Kleinenbroich in alten Ansichten

Kleinenbroich in alten Ansichten

Auteur
:   Heimatverein Kleinenbroich
Gemeente
:   Kleinenbroich
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3383-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Kleinenbroich in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

EINLEITUNG

Die Gemeinde Kleinenbroich liegt in der Niederrheinischen Tiefebene zwischen den Industriestädten Neuss und Mönchengladbach. Ihre geschichtliche Entwicklung geht weit in die Zeit des römischen Reiches zurück. Wahrscheinlich im 2. und 3. Jahrhundert nach Christi Geburt entstanden in diesem Gebiet römische Ansiedlungen. Der Rhein war zur Grenze des römischen Reiches geworden und wurde durch befestigte Plätze geschützt. Besondere Bedeutung für den Raum der Gemeinde Kleinenbroich hatte der Stützpunkt Novaesium (Neuss). Von hier aus führte ein dichtes Straßennetz durch die hiesige Gegend. Im Jahre 1879 wurden nahe an der von Büttgen nach Kleinenbroich führenden Straße rörnische Gräber mit Tongefäßen gefunden. Beim Umpflügen der Felder und bei Ausschachtungen waren aber auch gut bearbeitete Steinwerkzeuge entdeckt worden. Daraus ist zu schließen, daß es in dieser Gegend schon vor der römischen Zeit Ansiedlungen gegeben haben muß. Die Zeit der Neubesiedlung durch die Franken liegt etwas im Dunkeln. Seit dem Jahre 1160 war Kleinenbroich als Lehen im Besitz der Familie Randerath und dem Kölner Amt Liedberg als Unterherrschaft zugeteilt. Um das Jahr 1643 geht es mi t Liedberg in den Besitz des berühmten Reitergenerals des Dreißigjährigen Kriegs Jan van Werth über.

Seit dem Jahre 1816 ist Kleinenbroich eine Bürgermeisterei, die anfangs durchweg durch die Landwirt-

schaft geprägt wurde. Die Entwicklung vom Bauerndorf zu einer Wohngemeinde setzte mit dem Bau der Eisenbahnlinie ein, die 1853 ihren Betrieb aufnahm. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm diese Entwieklung durch die Aufnahme von Vertriebenen und durch die stadtnahe Lage zu Düsseldorf, Neuss und Mönchengladbach stürmische Formen an. So stieg die Bevölkerung von 1946 bis 1973 von 3 110 auf 7029. Heute hat der Ort eine Einwohnerzahl von über 9 000 aufzuweisen.

Die Gemeinde Kleinenbroich hat ihre Selbständigkeit bis zum Jahre 1975 erhalten. Am 1. Januar 1975 wurde sie mit den Nachbargemeinden Glehn und Korschenbroich im Zuge der Kommunalen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen zu einer Großgemeinde zusammengeschlossen. Gerade bei solchen Zusammenschlüssen besteht die Gefahr, daß 'Altes' verlorengeht, die Jugend sich von dem Aussehen der Heimat in früherer Zeit kein Bild mehr machen kann. Dieses Büchlein soll helfen, diese Gefahr in etwa zu bannen.

Quellennachweis:

Heimatbuch Kleinenbroich. Unsere Heimat.

Fotos:

Leuchtges, Nonnen, Wermes.

1. Das Bild zeigt die alte Pfarrkirche in Kleinenbroich. Sie lag an der Ecke Neusserstraße/Friedhofsweg (vor Haus Randerath) und war um 1160 von der heiligen Hildegundis erbaut worden. Im Jahre 1584 während des Truchsessischen Kriegs wurde sie zerstört, dann aber unter großen Opfern der Dorfbevölkerung im Jahre 1594 wieder aufgebaut. Sie war dem heiligen Dionysius geweiht. Im Jahre 1873 wurde sie abgebrochen, weil sie nicht mehr für die Pfarrgemeinde ausreichte. Auf der rechten Seite des Bildes sieht man die Giebelseite des im Volksmund mit 'Pußta' bezeichneten Gebäudes.

