Kühbach in alten Ansichten

Kühbach in alten Ansichten

Auteur
:   Karl Christl
Gemeente
:   Kühbach
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5441-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kühbach in alten Ansichten'

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29. Um 1910 entstand die Aufnahme des landwirtschaftlichen Anwesens in der Schönbacher Straße 6 der Familie Xaver und Maria Durner mit zwei Kindern (Hausname 'Beirn Webernaz'}. In der Stube vorne wurde wahrscheinlich früher die Weberei betrieben. Das Dach darüber ist mit anderen Dachzicgeln gedeckt, da die alten Dachplatten nicht mehr ausreichten. Die Dachgaube rückwärts diente zum Einführen des Heus auf den Heuboden. Urn 1930 wurde das Haus abgebrochen und neu aufgebaut. Xaver Durner hat das 'Fürta' (Schürze) umgebunden. So ging er auch von Haus zu Haus zum Krauteinmachen. Zuerst wurde das kurze Bazzlkraut und dann das lange Weißkraut eingehobelt. Es war dies ein karger Nebenverdienst.

30. Um 1910 entstand die Aufnahme des 'Ostermeier-Anwesens' in der heutigen Wöresbacher Straße. Im Erdgeschoß ist ein kleiner Erker mil Guekfenster vorgebaut. Über dem Kammerfenster unter dem Dachboden ist der Einflug für die Haustauben mit 'Landebrett' in den Taubenschlag zu erkennen. Links hinten war die Schreinereiwerkstatt. Am Dachfirst und an den Seiten fallen merkwürdige Brettchen auf. Sie dienten als Witterungsschutz für die Trägerbalken und zugleich als Verzierung. Bemerkenswert ist auch die Holzdachrinne.

31. Das Foto zeigt um 1910 die Schreinerei und 'Mineralwasser-Fabrikation' Breitsamer in der heutigen Jahnstraße. Die Schreinerei war 1902 eröffnet worden. Sic existiert schon lange nicht mehr. Ebenso sind die Berufe des Schlossers, des Schmieds, des Wagners, des Schäfflers, des Hafners, des Schneiders und des Pferdehändlers verschwunden. Auch die Gastwirtschaften wurden weniger. Urn die Jahrhundcrtwende kündigte sich eben eine neue Zeit an. Die rein handwerklichen Betriebe nahmen ab, dafür vermehrten sich die Dienstleistungs- und Handelsbetriebe deutlich. Mit der Tcchnisierung und lndustrialisierung änderte sich auch in Kühbach die Struktur der Wlrtschaft, besouders nach 1945.

32. Diese Aufnahme von 1919 zeigt das Anwesen Nr. 38 'Zurn Alber' in der hcutigen Hopfenstraße. Es war das typische Haus eines Tagwerkers oder Taglöhners. Tagsüber ging der Mann zur Arbeit , die Frau versorgte den Hanshalt und die zahlreichen Kinder und daneben noch eine kleine Landwirtschaft für den eigenen Bedarf. Zum Minagessen gab es Milchsuppe , morgens und abends Wassersuppe mit Kartoffeln. Selbst am Sonntag war selten Fleisch auf dem Tisch, werktags überhaupt nicht. Oft mußten die Kinder aus kinderreichen Familien schon ab dem 12. Lebensjahr zu den Bauern in Dienst, um harte Arbeit zu leisten.

33. Um 1925 bestellten viele Landwirte, wie hier "der Baderbaucr", ihre Äcker mit Ochsen. Diese Zugticre waren bei der Feldarheir beliebter als Pferde. Sie sollen auch bei der Entstehung des Ortsnamens cine Rolle gespielt habcn. So wird erzählt, daß sich einst zwei Großbauern über den Ortsnamen nicht einigen konriten. Sie harten gerade ihre Ochsen und Kühe in der Nähe eines Bächleins auf der Wiese und beschlossen, ein Wettrennen der Tiere zu veranstalten. Wer von den Tieren zuerst den Bach erreichte , sollte den Ortsnarnen bestimmen. Kühe und Ochsen wurden zum Laufen angetrieben. und nachdem eine Kuh zuerst am Bach angelangt war, heißt der Ort seitdem Kühbach und nicht Ochsenbach.

