Kühbach in alten Ansichten

Kühbach in alten Ansichten

Auteur
:   Karl Christl
Gemeente
:   Kühbach
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5441-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kühbach in alten Ansichten'

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39. Im Jahre 1902 wurde das Haus in der heutigen Schrobenhausener Straße (heute Autohaus Gastciger) von Franz Rottenkolher als 'Stachelrnann-Anwesen' gekauft. Er richtete eine Sattlerei ein und mußte dafür das Haus erst umbauen. Der rückwärtige Teil blieb als Wohnraum erhalten, während der vordere Teil etwa einen Meter aus dem nassen Grund herausgemauert werden mußte. Die Sattlerei bestand bis 1955. In diesem Jahr kaufte der Schrniederneister Scherer das Anwesen, Jetzt wurde das Haus (Foto von 1925) abgerissen und dafür eine Tankstelle errichtet. Der alte Stadel (links im Bild) wurde zum Wohnhaus und zur anschließenden Autoreparaturwerkstätte umgebaut.

40. Von 1918 stammt die Aufnahme des Anwesens 'Beim Mesnerbauer' Kreppold in der Schönbacher Straße , gegenüber dem Rathaus. Stolz zeigt sich der Besitzer mit seiner Familie in der Chaise. Die Mehrzahl der Bauernhäuser war trüher einstöckig. Neben dem Eingang befand sich die Wohnstube , dahinter die Küche, Dem Wohnzimmer gegenüber lag das Schlafzirnmer, dahinter die Speise und die Kammer der Knechte. Die kleinen Kinder schliefen bei den Eltern. Wurden sie größer, wurde ihnen im oberen Stock eine Kammer eingerichtet. Hier lagen auch die Mehlkammer und die Mägdekammer. 1987 wurde das Wohnhaus rnit angebautem Stall und Stadel abgerisscn. Seit 1988 steht dort die Zweigstelle der Stadtsparkasse Aichach.

41. Stattliche Gastwirtschaften und Geschäftshäuser bestimmten schon immer das Bild des Kühbacher Marktplatzes. wie diese um 1910 entstandene Aufnahme zeigt. Um 1400 dürfte der trapezförmige Marktplatz gegenüber dem Klosterbezirk angelegt worden sein. In der Mitte , wo auf dem Bild der Maibaum sich erhebt, stand das alte Rathaus, das 1898 abgebrochen wurde. Seit 1405 wurden auf dem Marktplatz am 4. Juli und 6. September Jahrmärkte gehalten, seit 1481 auch ein Wochenmarkt. Der letzte Jahrmarkt fand vermutlich 1876 statt. Auch die mit den Jahrmärkten verbundenen Viehmärkte dürften um diese Zeit ihr Ende gefunden haben. Sie hatten oft nicht den gewünschten Zulauf.

42. Urn 1930 entstand diese Aufnahme vom Palmeselumzug am Palmsonntag. Links vorne erkennt man Hauptlehrer Fritz Willi, den Wiederentdecker des 'Palrnescls'. mit den Kindern, die geschmückte Palmstangen tragen. Hinter der Holzstatue des Palrneselchristus, die schon um 1690 entstanden ist, steht Pfarrer Karl Knaus mit dern Gemeinderat auf dern Marktplatz. 1850 war der Brauch der Palmeselprozession verboten worden. Fritz Willi rief ihn aber 1930 wieder ins Leben. Seitdem ist dieser Brauch wieder eine markante Station im religiösen Leben der großen Pfarrei und findet nur mehr in drei Orten Bayerns start.

43. Dieses Foto aus dem Jahr 1910 zeigt die Mädchen in der heimisehen Tracht, wie sie eine Marienfigur, die das Skapulier in der einen Hand hält, bei Prozessionen an Fronleichnam und am Skapulierfest rnittrugen. Die Skapulierbruderschaft 'Unserer Lieben Frau vom Berge Karrnel' wurde in Kühbach 1667 errichtet. Von 1834 bis 1930 wurden 20 000, also im Jahr durchschnittlich 200 Personen aufgenommen. Mit großer Feierlichkeit wird auch heute noch das Hauptfest der Bruderschaft am 16. Juli begangen. Weihbischöfe und Äbte zelebrierten dabei oft die Gottesdienste. Eine stattliche Anzahl von Gläubigen gehört dieser Bruderschaft immer noch an.

