Kirchheimbolanden in alten Ansichten

Kirchheimbolanden in alten Ansichten

Auteur
:   Konrad Lucae
Gemeente
:   Kirchheimbolanden
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3087-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kirchheimbolanden in alten Ansichten'

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9. In dem Haus der Metzgerei Husar war im Jahre 1901 die Seilerei von 'J. Völckel Sohn', die ihre Seilerbahn am 'Eselsweg' hatte. In dem rechten Haus mit dem Pumpbrunnen befand sich die Wirtschaft von Franz Becker. Hier hatte der 'Liederkranz' sein Domizil, einer der populärsten Vereine in der damaligen Zeit. Zu seinen alljährlichen 'Leberknödelessen' wurden jeweils gedruckte Blätter mit Festliedern und Glossierung des Stadtgeschehens herausgegeben. Dabei fehlte niemals das 'Sauerkrautlied', dessen letzter Vers lautet:

Hat man den Magen angefûllt

Mit dieser Kost vom Himmel, Dann trinkt man einen Wuppdicb drauf Ein Quetsch, Kirsch oder Kümmei.

Den Sauerkraut, ihr alle wißt Rumoret beim verdauen,

Drum kann man auch dem Nachbarsmann So ganz nicht immer trauen!

10. Ein Straßenbild aus alter Zeit, in der noch keine Autos die Wege unsicher machten. Die Oleanderbäume stehen vor dem Hotel 'Zur alten Post'. In diesem Gebäude befand sich einst die Posthalterei, als noch die Briefe per Postreiter befördert wurden. Das Haus hat man 1973 abgerissen. Gegenüber war die Werkstatt von Kunstschlossermeister Lawaldt. Auf den Vorstadtturm führte eine Treppe, denn zu damaliger Zeit war der Turm noch bewohnt. In dem Haus links vor dem Turm wohnte der Kappenmacher Günther und auf der rechten Seite war die Unterkunft der Nachtwächter, das Arrestlokal und im Oberstock die Wohnung des Stadtpolizisten,des 'Schwarzen Bayer'. Auch die 'Freibank', auf der die Stadt von Zeit zu Zeit verbilligtes Fleisch verkaufen ließ, hatte dort ihr Domizil aufgeschlagen.

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11. Hier am heutigen 'Rörnerplatz', wo Langstraße, Schloßstraße und Holzgasse sich treffen, stand mitten auf der Straße ein Pumpbrunnen. Im 18. Jahrhundert hieß dieser Platz 'Am Kettenbrunnen'. Überall sieht man die alten Fachwerkbauten, und die Altstadt ist noch in ihrer Gesamtheit erhalten geblieben: eine kleinstädtische Idylle aus dem Jahre 1904. In dem Haus hinter dem Brunnen war rechts neben dem Eingang die Instrumentenhandlung von Heinrich Kroneberger, der drei hübsche, einige Altkirchheimer behaupten sogar 'rassige', Töchter hatte. Auf der linken Seite befand sich bis 1907 die Konditorei Meth und danach die Metzgerei Husar. Dieses Haus wurde in den zwanziger Jahren von dem damaligen Besitzer, Metzgermeister Jakob Recke, abgerissen und neu aufgebaut. Heute befindet sich in den Räumen eine Wirtschaft.

12. Geht man durch den Vorstadtturm, so kommt man in die Schloßstraße. Auf der rechten Seite dieses Bildes befand sich die Brauerei und Wirtschaft Schlosser. Im Jahre 1773 waren hier Bäckerei und Gasthaus 'Zu den drei Kronen' von Franz Hotter. 1792 erwarb das Haus Christian Lambert, der nur das Gasthaus mit der 'Schildgerechtigkeit' führte (er durfte demnach auch Wein ausschenken). Die Bäckerei ist eingegangen. Um 1884 wurde von dem damaligen Besitzer Jakob Schlosser die Brauerei stillgelegt und nach dem Ersten Weltkrieg auch der Wirtschaftsbetrieb aufgegeben. Gegenüber erkennt man die Konditorei mit Café von Wilhelm Meth, Heute ist das Haus zu einem Milchproduktengeschäft umgebaut. Nebenan war das Schuhgeschäft Schach. Das Bild stammt aus dem Jahre 1923.

13. Hier, wo die Langstraße und Schloßstraße zusammenlaufen, war um die Jahrhundertwende das Hüte- und Kappengeschäft von J. Babel. Neben Strohhüten, den sogenannten 'Kreissägen', hängen im linken Schaufenster auch schöne, breite Hosenträger und in den rechten beiden Fenstern sind die Frühlingshüte der Damen ausgestellt. Herr Babel mit seiner Frau stehen in der Haustür. Die Frauen auf der Straße haben gerade ihre Unterhaltung unterbrochen, die sich bestimmt um Hüte gedreht hat, und auch die Kinder zeigen sich von ihrer besten Seite. Sie wollen ja alle 'ein gutes Bild' abgeben. Auch der Dackel im Vordergrund hat sich in Positur geworfen. Ein Bild aus der 'guten alten Zeit'! Heute befindet sich hier ein modernes Blumengeschäft.