34. Ein Kühbacher Original war der 'Baderbauer' , wie er hier, auf dem Odelfaß sitzend, zu sehen ist. Er konnte Mäusen den Kopf abbeißen, einen Wurm verschlingen, bei kleinen Kindern durch 'Abtappen' erkennen, ob sie brav und folgsam waren, weshalb er der Schrccken der Kinder war, die sich sofort versteckten, wenn der Ruf ertönte: 'Der Baderbauer kornmt!' Es wird erzählt, daß er in der schlechten Zeit eine Lehrerin zum Essen eingeladen hatte , nachdem er tags zuvor die Hoden eines kastrietten Hengstes zu einem Mahl bereiten ließ. Als die Lehrerin mit großem Appetit gespeist hatte, wurde sie vom Baderbauern aufgeklärt, was sie da verzehrt hatte. Der Lehrerin soll es aber trotzdem nicht übel geworden sein.

J<übbam - Thomaoräu.

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35. Eine der bedeutenderen Brauereien war schon um 1800 der Thomabräu an der Aichacher Straße. 1832 wird als neuer Besitzer der Bierbrauer Josef Thoma genannt. Sein Sohn Enge1bert Thoma wird 1867 in Kühbach ansässig und übernimmt den Betrieb. 1884 bis 1900 war er Bürgermeister der Marktgemeinde. 1904 brannte das ganze Anwesen ab. Im gleichen Jahr wurde wieder aufgebaut, und zwar so. wie wir die Bausubstanz heute noch kennen. 1916 wurde das Biersicden eingestellt. Als Nachkommen der Familie Thoma führt die Familie Dreyer heute einen modern eingerichteten Restaurationsbetrieb. Bei späteren Umbauten sind die Sprossenfenster mit den Fensterläden enttemt worden. Auch die Odelpumpe mußte einern geteerten Parkplatz weichen. Das Foto entstand um 1910.

36. Das Foto um 1930 zeigt das Gasthaus 'Zurn Peterhof'. Es hieß früher Peterbräu. Der Gebäudekomplex dürfte im 18. Jahrhundert entstanden sein. Die Wirtschaftsgebäude mit den Stallungen wurden inzwischen in neuzeitliche Garagen umgestaltet. Josef Petz meldete 1882 die Brauerei. die Gastwirtschaft und die dazugehörige Schmiede bei der Marktgemeinde ab. Um diese Zeit gelangte die Gastwirtschaft in den Besitz der Freiherren von Beck-Peccoz. Als Pachter waren noch bekannt die Familie Kaspar Rinauer, dann 1913 Anton Rinauer , die auch eine Metzgerei und Landwirtschaft berrieben. Seit 1985 führt die Gastwirtschaft als Pächter EBi und Helmut Schermair.

37. Neben der KJosterbrauerei gab es im 17. Jahrhundert noch vier weitere Brauereien in Kühbach. Im Jahre 1838 kaufte Herzog Max in Bayem die von Leydensche Hofmark RapperzeIl und damit auch die dazugehörige Brauerei und Ökonomie in Kühbach. Damals dürfte diese Brauereieingegangen sein. Das Haus an der Ecke Marktplatz und Schrobenhausener Straße aber wurde als einer der bedeutenden Gasthöfe des Marktes weitergeführt, bewirtschaftet von Pächtern bis zum Jahr 1963, als Hans Reisner als letzter Pächter die Wirtsohaft aufgab. Dort, wo mindestens zweihundert Jahre frohe Zeeher saßen oder örtliche Feste gefeiert wurden, bieten jetzt die 'Markt-Apotheke' und eine Metzgerei ihre Waren an. In den oberen Stockwerken praktizieren Ärzte.

38. Auf dieser Aufnahme wird Kühbach vor 1900 dargestellt. 1889 ging die kleinste Brauerei, der 'Schmausnbräu', in den Besitz der Freiherren von Beek über, die im gleichen Jahr die Brauerei abmeldeten. Erster Pächter der Wirtschaft war Georg Trometer. 1928 übernahm Kaspar Greppmair den 'Trorneter' als Pächter. Unter den Wirtsleuten Hofmann endere 1975 der Gastbetrieb. Daneben stehen auf dem Bild noch die zwei getrennten Gebäude des Huckers Josef Lechner. Erst ab 1909 wurden in den beiden Häusern die Mehlerzeugnisse vermarktet. Das untere Bild gibt den Bliek frei von der heutigen Schrobenhausener Straße zur Aichacher Straße , bis zum Peterhof.

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