Kitzingen am Main in alten Ansichten Band 1

Kitzingen am Main in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Helga Walter
Gemeente
:   Kitzingen am Main
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2416-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kitzingen am Main in alten Ansichten Band 1'

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69. Die Forstmühle ist eine der insgesamt sechs Mühlen, deren Mahlsteine von den einst fisch- und flußkrebsreichen Wassern des Bimbachs auf seinem Wege von der Quelle im Norden Großlangheims bis zum Main angetrieben wurden. Im Jahre 1900 gab es in der Gemarkung Kitzingen folgenden Mühlen:

Haus Nr. 822 Farbmühle - das Gebäude, außerhalb der Stadtmauern Etwashausens gelegen, steht heute noch -, NI. 823 Jungfernmühle, Nr. 824/25 Reubelshof und NI. 826 Forstrnühle, die auf der Höhe des heutigen Schießplatzes lag. Die Gebäude der Forstmühle wurden 1944 im Zuge des Startbahnbaus für Nachtjager von der Deutschen Luftwaffe abgebrochen, die Landereien nach dem Kriege zur Erweiterung des Flugplatzgeländes enteignet.

70. Im Westen der Stadt, auf dem Wege nach Kaltensondheim, ist auf Kitzinger Gemarkung am Eheriederbach (früher Ehrhardenbach) noch heute die Eherieder Mühle (früher 'Verdere Erhardenmühle' genannt) gelegen. In einem Stadtführer 'Kitzingen am Main und seine Umgebung' aus dem Jahre 1909 wird ein Ausflug zur Eherieder Mühle empfohlen, dessen 'schlichter Wirtschaftsbetrieb mit guter Verpflegung' gepriesen wird. Die Steinplastik des Neptun über dem Brunnen - in der Mitte der Postkarte abgebildet wurde von Familie Haßold dem Städtischen Museum geschenkt.

71. Eine Kuriosität ist diese Aufnahme aus einer Sammlung von Dokumenten zur Geschichte der Luftfahrt in Kitzingen und der Entstehung des Fliegerhorstes. Der abgebildete Doppeldecker, durch seinen Heckantrieb mittels einer Druckschraube eine Seltenheit im Flugzeugbau, trägt den Namen 'Otto No. BI'. Daneben steht das Transportfahrzeug. Die Rückseite des vom früheren Kitzinger Fotografen Hugo Fath aufgenommenen Lichtbildes trägt die Worte: 'Zum Andenken. Beim Abbrechen des Flugzeuges mit meinen Leuten am 4. August 1914. Grüße auf baldiges Wiedersehen - Dein Bruder Leonhard (Hartner aus Etwashausen)',

72. Eine Idylle, die unwiederbringlich vergangen und bald auch vergessen sein wird: Der Hoheimer Dorfweiher, einst ein Eldorado für Enten und Ganse, lebt heute nur noch in der Erinnerung der älteren Einwohner. Freilaufendes Federvieh belebte einst Wege und Gassen der Ortschaften und verlieh dem Dorfbild ein eigenes Gepräge. Hoheim verlor am 1. Oktober 1973 seine Selbständigkeit und wurde Kitzingen eingemeindet.

73. Die 'Kerm' spielt in den Dörfern unseres Frankenlandes seit je eine große Rolle. Auch Sickershausen, am 1. Januar 1975 eingemeindet, feiert alljährlich seine Kirchweih. Ein besonderes Fest war im Jahre 1971 das 50jährige Jubiläum der 'Kirchweihausgrabung'. Die Festschrift kommentiert ein Foto aus dem Jahre 1921: 'Lang, lang ist's her ... die gute, alte Zeit, wo noch Musikkapellen kostenlos im Festzug spielten, wo die Gastwirte kostenlos Essen an Stammgäste und an die Burschenschaft ausgaben, wo 8 Tage dem Bremser zugesprochen wurde .. .'

Gruß aus Repperndorf b/Kitzingen

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74. Repperndorf, das urkundlich erstmals im 11. Jahrhundert erwähnt wird, wurde am 1. Januar 1978 ein Stadtteil Kitzingens. Die 'Alte Linde' auf unserer Postkarte war wie vielerorts der Mittelpunkt des Dorflebens, Unter ihr fand traditionellerweise der Kirchweihtanz statt. Die Repperndorfer Linde war in einer besenders hübschen und eigenwilligen Form geschnitten. Am 13. März 1925 wurde sie von einem Möbelwagen der Speditionsfirma Stein in Würzburg zum Leidwesen aller Einwohner verschentlich umgefahren.

75. Die Hohenfelder Bergkirche ist durch ihre beherrschende Lage hoch über dem Ort das Wahrzeichen des Dorfes. Ihre Ursprünge samt der einer Siedlung gehen urkundlich bis in das Jahr 1251 zurück. 1512 erst wird im heutigen Dorfkern eine Marienkapelle errichtet, da 'die alte pfarrkirche hoch uff dem perge ausserhalb dorffs gelegen, alten, schwachen und gebrechenhaften leuthen, sunderlich winter und andere ungewitterliche zeit, swerlich zen besuch sei'. Hohenfeld wurde mit dem 1. Mai 1978 bislang der letzte eingemeindete Ortsteil.

76. Mit einem beschauliehen Anblick, der den sprichwörtlichen Wasserreichtum Kitzingens uns noch einmal vor Augen führt, wollen wir unsere Erinnerungen an das 'alte Kitzingen am Main' beschließen. In unserer Gemarkung spielte nicht nur die Flußfischerei eine bedeutende Rolle, Kitzingen konnte sich auch einer Anzahl von Fischteichen rühmen, An dem Gewässer auf unserem Lichtbild wurde im Jahre 1917 die 'Geflügelzuchtanstalt' errichtet, die sich kontinuierlich vergrößerte, Im Hintergrund ist die Chaussee nach Mainbernheim durch eine Reihe von Obstbäumen gekennzeichnet. In der Ferne steigt der Höhenzug zwischen Sickershausen und Hohenfeld auf, gekrönt von den Kastanienbäumen des Felsenkellers und dem Hohenfelder Bergkirchlein,

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