Köllerbach in alten Ansichten

Köllerbach in alten Ansichten

Auteur
:   Karl Rug
Gemeente
:   Köllerbach
Provincie
:   Saarland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2376-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Köllerbach in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Die Gemeinde Köllerbach

Sieben uralte Dörfer hat man am 1. April 1933 zu einer Großgemeinde zusammengefaßt. Man gab ihr den neuen Namen Köllerbach, eben des Baches, in dessen breiten Tal die Dörfer liegen. Kirchlicher

Mittelpunkt für einen weiten Sprengel war Kölln mit seiner ehrwürdigen Martinskirche. Dahinter versteekt sich Rittenhofen und droben auf der Höhe liegt Herchenbach, früher Herehenberg geheißen. Hart am ostwärtigen Ufer des Baches liegen die drei Rundtürme der ehemaligen Saarbrückischen Wasserburg Bucherbach. Nahe dabei zieht sich Engelfangen am Hang hinauf. Auf seinem Bann entstand schon 1899 der Aspenschacht und um 1902 wurde der Schacht Victoria III abgeteuft, der seine Förderung zu der großen Grube auf Püttlinger Bann Victoria sandte. Das größte der sieben Dörfer war ehedem Sellerbach und bildete mit dem kleinen Straßen eine Gemeinde. Bei Etzenhofen weitete sich der Bach in alter Zeit zu dem großen herrschaftlichen Weiher, der schon um 1400 die Köllner Mühle betrieb. Nach seiner Treekenlegung im 18. Jahrhundert empfing sie ihr Wasser durch einen langen Mühlengraben. Der Bau der Bahnstrecke Völklingen-Lebach verschüttete ihn und legte nach 1911 die Mühle still.

Vom tiefen Mittelalter her bildeten diese Dörfer mit weiteren andern den Kern des Köllertaler Hofes und zusammen mit dem Heusweiler Hof das Hochgericht Köllertal. Sie waren Alleinbesitz der Grafen von Saarbrücken, von 1381 bis zur französischen Revolution aus dem Haus Nassau-Saarbrücken. Das Köllertal (vallis Coloniae, val de Cologne) als Sammelname für diese Dörfergemeinschaft wird erst im Jahre 1223 zum ersten Mal urkundlich genannt. Um 1400 sind sie alle sicher belegbar. Ihre Gründung ist zu suchen

irgendwann in merowingischer Zeit, also vor Kar! dem Großen.

Haupterwerb der 'Kornkammer der Grafschaft' war der Ackerbau auf Roggen und Hafer. Daneben blühte vor dem Dreißigjährigen Krieg eine starke Wollweberei, so auch besonders in den Dörfern Rittenhofen, Sellerbach und Etzenhofen.

Aussagekräftige Geschichtsquellen liefern die Jahrdinge des Hochgerichtes ab 1428, danach die Jahresrechnungen der Amtmänner der Burg Bucherbach und seit etwa 1580 die Protokolle der Propstei Saarbrücken, so daß wir über die Geschichte der sieben Dörfer recht gut unterrichtet sind.

Im Jahre 1575 nahm die Grafschaft Saarbrücken, und damit auch das Köllertal, die evangelisch-lutherische Konfession an. In der Reunionszeit wurde die Martinskirche durch den Franzosenkönig Ludwig XIV. zum Simultaneum gemacht und dem katholischen Gottesdienst wieder geöffnet. Nach Erbauung der katholischen Kirche wurde das Simultaneum im Jahre 1898 wieder abgelöst,

Das Jahr 1635 brachte dem ganzen Köllertal den Untergang durch den Einbruch der kaiserlichen Armee mit ihren Kroaten und Spaniern. Bei ihrem Rückzug legten sie alle Dörfer in die Asche. Fünfzig Jahre danach, im Jahr der Renovatur 1684, war das Kirchdorf Kölln sowie auch Sellerbach noch ohne Bewohner. Erst nach einhundert Jahren war die Volkszahl von vor 1635 wieder erreicht.

Schon um 1477 werden die Steinkohlengruben von

Rittenhofen genannt. Die Kohle sollte ausschließlich zum Kalkbrennen verwendet werden zur Verbesserung der Felder, nicht zum Hausbrand. Erst unter Fürst Ludwig beginnt um 1770 der staatlich betriebene Bergbau, danach weitergeführt in der napoleonischen und ab 1816 in der preußischen Zeit, in der nach 1860 dann die ersten Tiefschächte abgeteuft werden.

Der im 19. Jahrhundert mächtig anschwellende Bergbau zog große Scharen von Bergleuten ins Land. Auf den Höhen entstanden neue Arbeiterdörfer und auch die alten Talgemeinden wuchsen über die alten Dorfkerne hinaus. Als sich der Schwerpunkt der ehemaligen Bürgermeisterei Sellerbach in die neuen Dörfer um Riegelsberg verschob, woselbst das Rathaus erbaut wurde, regte sich in den Talgemeinden der Wille zur Selbständigkeit. Seit dem 1. April 1948 hatte die Großgemeinde Köllerbach ihre eigenen Bürgermeister. Im Zuge der kommunalen Gebiets- und Verwaltungsreform wurde die Gemeinde Köllerbach mit der neuen Stadt Püttlingen am 1. Januar 1974 zusammengeschlossen.

