Kühbach in alten Ansichten

Kühbach in alten Ansichten

Auteur
:   Karl Christl
Gemeente
:   Kühbach
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5441-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Kühbach in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

49, Auf der Postkarte aus der Zeit zu Beginn unseres Jahrhunderts ist oben der Marktplatz eines der Motive. In der Mitte geht der Bliek in die heutige Schrobenhausener Straße , und unten kommt man von der Aichacher Straße in die Ortsmitte bis zum Gasthaus 'Zum Leydcn'. Um die Jahrhundertwende waren dort auch noch die 'Klosterbäckerei' und eine Metzgerei untergebracht. Das Gasthaus 'Zum Peterhof mit vorgebautem Erker ist unten rechts abgebildet. Gegenüber auf der Schloßseite ist ein eigener Gehweg durch Pfosten und Eisenschienen von der Straße getrennt. Er zieht sich bis zur Kirche hin, In dem Seitenflügel des Schlosses links war früher die Forstkanzlei untergebracht.

50. An der Ecke Aichacher Straße und Wöresbaeher Straße stand um 1925 die alte Schmiede , die 'Baron-Schrniede'. Schon der Huf- und Wagenschmied Vetter arbeitete hier um 1900, dann folgte als Pächter Matthias Reiter. Er harte für die neun Pferde und 22 Zugochsen des Schloßgutes die Hufeisen zu erneuern. Pflugscharen zu schleifen, Sensen zu dengeln, Wagenräder zu bereifen und für die anderen Handwerker des Gutes die Werkzeuge instandzuhalten. 1945 übernahm der Schmied Hans Scherer den Betrieb. Nach einigen Jahren wurde die Schmiede geschlossen und ganz für Wohnzwecke hergerichter. Um 1920 gab es noch eine zweite Schrniede am Ort. den Schrnied Schrnaus, der hauptsächlich die Arbeiten für die übrige Bevölkerung erledigte.

51. Um 1910 entstand diese Aufnahme des Anwesens des Josef HeggenstalIer (Hausname 'Beirn Kimrnerl') in der heutigcn Schrobenhausener Straße 13. Josef HeggenstalIer mit dem Ochsengespann und seine Ehefrau Walburga waren kinderlos. Josef HeggenstalIer war lange Zeil 2. Bürgermeister in Kühbach, Vorstand des Kriegervereins und Dirigent des Kirchenchors. Der Chronist vermerkte: 'Ein Mann von lauterem Charakter.' Der angebaute Stadel links wurde 1925 abgerissen. Das Anwesen selber ging 1935 durch Kauf an die Familie Schneider über, die es heute noch im Besitz hat. Das Wohnhaus wurde 1981 abgebrochen und an dessen Stelle eine Maschinenhalle errichtet. Das Wohnhaus ist jetzt weiter zurück neu gebaut.

52. Um 1910 entstand diese Auf'nahme , als in der Schrobenhausener Straße beim Stadimair Sepp der Verputz am Haus erneuert wurde. Spater kaufte Martin Schermair das Anwesen und darm Adolf Fichtner. Zur Zeit entsteht dort die Feuerwehranlage. Mensch und Vieh waren früher bei der Arbeit arn Bau beschäftigt. Es gab noch keine Baurnaschincn. Mit Ochsen und Pferden wurde das Material herbeigeschafft. Die Verantwortung lag beim Maurer und seinen Handlangern. Da wurde zuerst der Kalk gelöscht, angerührt und mit Sand zum Mörtel angerührt. Das Ereignis schien so wichtig, daß sich der gesamte Bautrupp mit der Familie dem Fotografen stellte.

53. Es war ein Ereignis für groß und klein, wenn um 19lO die Dampfmaschine zum Dreschen auf die landwirtschaftlichen Anwesen kam. Der Heizer der Dampfrnaschine und der Maschinist am Dreschwagen wurden gegen Lohn mitgeliefert. Der Dreschwagen war mit einern Transmissionsriernen mit der Dampfmaschine verbunden. Damit es möglichst schnell ging, mußte die ganze Familie und auch die Nachbarschaft zupacken. Die Getreidegarben wurden aus der Scheune auf die Dreschmaschine geworfen, wo eine Hilfskraft die Bänder aufschnitt und der Einlasser die Getreideähren in die Maschine ließ. Viele Hände waren beschäftigt bei der staubigen Arbeit und da schrnecktcn dann auch Bier und Brotzeit.

