglieder des Geschäftsinhabers vor dem stattlichen Haus fotografieren. Bäckerei und Lebensmittelgeschäft werden inzwischen von den Nachkommen des Josef Lechner, der Familie Schenk, betrieben. Gebtieben ist der Hansname 'Zurn Hockner'.

24. Das mächtige 'zweigädige' Haus an der Schrobenhausener Straße wurde 1865 erbaut. Es wurde später von Kaspar Stadlbauer und seiner Frau Blandina erworben. Er fing eine Glaserei an. Darum ist heute noch der Hausname 'Zum Glaser'. Der Birnbaum und die Weintraubenstöcke sind seit dem Umbau 1952 entfernt. Das untere Bild zeigt Kühbach um 1920, vom Keilerberg her gesehen. Man erkennt im Vordergrund das 'Gschoßmann-Haus, den 'GutmannStad!' und das Haus 'Zum Straßer'. Die Ahornallee führte zum Friedhof.

25. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts kündigte sich auch in Kühbach die neue Zeit an. 19[8 eröffnete Joharm Rinauer ein Fahrradgeschäft in der heutigen Schrobenhausener Straße, das noch von Frau Lina Barkofen berrieben wird. Vorher war das Haus ein Schuhgeschäft. Um 1925 kamen die ersten Autos und Schlepper nach Kühbach, und neben der Fahrradhandlung wurde dann 1927 eine 'öffentliche Drapolin-Bcnzin-Pumpanlagc' installiert. Das war die erste Tankstelle in Kühbach. Das Benzin wurde literweise per Hand aus dem Bodentank gepumpt und verkauft. Ein Hinweisschild 'Mobiloel' machte auf die Tankstelle aufmerksam. Das zweistöckige Haus besaß Sprossenfenster und Fensterläden, gut gemauerte Karnine , einen Balkon und einen Lattenzaun um das Grundstück.

26. Vor ihrern Anwesen in der heutigen Wöresbacher Straße 7 (Hausnarne 'Beirn Schmied Bär") ließen sich um 1910 dic Besitzer Leenhard und Regina Heiler fotografieren. Gegenüber dem Wohnhaus war die alte Schmiede. Das eingädige Haus mit dem Stadel war noch mit alten Dachziegeln gedoekt. Das Regenwasser wurde in einer Dachrinne aus Holz abgeleitet. Das Wohnhaus wurde um 1940 umgebaut und rnußte 1959 eincm Neubau weichen. Leonhard Heiler batte etwas abgernagcrte Ochsen. die bei der Arbeit nicht mehr recht brauchbar waren. Gelegentlich sollen sie sogar urngetallen sein. So entstand das Sprichwort: 'Du bist so stur wie a an Heiler sein Handochs!'

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27. Diese Aufnahme Kühbachs von 1929 vom KeIlerberg aus weist noch zahlreiche Alleebäume in der Schrobenhausener Straße und in Richtung Aichach auf. Der Garten links im Vordergrund von Albert Haas wurde 1928 angelegt. Hinter den Häusern im Vordergrund verläuft die heutige Schulstraße mit der Abzweigung nach Winden. Damals war die Schulstraße bis zum Friedhof rnit Ahornbäurnen beo pflanzt , die dann allmählich den Siedlungen weichen mußten. Nur noch ein Teil dieser Alleebäume ist vor dem Friedhofseingang noch als Kastanien, Linden und Ahorne vorhanden. Sie stehen unter Narurschutz.

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28. Diese Aufnahme kurz nach 1900 zeigt einen Bliek von der heutigen Aichacher Straße in Richtung Leyden. Das große zweistöckige Haus des Benedikt Augustin wurde 1900 errichtet. Das Vorgängerhaus ist wohl wegen des offenen Kamins abgebrannt. Gegenüber dem Gasthof Peterhof sind noch an der Front zum Schloß an der Straße Bäume gepflanzt, die bei der Kanalisierung 1935 entfernt wurden. Dabei wurde auch der kleine Wassergraben vom Gasthaus Thomabräu bis zum Benedikt Augustin zugefüllt und damit wurde die gefährliche Ecke 'Beim Augustin' etwas übersichtlicher.

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