Kirchen in alten Ansichten Band 1

Kirchen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Thomas Leginger
Gemeente
:   Kirchen
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2568-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kirchen in alten Ansichten Band 1'

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69. Unverhofft kam ich hier entlang. an tief verschneitem Tage. Welch geheimnisvolles Treiben am Winterrnorgen! Da kommen und gehen in einem fort die schwarzen Gestalten, als folgten sie einem schweren Zauber - bis sie, einer nach dem andem, im fernen Dunste mir entschwinden. Ich kehrte noch im Gasthof ein, mich beim Pianino zu besinnen. Dort, im 'Gasthof zum Bahnhof' (Jacob Harr, ganz links) erschien am 1. Januar 1889 zur Saaleröffnung eine lustige Gesellschaft in Pantoffeln und mit langen Pfeifen an der Tafelrunde. Eisen-Dusberg verkaufte ein Haus weiter in der ehemaligen Posthalterei seine Einkochapparate. Gustav Haubrich bietet ein Stück weiter 'feinste Holländer Sardellen und Kronsardinen aus der Mariniranstalt' an.

70. 'Für einen ordentlichen monatlichen Beitrag von zehn Pfennig' und 'einen Feuereimer guter Beschaffenheit im Haus' - wie es in den Statuten von 1878 heißt - war man Mitglied der Kirchener Feuerwehr, deren Gründung 1877 von dem spateren Bürgermeister Heinrich Kraerner veranlaßt worden war. Auf unserem Bild absolviert die Wehr gerade ihre erste Übung mit der 1933 erhaltenen Motorspritze. Nicht immer war zu ihrem Transport ein Auto verfügbar. Dann wurde ein Pferd oder Trecker vorgespannt. Manchmal mußten sich die Wehrleute aber noch selbst in das Zeug legen und die Geräte transportieren. In der ersten Zeit hatte man übrigens häufiger gegen Überschwemmungen von Sieg und Asdorf als gegen den 'Roten Hahn' zu kämpfen.

71. Zwei junge Damen spazieren in der Bahnhofstraße zur Winterszeit. Der Schnee ist hoch aufgeschichtet. Ein alter Mercedes steht vor dem ehemaligen Elisabeth-Krankenhaus, dessen letzter Flügel 1963 abgerissen wurde. Zwei Gebäude dahinter das Haus von Eisen-Düsberg. 1826 wurde die Posthalterei aus dem Oberdorf nach hier verlegt. Dieser war darm eine Gastwirtschaft mit Frerndenzimmern und umfangreichen Stallungen angeschlossen. Die letzte Postkutsche im Kirchener Raum verkehrte am 29. Januar 1889. Die Litfaßsäule steht vor dem 'Hotel zur Post', der ehemaligen Gaststätte des 'Hunnes'.

72. Oben: Eine Lokomotive der Fabrik Jung mit Soldaten aus der Heimat auf dem Wege zur Westfront im November 1914.

Unten: Während der Kriegsjahre werden russische Kriegsgefangene vorübergehend in den Kirchener Wäldern zur Arbeit herangezogen. Die Aufnahme entstand um 1915.

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73.

74. Beerdigungen in Kirchen waren immer eine sehr würdevolle und bedeutende Angelegenheit. Dern Beerdigungswagen mit 'Böhmersch Willem' auf dem Kutschbock, hier flankiert von Mitgliedern des Kriegervereins mit Gewehren, folgte zunächst eine ansehnliche Reihe schwarzgekleideter Herren im Zylinder, dann das übrige Volk. Der treue 'Hans' erhielt eigens zu diesern Zweck eine angemessene Bedeckung. Unser Bild, 1939 enstanden, zeigt die Beerdigung von Paul Hintze auf dem Wege zum Wehbacher Waldfriedhof in Kircherhütte.

75. Frühjahr 1917. In der Freusburger Mühle ist die Schildwache angetreten: Carl Pfeiffer, Ernst Jung, Fcrdinand Weber und 'Waffenbruder Max Forneberg sorgt daflir, daß wir kein dummes Zeug machen!'

76. Partie bei der Euteneuener Pulvermühle. Am 1. Oktober 1868 gründeten die Gebrilder Kracmer die Pulverfabrik zu Euteneuen zur Herstellung von Dynamit und Nitroglyzerin, die im Siegerländer Erzbergbau dringend benötigt wurden. Das herrliche Tal hatte sich wegen des rcichlich vorhandenen Löschwassers und anderer Umstände als geradezu ideal zur Errichtung einer solohen Fabrik erwiesen. Nach 1884 mußten Transporte von und zum Kirchener Bahnhof immer in Begleitung eines Gendarmen durchgeführt werden. Nachdem die Fabrik vorübergehend in den Besitz der Köln-Rottweiler-Fabriken übergegangen war, konnte Sanitätsrat Dr. Rauschenbusch 1903 die Kuxenmehrheit erwerben. 1912 entdeckte sein Sohn dort ein reiches Manganvorkommen und errichtete ein Fördergerüst. 1916 wurde das Gelände für 1,2 Million Mark an den Mannesmann-Konzern verkauft und schon im Sommer 1920 die letzte Schicht gefahren. 1924 errichteten die Unternehmer Heinrich Stähler und Ca rl Pauschert in Euteneuen eine heute noch bestchende Sauerstoff-Fabrik.

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