Kühbach in alten Ansichten

Kühbach in alten Ansichten

Auteur
:   Karl Christl
Gemeente
:   Kühbach
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5441-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kühbach in alten Ansichten'

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59. Die Mühle zu Unterbernbach in einer Aufnahme von 1909 wurde schon 1237 erstrnals urkundlich genannt. Der Großvater des letzten Finnenchefs Anton HeggenstalIer schuf zwischen 1880 und 1904 mit dem Auf- und Ausbau von Sägewerk und Holzhandel die Grundlage für das heutige , weithin bekannte Unternehmen. Eine der 200 Erfindungen A. HeggenstalIers war der Werkstoff 'Forrnspalin'. Aus ihm produziert man Palcttenklötze, Balken, Platten und Forrnteile für Fertighäuser. Seit fünfhundert Jahren besteht diese Sägemühle. 1982 wurde das Sägewerk mit den neuesten elektronischen Systemen ausgestattet. 1 000 cbm Langholz werden jeden Tag zersägt.

60. Um 1904 entstand diese Borsig Naßdampf-Schmalspurtenderlok Nr. 997204. Sie diente jahrzehntelang dem Transportverkehr. Heute ist sie längst abgelöst. Einst mit 35 Stundenkilometern Höchstgeschwindigkeit ein technisches Meisterwerk. läßt sich dieser liebenswürdige Oldtimer heute jederzeit am Eingang zum Firmengelände der Fa. Anton Heggenstaller besichtigen. Sie steht mittlerweile unter Denkmalschutz. Die Lok hat einen ganz handfesten Bezug zum Unternehmen: Vater und Großvater HeggenstalIer lieferten Schwellenholz an die Reichsbahn, und Anton Heggenstaller. ein EisenbahnFan, arbeitet seit Jahrzehnten mit der Deutschen Bundesbahn. Dreißig Lkw-Ladungen Langholz werden täglich, meist mit der Bundesbahn, angeliefert und verarbeitet.

61. Schon im Jahre 888 wird Großhausen in einer Urkunde König Arnulfs zu Regensburg genannt. Von 1177 bis 1803 war der Ort irn Besitz des Reichsstifts Obermünster in Regensburg. Der Besitz wurde als Lehen weitergereicht. Das Schloß wurde im Schwedenkrieg niedergebrannt. Der Rest auf einem Hügel, wie ihn Michael Wening um 1700 sah, wird heute als Stadel benutzt. Der Wassergraben ist ausgetrocknet bzw. zugefüllt.

Gruß aus Großhausen

Totalansicht

Sedlhof v. J. Kramer

62. Das kleine Pfarrdorf Großhausen, wie es um 1900 aussah , hatte 1864 nur 17 Häuser und 122 Seelen. Der letzte Pfarrer war Friedrich Anton Behr , der 1969 starb. Seitdem wird die Pfarrei von Kühbach mitversehen. 1732 wurde die Kirche Johann Baptist unter Pfarrer Triebenbacher im Barockstil neu gebaut. Ein bedeutender Sohn Großhausens war der 1723 als Mesnerssohn geborene Kunstmaler Ignaz Paur. 1840 kam der Sedlhof an Kar! Graf von Ma1deghem, dessen Nachkommen den Gutsbesitz noch innehaben. Die seit vielen Jahrhunderten bestehende Gastwirtschaft ist Mittelpunkt des dörflichen Lebens.

63. Der Ort Haslangkreit wurde 1008 Crutti geschrieben, 1285 Gereut, ab 1818 Haslangkreit. Kreit bezeichnet einen Rodungsort. Das Geschlecht der Haslanger von Gereut ist seit 1331 bezeugt. Sie saßen früher im Chiemgau. Um 1700 hat Michael Wening diesen Kupferstich angefertigt. Mit dern Tode Graf Sigismunds 1804 erlosch ein altes bayerisches Grafengeschlecht. Das Schloß kam später in den Besitz der Grafen von Maldeghem. Dann wurde es an die Familie Rössig verkauft, die seitdem viel Geld und Arbeit in die Restaurierung des alten Renaissanceschlosses aufwandte , Die Schloßkapelle ist dem hl. Georg geweiht.

