Kitzingen am Main in alten Ansichten Band 1

Kitzingen am Main in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Helga Walter
Gemeente
:   Kitzingen am Main
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2416-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Kitzingen am Main in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

39. Den Abschluß der Marktstraße zum Main bildete ein viereckiger Brückenturm, der 1864 abgebroehen wurde. Das Haus rechts hinter dem Kiliansbrunnen gehört noch immer zu einer Porzellanhandlung. Links steht das Gebäude einer der beiden ältesten Apotheken unserer Stadt, die heute im Volksmund den Namen 'obere' und 'untere' Apotheke (des Marktplatzes) tragen. Von der im Foto sichtbaren 'unteren', der Löwen-Apotheke, existiert eine Gründungsurkunde aus dem Jahre 1623, in der allerdings weder ein Name noch eine nähere Bezeichnung Erwähnung finden.

40. Das 'Krahnentor' führt, wie der Name besagt, zum Kranen am Main, mit dem die Schiffe be- und entladen wurden. Es wurde im Jahre 1468 errichtet. Fürstbischof Friedrich Karl von Schönborn förderte den Mainhandel. Er erhob Kitzingen zu einer fürstlichen Handelsstadt, erließ 1746 ein Schiffahrts- und Handelsgesetz, baute ein Lagerhaus sowie einen Kranen und gewährte steuerliche Vergünstigungen, Vom regen Leben an den Hafenanlagen gibt auch unser Titelbild Zeugnis. Am 28. August 1901 wurde mit dem Abbruch des Torturmes begonnen, am 12. September des gleichen Jahres war das Werk beendet.

41. Vom malerischen 'Krahnentor' besitzen wir zwei Aufnahmen. Diese zeigt den Torturm von der Mainseite. Die Häuser zur Rechten und Linken sind erhalten geblieben. Vielen Schülern bekannt ist das rechte Gebäude, das, ehedem Zollamt, die Städtische Berufsschule und ebenfalls die 1948 gegriindete Städtische Handelsschule beherbergte, Heute dient es als Jugendhaus des Landkreises, An der Eckmauer, in unserem Bild nicht mehr sichtbar, sind die verschiedenen Wasserhöhen eingetragen - vor der Flußregulierung wurde die Stadt häufig von Hochwasser heimgesucht. Die höchste Markierung bezeichnete den 28. Februar 1784, gefolgt von den Fluten des Jahres 1595.

42. Die Fischergasse ist eine dei ältesten vollständig erhalten gebhebenen Straßen der Stadt. Die Fischerei als Broterwerb hat ihre Bedeutung längst verloren. Unsere Postkarte eines alteingesessenen Kitzinger Verlages zeigt eine Idylle, die heute leider ihrer Romantik beraubt ist: Die Häuser sind verwittert und teilweise baufällig. Der Brunnen war einer von vielen, die notwendigerweise in der Stadt verteilt waren und von denen nur noch wenige existieren, meist mit dem Hinweis versehen 'Kein Trinkwasser'. Das Deuster-Schloß steht nicht mehr. Die Mauer im Hintergrund gehörte zur Wagenremise derer von Deuster - auf dem Platz darüber dehnt sich heute ein Schulsportplatz aus,

43. Auf vielen älteren Panorama-Aufnahmen von Kitzingen ist das Deuster-Schloß unübersehbar: 'Schloß Friedenstein' der Familie von Deuster. Das ehemalige Nonnenschlößchen im Klostergarten wurde 1884 renoviert und um 1900 im Renaissance-Stil total umgebaut. Es war von einem prächtigen Park umrahmt und enthielt als Besonderheit ein überglastes Palmenhaus. 1945 wurde es schwer beschadigt und später im Zuge der Anlage eines Schulzentrums abgerissen,

Kitzingen a. M.

von Deuster'sches Schloß Friedenstein

6russ aus Kitzingen a. M.

Oberer Mainquai mit rumänischen Flusskanonen boolen.

44. 'Oberer Mainquai mit rumänischen Flusskanonenbooten' - Kriegerisch klingt die Überschrift dieser Postkarte. Die Ausgabe des 16. Oktober 1906 der 'Kitzinger Zeitung' berichtet über dieses Ereignis, Die Rumänischen Flußkanonenboote werden wahrscheinlich am Mittwoch oäer Donnerstag hier eintreffen. Die Boote werden von der Aktiengesellschaft 'Mainkette' vom Rhein nach Asehaffenburg geschleppt und dort von der bayerischen Kettenschleppschiffahrt übernommen. Die Boote sind allerdings vollstänäig desarmiert, sodaß sie absolut nichts 'Kriegerisches' mehr haben. Der Transport bis zum Bestimmungsort wird von der Speditionsfirma Altschuier u. Co. geleitet.