14. Eine Szene aus gemütlichen, früheren Tagen, wie sie heute an dieser Stelle undenkbar wären. Vor seiner Buchhandlung steht Herr Gotthold und seine Haushälterin; Herr Gotthold war Junggeselle. Auch die Besitzer und Verkäufer der Konfektionshäuser Lutz und Schwarz haben sich dem Erinnerungsfoto beigesellt. Frau Clara Braunewell unterhält sich derweil unbekümmert dieses Gesenehens mitten auf der Straße mit einer Nachbarsfrau. Ein Abbild des beschaulichen Lebens und der kleinstädtischen Idylle aus der Zeit, als die Straßen noch von Pferdefuhrwerken befahren wurden, und das Auto noch nicht seinen Siegeszug angetreten hatte.

15. Das gleiche Bild 25 Jahre später. Der Erste Weltkrieg ist vorbei. Am Samstag, dem 7. Dezember 1918, hielt die 1. Division der 10. französischen Armee ihren Einzug in unserem Städtchen. Wir gehörten jetzt zum 'Territoires occupés', dem besetzten Gebiete. Von Ende August bis Mitte Oktober 1919 war allerdings nur noch eine französische Kompanie hier stationiert, von da ab dann die 'Delegation' und Gendarmerie. Auf dem Bild sieht man eine französische Wache vor ihrem Wachlokal oberhalb der Buchhandlung Gotthold bei der Wachablösung. Irn Hintergrund steht die Eisenwarenhandlung BrauneweIl, später Fetz, In diesem Haus eröffnete 1773 Philipp Hopp die Wirtschaft 'Zum goldenen Löweu'. Längst ist das Haus abgerissen und der Platz nennt sich heute 'Am Rörner'.

16. Es war an einem Frühlingstag des Jahres 1925. Im 'Stumpfe Gäßchen' steht der junge Karl Heinz im Gespräch mit einer Bekannten. Dieses Gäßchen hat seine besondere Geschichte. Wo sich heute Konditorei und Café Wendel befindet, wohnte in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts der Konditor Friedrich Christian Stumpf. Er machte unser Kirchheim durch seine, nach einem Geheimrezept hergestellte Käsetorten berühmt, die er bis nach Berlin, München und Paris verschickte. Ihm zu Ehren wurde das Gäßchen das 'Stumpfe Gäßchen' genannt. Am linken Haus befindet sich das Schild von 'Friseur und Dentist' Peter Zinek. In damaliger Zeit wurden die Zähne nicht lange plornbiert, sondern bei Zahnweh einfach mit zwei Mann Hilfestellung ohne Betäubung gezogen.

17. Vor seiner Löwenapotheke unterhält sich Apotheker Klüppelberg mit zwei Buben: eine Idylle in den zwanziger Jahren. In diesem Haus hatte 1773 der Bergverwalter Michael Kneisel ein Gasthaus 'Zum goldenen Pflug', Im Jahre 1822 bekam der damalige Besitzer Friedrich Viktor Dercum die Genehmigung zur Errichtung einer Apotheke und nannte sie 'Löwenapotheke', Sie wurde von seinem Sohn Werner Klüppelberg modernisiert, und seit dessen Tod leitet sie der Schwiegersohn Hans Wünste1. Ein Haus weiter befand sich früher die Eisenhandlung Lucae. Die Lehrlinge und Kommis auf der Treppe sind heute langst im Pensionsalter. denn die Aufnahme stammt aus dem Jahre 1924. Das Gebäude wurde abgerissen und es entstand an dieser Stelle ein modernes Geschäftshaus.

18. Vor dem Ersten Weltkrieg fanden im Raume Kirchheimbolanden viele Manöver statt und es war immer ein besonderes Ereignis, wenn die Soldaten in der Stadt Quartier bezogen. Wenn die Soldaten duren die Stadt marschieren, öffnen die Mädels Fenster und die Türen ... heißt es denn auch in einem alten Soldatenlied. Es war wohl im Manöver des Jahres 1894, als die 17er aus Gerrnersheim, bei welchem Truppenteil auch viele Kirchheimer damals dienten, in unser Städtchen einmarschierten, Für die Jugend war dies eine willkommene Abwechslung, wie man hier sehen kann, und sie marschierten sogar tapfer mit dem Spielmannszug durch die Stadt, Das Haus von Jakob Bayer ist längst umgebaut worden, und heute befindet sich hier der Frisiersalon von Fritz Zinck.

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