44. Das Kriegerdenkmal auf dem Marktplatz wurde im Juli 1923 von Pfarrer Sirnon Schoder eingeweiht. Vor der Fahne rechts erkennt man Schmiedemeister Fritz Schmaus. Er war von 1908 bis 1917 Burgermeister. Idee und Entwurf zu diesem Denkmal stammten von Oberlehrer Otto Brand, Unter Bürgermcister Miller wurde es dann mit der Patrona Bavariä auf der Säule für die Gefallenen und Vennißten des Ersten Weltkriegs errichtet. 1953 wurde es renoviert und mit dem Gedenken der Toten des Zweiten Weltkriegs erweitert, Beim Kriegerfest und am Volkstrauertag trifft sich hier die 'Krieger- und Soldaten-Kameradschaft Kühbach und Umgebung' mit der ganzen Bevölkerung zur Ehrung der gefallenen Helden.

45. Festlich wurde 1926 das 50. Stiftungsfesr der 'Freiwilligen Feuerwehr Kühbach' begangen. Am 1. Juli 1876 hatte der rührige Arzt Dl'. Aman diesen Verein ins Leben gerufen. Löschgeräte harte der Markt Kühbach schon immer, doch war die Feuerwehr nicht durch eine solche Vereinigung organisiert. 1809 wurden im Inventar zum Beispiel 74 Feuerkübel, zwei Schläuche, eine Tragspritze, eine fahrbare Spritze, sechs Leitern, vier Feuerhaken, ein Pickel und eine Axt aufgeführt. Feuerwehrvorstände waren über viele Jahre hinweg die jeweiligen Kühbacher Ärzte. Auch Oberlehrer Otto Brand (im Bild links mit Helm) beteiligte sich seit 1898 eifrig am Kühbacher Vereinsleben.

46. In der heutigen Aichacher Straße, die damals noch nicht geteert war, hielt 1927 der Faschingszug vor dem Haus des 'Rauschbauern-Anwesens' (heute Reifen Straßer) für eine fotografische Aufnahme. Voran spielte die Musikkapelle , dann folgten die Maskierten. Der Baum und der Erker mußten 1939 entfernt werden, weil sie für die Straßenbegradigung, Erweiterung und Übersichtlichkeit ein Hindernis waren. Auch das stattliche Haus wurde inzwischen abgebrochen und durch ein modernes Wohngebäude ersetzt. Im Hintergrund liegt der Schloßpark, daneben standen noch die Scheune , der Stall und der Stadel des' Rauschbauern '.

47. Im Fasehing 1927 stellten sich die 'Kühbacher Musikanten' dcrn Fotografen. Sie spielten bei den Faschingsveranstaltungen zum Tanz auf. Ganz links steht der Storr Girgl, von hinten links sind Anton Hamann mit der Trornpete , dann Ferdinand Antl. Hans und Xaver Lunglmaier trotz der Maskierung zu erkennen.

48. So feierten 1927 die Kühbacher den Fasehing auf dem Marktplatz. Hinter dem Gasthans 'Zum Leyden' ist in der Paarer Straße das 'Andcrlbauer-Anwesen' noch zu sehen, Es gehörte damals dern Landwirt Joharm Schapfl. Dahinter ragt der Stadel bis an die Straße. Ein Garten trennt ihn vom einstigen 'Kaplaneihaus', Joharm Schapf! verkaufte um 1950 das Haus an Stefan Mikisch. Der richtere in einern Neubau ein Lebensmittelgcschäft ein. Dann erwarb es 1961 Joharm Öttl. Seit einigen Jahren ist das Lebensmittelgeschäft Reitberger dort untergebracht. Der Stadel wurde 1940 zum Teil abgebrochen. Dort steht jetzt die Raiffeisenbank.

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