45. Die 'Königlich privilegierte Schützengesellschaft', Kitzingens traditionsreichster Verein, feierte vom 20. bis 29. Juni 1908 das 500jährige Jubiläum. Unsere 'Offizielle Fest-Postkarte" präsentiert aus der umfangreichen Sammlung drei Schießscheiben. Links eine Huldigung an Fürstbischof Franz Ludwig aus dem Jahre 1794 auf dem Platz vor dem heutigen Landratsamt. Das rechte Bild zeigt das alte Schützenhaus vor der äußeren Stadtmauer, am Ort des heutigen Kolosseums. 1868 wurde das neue Schießhaus mit einem Festschießen eröffnet. Das Schützenwesen stand seit je unter der Oberaufsicht des Rates, so ist der Bürgermeister der Stadt gleichzeitig Schützenkommissar.

46. Eine Riege der Turngesellschaft von 1884 ist auf einem Sportfest in Frickenhausen im Jahre 1926 angetreten. Die Turngemeinde, die sich 1848 auf den Idealen des Turnvaters Fr.L. Jahn gründete und eine durch die politischen Verhältnisse bedingte Unterbrechung des Vereinslebens zwischen 1850 und 1860 erfuhr, vereinigte sich 1931 mit der Turngesellschaft. Streng waren die Gebote aus der ersten Satzung von 1849. Die Tumordnung enthielt folgende Bestimmungen: 1. Jeder hat zur festgesetzten Stunde auf dem Turnplatz zu erscheinen. 2. Keiner soll eine Übung, die er nicht nach den Regeln bereits erlernt hat, ohne Beihülfe versuchen. 3. Alle Übungen sol/en rechts und links getrieben werden. 4. Auf dem Turnplatz darf nicht geraucht werden.

47. Die Freiwillige Feuerwehr, die im nächsten Jahr ihren 120. Geburtstag begehen wird, hatte sich am 28. November 1864 zunächst als "Iumgcmeinde-Feuerwehr' konstituiert. Der Magistrat unter Bürgermeister Schmiedel hatte die Turngemeinde um die Bildung einer Feuerwehr gebeten, 'nachdem nunmehr die Stadt eine große Wasserleitung bauen werde'. Ein halbes Jahr später löste sich die Feuerwehr-Abteilung von der Turngemeinde und bildete einen selbständigen Verein. Unsere Postkarte wurde zum 50jährigen Bestehen im Jahre 1914 herausgegeben. Unter dem Leitwort 'Gott zur Ehr' dem Nächsten zur Wehr' wurde 1889 das 25jährige Jubiläum gefeiert. Amüsant liest sich in der Festschrift der erste Eintrag in der Löscheinsatz-Chronik: 20. Februar 1866 Brand einer Bettsteüe in der Wohnung des IJ. protest. Pfarrers. Die stete Einsatzbereitschaft der Feuerwehr ist sprichwörtlich. Just während einer Theateraufführung anläßlich des Familienabends zur 35-Jahr-Feier ertönte Feueralarm - 'im Kopp' schen Haus war Feuer ausgebrochen'!...

11111111111 11 11

1864 . 1.914-

50jäbrlg~s SUbHäum

der rreiwiIagen reuerwerü Kttzlrrgen a .. m. 1j..-6_ ~uli 19U.

48. Die 'Freiwillige Sanitäts-Kolonne', die am 4. Mai 1902 gegründet wurde, präsentiert sich hier mit ihrer fortschrittlichen Ausrüstung in einer historischen Aufnahme. Am 22. August des gleichen Jahres war ein besonderer Freudentag, denn da wurde die erste fahrbare Trage geliefert! Vorgänger des Vereins war der 'Frauenverein', der sich bereits 1878 auf den Idealen Henri Dunant's gegründet hatte. Der Aufruf an die Kitzinger Bürgerinnen lautete: 'Mitglied des Vereins kann jede unbescholtene Frau und Jungfrau werden, welche jährlich den Beitrag von 2 Mark !eistet und die Aufgaben des Vereins übernimmt. '

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2020 Uitgeverij Europese Bibliotheek