2. Das Bild stellt die neue Pfarrkirche von Kleinenbroich dar, die am 23. Juli 1872durch den Kölner Erzbischof Paulus Melchers konsekriert wurde. Sie wurde wiederum dem heiligen Dionysius geweiht. Der Bau dieses Gotteshauses war bereits 1845 beschlossen worden ... Man konnte sich jedoch sowohl im Kirchenvorstand als auch im Gemeinderat nicht über den Stadtort einigen. Nach jahrelangem Streit entschieden staatliche Stellen für den jetzigen Standort an der Hochstraße. Danach begann ein Streit über zwei Entwürfe. Nachdem auch dieser Streit geschlichtet war, begarm man am 28. Juni 1868 mit dem Ausheben der Fundamente.

3. Links: Aus der alten Pfarrkirche wurde der mit diesem Bild abgebildete Taufstein übernommen, der die J ahreszahl1636 trägt. Der Deckel des Taufsteins zeigt im oberen Bereich die Figur des heiligen Johannes des Täufers. Er hält in der einen Hand die Siegesfahne, während er mit der anderen Hand das Taufwasser fließen läßt. An der rückwärtigen Wand sind die Mutter Gottes mit ihren Eltern, der heiligen Anna und dem heiligen Joachim als Holzfiguren angebracht.

Rechts: An der Wand der Taufnische ist die Holzfigur des heiligen Joachim angebracht. Der Heilige hält in der rechten Hand eine Lilie, die in der Knospe seine Tochter, die Mutter Gottes mit Ihrem Kind, hervortreten läßt.

4. Das Bild zeigt den Innenraum der neuen Pfarrkirche St. Dionysius vor der Renovierung. Die Bänke im Mittelschiff, Kommunionbank und Kanzel sind zum Teil aus dem Holz der alten Pfarrkirche hergestellt worden.

5. Im Jahre 1917 mußten die drei Glocken der katholischen Pfarrkirche zum Einschmelzen abgeliefert werden. Erst im Jahre 1930 gelang es dem damaligen Pfarrer Thory durch Sammlungen, bei denen er selbst von Haus zu Haus ging, drei neue Glocken anzuschaffen. Das Bild zeigt Kaplan Reiners (links) und Pfarrer Thory mit den neuen Glocken, die am 6. April 1930 geweiht wurden.

6. Das Bild gewährt einen Bliek auf die Vikarie an der Hochstraße. Daneben reihen sich die Häuser Schipperges und Antons (Gaststätte und Bäckerei) an. Im Hmtergrund sieht man den Turm der katholischen Pfarrkirche. Die Hausgrundstücke waren früher in der Regel mit Hecken zur Straße abgegrenzt. Die Vikarie wurde etwa um 1961 von der Pfarrgemeinde an Privatleute verkauft.

7. In der Ortschaft Kleinenbroich sind von Kapellengemeinschaften aus Dankbarkeit für gewährte Hilfen oder wegen sonstiger Anliegen msgesamt vier Kapellen gebaut worden. Hier sehen wir die Kapelle 'Maria-Hilf' an der Liedbergerstraße. Sie wurde im Jahre 1890 erbaut und wird heute noch von einer Kapellengemeinschaft unterhalten. Der Wetterhahn auf der Kapelle stammt von der alten im Jahre 1873 abgebrochenen Pfarrkirche.

8. Auf diesem Bild sieht man das im Volksmund mit 'Pußta' genannte Haus, in dem ursprünglich eine Wirtschaft mit Saal untergebracht war. Das Bier wurde hier selbst gebraut und ausgeschenkt. Später war in diesem Gebäude eine Zeit lang das Bürgermeisteramt untergebracht. Das neben der alten Pfarrkirche gestandene Haus wurde im Jahre 1941 abgebrochen.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2018 Uitgeverij Europese Bibliotheek