54. Zahlreich sind die Feldkreuze auf dem Gemeindegebiet um Kühbach. Ihr künstlerischer Wert ist oft gering, dafür kann der religiöse Wert nicht hoch genug eingeschätzt werden. Die ältere Generation betete oft an diesen Feldkreuzen. Manches Feldkreuz hat seine eigene Geschichte. Es wurde aufgestellt für die glückliche Heimkehr aus dem Krieg, ein anderes steht gleichsam als Martcri. weil hier ein tragischer Unglücksfall ein Leben auslöschte. Das abgebildete Feldkreuz von 1920 ist frisch restauriert und steht heute am nordöstlichen Ende Kühbachs an der Straße nach Mangelsdorf.

55. Zwischen Kühbächlein und Paarer Straße befand sich von 1930 bis 1980 Bayerns größte NutriaStamrnfarrn, in der in zahlreichen Freilandgehegen cinige Hundert Sumpfhiber gezüchtct wurden, deren EdelpeIze von dem Besitzer Josef Oswald nicht nur in ganz Europa verkauft, sondern bis nach Übersee exporticrt wurden. Auch lebende Edelpelzticre, die eigentlich in Südamerika beheimatet und fast ausgerottet sind, wurden in Spezialkäfigen als Luftfracht nach Amerika ausgeführt. Auf dem Bild ist neben dem Wohnhaus der Familie Oswald das Freilandgehege zu sehen. Links oben sind drei diescr Sumpfhiber in die Aufnahme eingearbeitet.

56. Franz Weigert, der Seniorchef des weithin bekarmten Neuburger Stahlstien- und Fossilienprägewerks. das er gegründet har, wurde 1914 geboren und kam schon ein Jahr danach zu seinen Pflegeeltern nach Kühbach. Hier erlebte er zehn Jahre seiner Kindheit. an die er immer gern zurückdachte. Weigerts Lebcriswerk war die Erschließung von Dokurnenten der Natur , wie man sie in den Fossilicn vorfindet. Vom Urvogel bis zum Mondstein sind Weigerts Fossilienprägungen vielseitig verwendbar in Forschung und Lchrc. Über siebzig Motive liegen vor und sind in vier Erdteilen bekannt. Daruit hat Franz Weigert Welttuf erlangt.

TotalansIcht

Heg~enstaller'scbe Kunstmtlhle

57. Um 1900 harte das Dorf Unterbernbach 391 Einwohner. Der Ort liegt an der Paar. Die Kirche zu Ehren des hl. Martin geht auf eine Kapelle von 1180 zurück . Sie wurdespäter immer wieder erweitert. Am Eingang zum Friedhof, der um die Kirche liegt, finder sich ein beschädigter Stcin, der einem römischen Meilensrein ähnelt. Eine Sage ncnnt ihn 'Mehlstein'. In der Dorfstraße sieht man rückwärts den 1853 erbauten Pfarrhof. Ab 1876 bewohnten ihn Pfarrer Josef Thurner und als letzter Dekan loser Moll. Seit 1991 ist ein Kindergerten im renovierten Pfarrhof untergebracht.

58. Auf dem Foto aus dern Jahre 1906 ist neben Mühle und Wehr in Unterbernbach auch der spätere Besitzer Michael Heggenstaller (1887-1948) im weißen Müllergewand dargestellt. Links von ihm steht der 'Feiwegl'<Obersäger Flori Steiger. Paul Heggenstaller hat 1855 die Mühle samt 66 Tagwerk Ökonomie und der'Sägemüllersgerechtigkeit von Joharm Markl gekauft. Die Mühle hatte damals sieben Wasserrädcr als Antrieb. Dann folgten 1876 Anton Heggenstaller. 1912 Michael Heggenstalter. 1941 Anten Heggenstaller. 1952 übernahrn der Sohn Anton HeggenstalIer die Kunstrnühle. die 1962 stillgelegt wurdc. Seit 1985 ist der alte Sägcrnühlcnbetrieb eine 'Anton Heggenstaller Gmbl-l'.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek