Kirchheimbolanden in alten Ansichten

Kirchheimbolanden in alten Ansichten

Auteur
:   Konrad Lucae
Gemeente
:   Kirchheimbolanden
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3087-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kirchheimbolanden in alten Ansichten'

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69. Im Jahre 1922 wurde in unserer Stadt eine Sanitätskolonne gegründet. Hauptinitiator war der damalige Bezirksarzt Dr. Weber. Die Männer der ersten Stunde waren Hermann Höckelsberger, Georg Brust, J. Thomann, Heinrich Stabel, Otto Schwab und Fritz Happel. Durch Werbung weiterer Mitglieder, Spenden aus den eigenen Reihen und Unterstützung der Stadt nahm die Sanitätskolonne ständig zu und so hatte sie 1928 (unser Bild) dreizehn ausgebildete Sanitäter. Viele sind bei Beginn des Zweiten Weltkrieges eingerückt und dienten an allen Fronten. Einigc kamen aus diesem Krieg nicht mehr zurück. Unser Bild zeigt, von links nach rechts, stehend: Thierer, Mang, Barth, Foß, HiJ!, Feith, H. Unfricht und Fittler. Sitzend: Kühne, K. Unfricht, Höckelsberger, Glas und Zinck.

70. Die 'Kappesgärten' zeigen sich hier im Blütenschmuck ihrer vielen Bäume an einem Sommertag des Jahres 1924. Wer ein echter Kirchheimbolander war, war auch ein 'Kappesgärtler'. Auf der rechten Seite sieht man noch den Kappesgartenweg, der sich entlangdes 'Flutgrabens' hinzog, in dem wir Buben die Kaulquappen und Feuersalamander fingen. Im Hintergrund ist das 'fürstliche Kirchheim' mit seinen Kavaliershäusern in der Neuen Allee Straße aus dem 18. Jahrhundert zu sehen. Auf der Höhe des Schillerhain erkennt man zwischen Bäumen den alten Wachtturm, Längst ist diese Idylle verschwunden, und breite Straßen durchziehen das Gelände, das zum Baugebiet erklärt wurde.

71. Der Geißberg, der unserem Schillerhain vorgelagert ist, trägt hier auf seinem Gipfel das 'Frühlingshäuschen', das eigentlich bei seiner Aufstellung im Jahre 1874 'Bismarckpavillon' getauft wurde. Von hier hat man einen herrlichen Bliek über die ganze Stadt bis zum Steinernen Kreuz und dem Osterberg. Das Häuschen war an manchen Abenden Treffpunkt der Liebespaarè und an den Nachmittagen saßen hier bei schönem Wetter die Honoratioren und lasen ihre Zeitung. Heute steht an dieser Stelle das im Jahre 1933 errichtete Kriegerehrenmal für die in beiden Weltkriegen gefallenen Söhne unserer Stadt,

72. Im Jahre 1859, dem 100. Geburtstag Friedrich von Schillers, begarmen die Kirchheimer Bürger auf dem Wart berg eine gärtnerische Anlage zu schaffen, die zu Ehren des Dichters den Namen 'Schillerhain' erhielt. Der alte Wartturm aus dem IS. Jahrhundert wurde restauriert und mit einer Eingangstür und Wendeltreppe versehen. Von hier hat man eine wunderbare Aussicht bis an die Berge der Haardt, des Odenwaldes und zu den Höhen des Taunus. 1877 errichtete der Wirt Heinrich Leenhardt einen 'Erfrischungs-Salon' und nannte die Wirtschaft später 'Zur Sonnenlust'. Sein Schwiegersohn Wilhelm Butz verkaufte 1893 an Dr. Heinrich von Brunck das Restaurationslokal mit Wirtschaftsgarten und Äckern, und Herr von Brunck schenkte das Ganzë der Stadt als 'öffentlicher Erholungsort für Jedermann',

73. Dr. Heinrich von Brunck wurde im Jahre 1847 in Winterbarn geboren. Nachdem sein Vater das Kirchheim er Schloß mit Schloßgarten gekauft hatte, zog die Familie nach hier. So verlebte Heinrich von Brunck in unserem Kirchheim seine Jugendzeit und erbaute sieh später im Schloßgarten ein Landhaus. Sein Studium galt der Chemie, und 1869 trat er rnit seinem Freund Dr. Karl Glaser, ebenfalls einem Kirchheimer, in die 'Badische Anilin- und Sodatabrik Ludwigshafen' ein, Am Aufbau des Unternehmens und an vielen Erfindungen waren beide maßgeblich beteiligt. Unter Bruncks Leitung als Direktor ist die BASF zu einern Unternehmen von Weltgeltung aufgestiegen. 1902 ernannte ihn die Stadt Kirchheirnbolanden, wie auch Dr. Karl Glaser zu ihren Ehrenbürgern.

74. Wegen seiner gesunden, schönen Lage, war der Gedanke nahe, Kirchheimbolanden zu einern Luftkurort zu erheben. Um nun den Kurgästen auch Unterkunft zu bieten, beschloß die Stadt den Bau eines Kurhauses auf dem Schillerhain, das 1904 eingeweiht werden konnte. Als erster Pachter wurde Julius Rotberg eingesetzt. In den sechziger Jahren ging das Kurhaus in Privatbesitz über. Der neue Inhaber hat das Haus neu umgestaltet, und es ist auch heute noch ein Anziehungspunkt für Kurgäste aus nah und fern. Das Bild zeigt die Rückseite des Kurhauses wie es sich im Jahre 1912 präsentierte. Im Vordergrund steht Theobald Jung mit seinem Wagen. Er war einer der ersten Kirchheimer, die von der Pferdekutsche auf die Autotroschke umgestiegen sind.

75. Der Kahlenberg mit Bliek zum Südhang des Wartberges bedeekt mit Weinbergen, ist heute ein ungewohnter Anblick. Das untere Bild ist dort noch bei einer Weinlese in den zwanziger Jahren aufgenommen worden. Die ersten Weinberge an diesen Hängen wurden 1817-1818 angelegt. Die Trauben gaben einen ausgezeichneten Wein, besonders das 'Kahlcnberger Treppchen', war berühmt. Heute künden nur noch zwölf Morgen Weinberg im Schloßgarten von der einstigen Weinbaugemeinde Kirchheimbolanden. Im Oktober 1882, sagte man, habe sich ein Komet über Kirchheimbolanden gezeigt. Ein Komet soll sich aber nur in guten Weinjahren zeigen. Und als er darum sah, daß ringsum nur 'Rambaß' gewachsen ist, hätte er sich vor lauter Kumrner in Säure aufgelöst.

76. Solche schöne Plätzchen gibt es auch heute noch in der Umgebung unserer Stadt. Was denkt wohl die Erika, die hier vor gut SS Jahren von ihrem Vater Karl Heinz aufgenommen wurde? Der vor uns liegende Ziegelwoog ist wie der Schillerhain mit der Stadt auf das Engste verbunden. Schon 1882 wurde angeregt, eine Badeanstalt zu bauen, und in einem Artikel heißt es unter anderem: ... Daß unsere Stadtväter nun einmal keine Lust zum Baden zu haben scheinen, trotzdem uns Bezirksamts-Erlasse bekannt sind, laut welchen wiederholt den Stadt- und Gemeindeverwaltungen die Errichtung von Badeanstalten anempfohlen werde. Um 1887 etablierte sich ein Schwirnmverein, der am Ziegelwoog eine Hütte zum Umkleiden errichtete. Viele Kirchheimer haben in diesem Weiher das Schwimmen gelernt, selbst wenn er auch Samstags als Schwemme benutzt wurde. Wir Buben durften dann die Pferde in das Wasser reiten. Lang, Lang ists her!

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