Kitzscher in alten Ansichten

Kitzscher in alten Ansichten

Auteur
:   Christine und Harry Czaja
Gemeente
:   Kitzscher
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5458-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kitzscher in alten Ansichten'

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19. Das Haus Nr. 9 in Kitzscher gehörte dem 'Gerneindediener Adolf Seifert, später dessen Sohn OHo Seifert. An der Hauptstraße gelegen, verkörperte es den typischen Baustil in dieser Region. Besonders tritt das bruchsteingemauerte Erdgeschoß hervor. Rechts im Bild nahm der tief gelegene Straßengraben zu damaliger Zeit nieht nur das Regenwasser, sondern auch allerlei Abwässer auf. Besuch aus den urnliegenden Ortschaften kam noch Anfang der dreißiger Jahre , wie das Foto zeigt, mit dem Kutschwagen. (Foto: Funcke , Borna/Lpzg.)

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" ;~. 20. Dieses Foto entstand Anfang der dreißiger Jahre und zeigt Kurt Haase und Kar! Krüger , die auf dem Weg durch die Feuchtwiesen zum Angeln sind. Mit dei Angelrute und einem Behälter für die Köder geht es in Richtung Eula. Im Hintergrund ist das Grundstück von Franz Brozowski zu erkennen.

21. Das Foto aus den dreißiger Jahren zeigt Schäfer Hanschmann aus Kitzseher. Er kommt aus Richtung Steinbach und trägt den Hirtenstab, wetterfeste Kleidung und den Beutel mit der Wegzehrung. Die Tiere hatten auf der Weide keinen Pferch und wurden jeden Abend in den Stall geführt. Für den Schäfer war es eine schwere Arbeit, bei Wind und Wetter die Herde sicher zu leiten, auch wenn ihm sein treuer Vierbeiner zur Seite stand. Das Grundstück links im Bild gehörte Gustav Mäder. Es wurde in den fünfziger Jahren abgerissen.

22. Das Grundstück im Hintergrund ist die Holzmühle von Kitzscher in den zwanziger Jahren. Jahrzehntelang war-sic in Betrieb und versorgte die umliegenden Stellmacher und Tischler mit dem nötigen Rohmaterial. Die machtigen Stämme wurden in F1ößberger Wald, der zum Staatsforstrevier Glasten gehörte, geschlagen. Im Haus rechts im Vordergrund befanden sich die Vorrichtungen zum Sägen und Gattern. Mit dem Pferdefuhrwerk, das in der Mitte zu sehen ist, wurden die schweren Stämme herangeschafft.

23. Anhand dieser historischen Aufnahme erfahren wir , daß in Kitzscher ein Jahr nach dem Ersten Weltkrieg Militär einquartiert war. Auf der Rückseite kann man lesen: 'Zum Andenken an die Einquartierung 1919 in Kitzscher 19/2. u. 20/2., Paul und Ernst zum Abschiedskränzchen", und etwas wehmütig:

Schön ist die Jugend, sie kommt nicht mehr. Schön ist die Jugend, sie kommt nicht mehr, nicht mehr.

24. Das Foto von 1915 zeigt zwei Angestellte in der Sattlerei Werchau in Kitzscher bei ihrer Arbeit am Kumt. In hiesiger Gegend wurde für das Pferdegeschirr vorwiegend das Spitzkumt verwendet. Es bedurfte öfterer Pflege und Ausbesserung. So mußte das Leder weich und geschmeidig gehalten werden, um die Tiere nicht zu verletzen. Oft waren die Lederteile , besenders die Spitze, mit kunstvollen Metallverzierungen versehn .

25. Das ist die Bornaer Straße in Kitzscher während der dreißiger Jahre. Die Brücke im Vordergrund führt über das Flüßchen Eula. Auf ihr stehen die Kinder des Barons von Arnim und Kinder der Dorfbewohner: Arndt von Arnirn, N.N., Anni Krüger (auf dem Geländer), N.N., Stephanie von Arnirn, Manja Hadrich, N.N., N.N. Im Vordergrund links ist das Haus des Schweizers vom Rittergut. Ernst Böhnemann. Dahinter befindet sich das Wohnhaus des Kutschers Ritter. Desweiteren sehen wir im Hintergrund die Giebel von Pfarrhaus und Schule sowie die Spitze des Kirchturms. Rechts hält das Postauto der 'Reichspost' vor dem Gebäude der Sattlerei. Hier war die Poststelle des Dorfes untergebracht.

26. Wenn um die Jahrhundertwende ein grauer Spitz auf der Dorfstraße in Kitzscher auftauchte, darm waren Sprangers Kinder nicht weit. Das waren, wie auf dem Foto festgehalten, Meta, Dora, Walter. EIsa und Herrmann Spranger, ihnen zu Füßen der 'Graue Spitz'. Typisch für die damalige Zeit war die fast einheitliche Kleidung der Mädchen, die sich oft nur durch die Spitzenkragen unterschied. Die Jungen trugen ihre Haare außergewöhnlich kurz.

27. Auf freier Flur, in der Nähe des ehemaligen Vorwerkes Lindhardt, steht heute noch dieser Stein, der folgende Inschrift trägt: An dieser Stelle wurde der königliche Beifrohn Joh. Gotthold Müller aus Borna von dem inhaft an den Polen Anton Jitkowoly auf dem Transport von Grimma nach Borna erdrosselt 12. Jan. 1871. Ein Feldweg, im Volksrnund Mordweg genannt, führt an diese Stelle.

28. Auf der Ansichtskarte sehen wir die in den dreißiger Jahren entstandene Arbeiterwohnsiedlung: links die Häuser 'Am Südhang' mit kleinen Gärten aus der Hinteransicht und im Hintergrund rechts der Schwarzholzweg. Die Siedlung entstand im Auftrag der ASW (Aktiengesellschaft Sächsische Werke) Espenhain unter der Leitung von Professor Schiemichen. Im Rahmen des Siedlungsbaues erhielten die Kitzscheraner unter ariderem auch eine neue Schule (heute E.-Schneller-Schule) und Gemeindebeamte eine neue Wohnung. Die Freifläche in der Mitte des Bildes ist heute ein Kinderspielplatz. Die Kastanien rechts sind inzwischen zu stattlichen Bäumen herangewachsen.

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