Kirchen in alten Ansichten Band 1

Kirchen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Thomas Leginger
Gemeente
:   Kirchen
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2568-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kirchen in alten Ansichten Band 1'

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39. Der Schützenzug 1900 (König Bürgermeister Schulz) auf dem Wege zur Sigambria. In dem Gründungs-Protokoll von 1876 heißt es: Es sprachen sicn alle 9 Kameraden fûr das erwähnte aus und zahlten 1 Taler in die Casse. Im Mai 1903 erfolgt die Eintragung ins Vereinsregister des Königlichen Amtsgerichtes Kirchen. 1911 wird dem Schützenkönig zur Auflage gemacht, zum Fest einen Hofstaat von wenigstens sechs Paaren zu stellen. 1918 beschlagnahrnt die Adrninistration den Schießstand auf der Kircherhütte, weshalb jahrelang prozessiert wird. 1925 steht ein neuer Schießstand auf dem Wehbacher Hauberg zur Verfügung. Ein Jahr später kann nur der Vogel geschossen werden, das Schützenfest muß wegen Geldmangels ausfallen! 1929 wird gar den Damen der Zutritt zum Schießstand und zu den Versammlungen verboten, außerdem sollen sie bei Festlichkeiten ausgeschlossen werden, wenn sie 'durch ihr Verhalten Ärgernis ertegen!' 1954 wird beim ersten Vogelschießen nach dem Krieg, der König auf dem Schießstand im Höferwald ermittelt.

Kl R.(HEN

Ev. Kirche

40. Die Hauptstraße bei der Evangelischen Kirche um 1908. Links die Häuser der ehemaligen Metzger Lang und Hermes (von 1788-1826 Posthalterstelle) und Bäcker Wilhelm Jung (später Karl Ermert), der gerade im Sonntagsstaat vor seiner Türe sitzt und dem Fotografen zuschaut. Gegenüber Haus Lang die 1908 von Otto Stein erworbene Villa (Haus von August Jung, von 1808-1833 Schule), darunter die Häuser von Alfred Stein (dem 'Ochsenmillionär') und Ernst Jung. Bei der Kirche ist noch ein Teil des alten Pfarrhauses und der 'Kaserne' zu sehen.

41. Die Vorturnerschaft des Turnvereius Kirchen für das Jahr 1901. Aufnahme vom 15. November 1900. Wir sehen, von links nach rechts: August Panthel, August Diehl und Hubert Lehmann. Zweite Reihe: F. Lixfeld, Gustav Herwick, Turnwart Acher, Heinrich Kasch und Peter Schneider. Dritte Reihe: Karl Blaeser, J. de Amour und Friedrich Hassel, Vierte Reihe: F. Lehnert, OHo Hege und Julius Koch,

42. Das dreizehnte Gauturnfest in Kirchen am 20. und 21. Juni 1908. Der am 15. August 1884 von siebzehn Mitgliedern gegründete Verein hatte 1890 schon das dritte Gauturnfest und 1897 das erste Bezirksturnfest ausgerichtet. Am Samstag versammelten sich pünktlich um halb acht abends die Kirchener Vereine und auswärtigen Turner vor dem Bürgermeisteramt. Anschließend marschierte der Festzug rnit den Ehrendamen zum Festlokal auf der 'Sigambria', Das Fest endete am nächsten Tag mit der Siegerverkündung und anschließendem Tanz.

43. Als ich jûngst aus dem Saynischen Hofe trat und am Hut- und Krawattengeschüft der Geschwister lsenbock vorbeikam - Düster spiegelt sich das Licht der Sonne in den Lindenblättern und jenseits am dunklen Gemäuer. So promenieren sie dahin ins Zauberthale. Folg ich Ihnen? Meiner Seele? Könnt icn widerstehn?