Für die Mithilfe danke ich: Faust Walter, Engelfangen; Hartenberger Kurt, Etzenhofen; Himbert Lorenz, Engelfangen und Klein Karl, Herchenbach.

Das Dorf Kölln

1. Luftaufnahme aus der Zeit um 1930. Wiewohl Kölln seit dem tiefen Mittelalter der kirchliche Mittelpunkt des Köllertals war, ist es ein kleines Dorf gewesen, Ein Sprüchlein aus den 18. Jahrhundert sagt: Een Kirch, zween Parre, zween Wirte, zween Baure unn zween Hirte. In der linken Bildhälfte zieht der Sprenger Kirchenpfad quer über die Felder zur Martinskirche. Unten zwischen Bahn und Bach der Püttlinger Kirchenpfad. Zwischen den beiden Kirchen am großen Pfarrgarten das alte und neue evangelische Pfarrhaus. Hinter der katholischen Kirehe das Dorf Rittenhofen. Auf der Höhe der ehemals zur Burg Bucherbach gehörende 'Forst'.

2. Der Kern des Dorfes, aufgenommen um 1935 vom Turm der katholischen Kirche, Im Vordergrund das neue evangelische Pfarrhaus, erbaut 1909, dahinter das alte katholische Pfarrhaus von 1752, später als Schwesternstation und Kindergarten benutzt. Rechts gegenüber das Haus des Steigers Erdmenger, erbaut etwa 1850, später Geschäft Gemmel. Am jenseitigen Hang das Dorf Engelfangen mit dem Schacht Victoria III und ganz oben die ältesten Häuser auf der 'Stei',

3. Das erste Kriegerdenkmal auf dem ehemaligen Friedhof um die Martinskirche, enthüllt am 12. November 1934. Entwurf Bildhauer Knapp, Saarbrücken, ausgeführt in Klinker durch Firma Villeroy & Boch, Mettlach. Tafel mit 106 Köllerbacher Namen der im Ersten Weltkrieg gefallenen. Erlaß der Militärregierung des Saarlandes vom 5. November 1947 ... der deutsche Soldat auf dem Denkmal der in Ihrer Gemeinde Gefallenen ist zu vernichtene. Die Figur wurde zerschlagen und das Denkmal in ähnlicher Form, doch nun in Sandstein, wieder errichtet.

4. Der Eingang des Dorfes Kölln, aufgenommen von der Wehrmauer der Burg Bucherbach. Hinter der ehemaligen Köllerbachbrücke die Schreinerei Probst, Unmittelbar hinter dem Bahnübergang das Fachwerkhäuschen des Limonadenverkäufers Julius Walter, vom Volk 'Budenfritz' genannt. Einer seiner Werbeverse: Komm trink und iß, den alten Fritz nicht vergiß! Dahinter eine jahrhundertalte Bauernstelle, 'Alt Lippse Haus'. Ganz links die während des Zweiten Weltkrieges abgerissene evangelische Schule.

5. Eines der ersten Großhäuser auf der linken Bachseite von Kölln am Weg nach Sellerbach, erbaut 1875 durch die Eheleute Wagnermeister Peter Blind und Katharine Luise Kläs, Die Wagnerwerkstatt wurde später betrieben durch Wilhelm Bartz aus Trarbach und zuletzt durch den Enkel des Erbauers Erich Blind, im Bild als noch Jugendlicher vor seiner im Fenster liegenden älteren Schwester Martha. Daneben die Nachbarin Emma Ackermann.

Die Martinskirche

6. Die Martinskirche um 1895. Im Vordergrund der katholische Teil des alten Friedhofes mit den vielen Holzkreuzen. Der Turm zeigt noch das Zifferblatt einer sehr altertümlichen Uhre, die mit einem Zeiger nur die Stunden anzeigte. Über dem Portal ist noch ein spätgotisches Maßwerk erkennbar, daß später abgehauen und allein nach dieser Aufnahme im Jahre 1960 wiederhergestellt wurde.

7. Innenansicht der Kirche zur Zeit des Simultaneums. Ein Verschlag hinten im Chor diente dem Pastor zur Sakristei, daneben rechts der Beichtstuhl, davor mit weißer Decke der katholische Altar mit zwei Heiligenfiguren, davor eine Chorschranke. Schon im Schiff .steht der evangelische Altar mit aufgeschlagener Bibel. Links die Kanzel, rechts der Taufstein, dahinter an der Wand lehnend, eine lange Stange mit dem Klingelbeutel. Ein Teil der Kirchenbänke rechts zeigt noch die alten Wangen aus dem 18. Jahrhundert mit schönem Schuitzwerk.

8. Federzeichnung des Künstlers Marks aus Hausen, Hunsrück, aus dem Jahre 1929. Der Auftraggeber Karl Rupp, Völklingen, war ein Nachkomme des Pfarrers Joh. Friedrich Rupp, in Kölln 1760-1807. Die Zeichnung zeigt noch das später aufgegebene Seitenpförtehen.

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