Schloß,

.3räuhaus u. Wirtschef!.

çruß aus }(aslangkreif.

64. Im Jahre 1752 zählte das Dorf Haslangkreit 19 Anwesen, 1818 wurde es rnit den Dörfern Großhausen. Paar. Radersderf und den Einöden Abtismühle , Scdlhof, Ödrnühle , Unterbuch und Oberbuch einc selbständige Gemeinde. die 1978 mit etwa 600 Einwohnern zum Markt Kühbach kam. Auf dem Foto von 1900 ist noch die Brauerei und Wirtschaft testgehalten. Sie wurde 1553 von der Hofmarksherrschaft errichtet. Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde in Haslangkreit Bier gebraut. Das Wasser kam aus den Ouellen südlich des Ortes und wurde in Leitungen zur Brauerei transportiert. Das Brauhaus und die Wirtschaft gibt es schon lange nicht rnehr.

Paar (Obbay.)

Total::msicht

65. Seit 1818 gehörte das Dorf Paar am gleichnamigen Fluß zur Gemeinde Haslangkreit, die bis 1978 bestand. Die Dorfkirche St. Stephun und Laurentius wurde 1607 neu erbaut und war seit Ende des 15. Jahrhunderts die Grabkirche der Freiherren von Haslang auf Haslangkreit. Sicben Grabplatten sind noch gut erhalten. Um 1700 starb das Gesebiecht aus. Die Kirche , ein bedeutendes Werk der Nachgotik in Bayern, war schon immer eine Filialkirche der Pfarrei Kühbaeh. Die Gastwirtschaft Schoder war viele Jahre Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens im Dorf. Sie besteht aber schon lange nicht mehr.

66. Im Jahre 1934 feierten Engelbert Wörle und seine Frau Balbina ihr 50jähriges Hochzeitsjubiläurn. Brautführer und Hochzeitslader war der 'Jungbauer' .Jakob Kreppold. Die Hochzeitsgesellschaft ließ sich vor dem elterlichen Anwesen 'Beim Fischer in Paar fotografieren. Das 'goldene Jubelpaar trug die alte schwarze Aichacher Tracht. Perücken waren damals nicht für jedermann erschwinglich, deshalb hat die Jubelbraut eine schwarze Haube auf. Sie hatte acht Kinder geboren. Am gleichen Tag heiratere die Enkelin Anastasia Schäfer in der Kühbacher Kirche. Auf dem Foto stehen die Neuvermählten hinter dem Jubelpaar.

67. Um 1910 ließ sich die Familie Einmüller in Haslangkreit ('Beim Jagerbauer') vor ihrem landwirtschaftlichen Anwesen hinter dem Schloßweiher fotografieren. An das Wohnhaus war der Kuhstall angebaut. Darüber waren unter dem Dach die Hühner untergebracht, die durch eine Hühnersteige ihre Schlaf- und Legeplätze erreichten. Das Dach des Wohnhauses war schon so schlecht, daß die Uroma bei Regenwetter den Schirm über das Bett spannte , daß es nicht naß wurde. Bei der Einheirat 1926 konnten die mißlichen Umstände behoben werden. Das alte Haus wird jetzt nicht mehr für Wohnzwecke benutzt.

68. Die Aufnahme des Bahnhofs Radersdorf mit der gegenüberliegenden Bahnhofswirtschaft entstand um 1920. Die 66,470 km lange Eisenbahnstrecke von Augsburg nach Ingolstadt war 1875 fertiggestellt worden. Die ersten Güterzüge auf dieser 'Paartalbahn' verkehrten ab 1. Mai und die ersten fahrplanmäßigen Personenzüge ab 15. Mai 1875. Als Transport- und Beförderungsmittel war damals die Eisenbahn am modernsten und gewissermaßen 'der letzte Schrei', Der Bahnhof Radersdorf entstand für die Gemeinden Kühbach, Inchenhofen, Haslangkreit und Unterbernbach. Die Bahnhofswirtschaft (heute Engelhert Schwaiger) ist inzwischen wieder eingegangen. (Der Güterverkehr am Bahnhof Radersderf hat heure durch den Holzverarbeitungsbetrieb HeggenstalIer mehr Bedeutung als der Personenverkehr) ,

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