44. Die um 1800 erbaute Villa von Sanitätsrat DI. Felix Rauschenbusch (1856-1908) in der Lindenstraße kam durch Heirat mit Marie, geborene Stein, in seinen Besitz. Sie war ein Beispiel für das Kunstverständnis der damaligen Zeit und erhielt nach der Erweiterung eine Veranda und einen Wintergarten (Bildmitte), die durch japanische Tapeten und Jugendstil-Glasmalereien verschönt wurden. Die Decke des Eßzimmers war - ebenfalls im Jugendstil - von Hand ausgemalt; prachtvolles Interieur, aus heimisehen und tropischen Gehölzen gefertigt, herrschte in den anderen Räumen vor. Unten im Hause befand sich die Arztpraxis, oben standen Zimmer für Patienten zur Verfügung. Nach dem Tode des Sanitätsrates ging das Anwesen in den Besitz seiner beiden Söhne Carl Theodor und Dr. Helmut Rauschenbusch über, 1970 mußte es leider dem Bau einer Umgehungsstraße weichen.

Kirchen.

Gvmnasium.

45. 'Während der Pausen ein fröhliches Herumklettern im Tannenwald' - was ehedem häufig vorkam, nachdem am 13. Mai 1901 53 Schüler in die 'Höhere Knabenschule zu Betzdorf' eintraten. Diese wurde Ostern 1904 mit der 'Höheren Schule zu Kirchen' zum 'Progymnasium Betzdorf-Kirchen' verschmolzen. Im August 1905 begann man mit dem Bau des neuen, hier abgebildeten Schulgebäudes, dessen feierliche Einweihung am 27. November 1906 begangen wurde. Ende 1944 diente die Schule vorübergehend als Lazarett, kurz vor Kriegsende kamen mehrere Insassen durch Bombenangriffe darin ums Leben. Die wiederhergestellten Räume wurden später von der 'Staatlichen Realschule Betzdorf' bezogen, das 'Freiherr-vom-Stein-Gyrnnasium' erhielt auf dem Gelände links daneben einen Neubau.

46. Still und Verlassen liegt die Bahnhofstraße an einem Sonntagnachmittag des Jahres 1912. Im ersten Gebäude hielt seinerzeit die Reichsbank ihre Schalter geöffnet, dahinter hatte sich die Post 1899 nach ihrem Umzug aus dem Haus gegenüber dem Bahnhof (EisenDüsberg) einquartiert. Am 16. Februar 1909 richtete der Postverwalter eine Eingabe an seine Koblenzer Behörde, man möge erwägen, ob fur den hiesigen industriereichen Bezirk eines der neumodischen Zweiräder angeschafft werden könnte. W. Pflugbeil und später Emil Macario sorgten im Hotel und Restaurant 'Zur Traube' bei Billardspiel für 'Echt Dortmunder und Münchner Pschorr',

47. Zwei Aufnahmen von der Siegüberschwemmung im Februar des Jahres 1909. Während die Betroffenen auf Kähnen unterwegs sind, offenbart diescs im höchsten Maße unerfreuliche Ereignis auch geheime und ausgefallene Wünsche: Ein wirklicher See auf dem Gebiet der Au, iüngst träumte ich davon, schreibt ein Betrachter.

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48. Christian Schaumann (1858-1930) im Kreise seiner Kühe und einiger Sommergäste auf dem Molzberg. Sobald die Kühe den Ton seines Horns vernahmen, kamen sie wie von selbst herbei. Das verleitete manchen Vorübergehenden zu der erstaunten Frage: 'Ha, nu, wat blööst Du dann? " worauf der Christian antwortete: 'Ha, ich bloos, Ihr Leut', treevt de Köh' raus, der Hirt kümmt!' Bei der Siegbrücke fing das Treiben an, dann waren es bald mehr als zwei Dutzend Kühe, die auf die Wiesen der Önner oder des Kirmesfeldes unterwegs waren. Im Frühjahr hatte der Christian aber alle Mühe, das Rindvieh aus den warmen Ställen zu loeken; die Kühe liefen immer wieder zurück. Aber irgendwann klappte es dann doch.

Anton Leicher (1874-1953) seinerseits war für die 'Hippen' (Ziegen) zuständig. Auch er hatte ein Horn und hütete in der Buschhaardt bis zu fünfzig Ziegen. Die Ziege von Meckeis kam ihm gleich freiwillig entgegen und erwartete ihn schon beim Haus Bornhütter. Den größten Eindruck machte jedoch der 'Major', ein Ziegenbock mit besonders starkem Gehörn, der im Besitz der Familie Pfeifer war.

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