Köngen in alten Ansichten

Köngen in alten Ansichten

Auteur
:   Siegfried Sonn
Gemeente
:   Köngen
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1740-1
Pagina's
:   88
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Köngen in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

.Grll)~ allS ~ongen.

10. Diese Ansichtskarte um die Zeit von 1905 zeigt den Bliek auf Köngen vom Bahndamm bei Wendlingen aus. Zwischen Kirche und Schulhaus sieht man die Häuser vom Kiesweg, während die Häuser links vom Schulhaus zum oberen Teil der heutigen Hohestraße gehören. Die Kalkbelagstraße nach Plochingen führt vor den drei Häusern darunter vorbei. Der unbebaute Raum zwischen all dem sind Felder des Schloßgutes, Spater wurde in dem hier mit Bäumen bewachsenen Stück rechts unten, wo in früheren Zeiten das Wolfgang-von-Gutthäter'sche Schlößchen stand, von der Firma Hassia, Kassel, die 'Gasfabrik' gebaut. Die Wirtschaft 'zur Au' (unten), heute das Hotel 'Neckartal', war das Drtsende von Köngen in Richtung Brücke/Bahnhof.

11. Diese damals vielgekaufte Postkarte aus dem Jahre 1909 zeigt nochmals den Bliek vom Bahndamm bei WendIingen auf Köngen. Die einstilisierte Lokomotive dampft munter in Richtung zum Bahnhof Unterboihingen. Aufnahmestandpunkt ist eine Stelle etwas oberhalb der damaligen Lautermündung in den Neckar. Der Weg über den das Bild beherrschenden Fußgängersteg, der 1945 dem Krieg zum Opfer fiel, führte durch die Obstgrundstücke beim Wasen und zwischen den 'Gassewiesle' in den unteren Ortsteil. Zwischen Kirche/Schulhaus und Ziegelberg (Kirchheimer Straße) war damals noch wenig gebaut. Auch zwischen dem Neekar und der Plochinger Straße gab es fast nur Obstfelder, Dies änderte sich erst, als dann im ersten Drittel zwischen der 'Gerrnania' und dem Neekar 1912 die Gasfabrik erbaut wurde.

Gruss aus Kängen

12. Auf dieser gezeichneten Karte steht oben die Peter- und Paulskirche im beherrschenden Mittelpunkt. Links von ihr das Schulhaus, rechts, neben dem Pfarrhaus, der 'Bierkeller', so benannt, weil der Berg unter dem Haus unterkellert ist und der Köngener Brauerei Gunzenhauser als Bierkeller diente. Unter Kirche und Schulhaus ist das Gasthaus 'zur Germania' zu erkennen. Das Haus ganz links unten, an der Plochinger Straße, war die 'Ziegelhütte', Über der Darstellung der Schlacht auf der Köngener Brücke (rechts unten), einer Sage aus dem Roman 'Lichtenstein' von Wilhelm Hauff, ist noch der Neekar mit einem Ruderer zu sehen. Das Straßenbild links unten zeigt ein Stück Kiesweg. Das Haus rechts, in dem Karl Sonn eine Buchdruckerei, Buchbinderei und ein Papierwarengeschaft betrieb, ist der heutige Massagesalon Riedel. Unten quer, das Eckhaus zur Hussengasse, ist das 'Sattler FallscheereHaus'.

Köngen.

13. So war es einst um 1910. Kirche, Schule, Pfarrhaus einsam auf der Anhöhe. Unterhalb der große Pfarrgarten, darunter der Friedhof, dessen Mauer noch sichtbar ist. Auf der Straße nach Plochingen verkehrten Kuh- und Pferdefuhrwerke, bei Beerdigungen, anders als der spätere Autoverkehr, wenig störend. Durch die 'Mühlwiesen' zog sich ein Bach, an den Ufern mit Felben (Weiden) bestanden. Über den Fußweg, vorne an der Straße, am Flaige-Brünnele vorbei, ging es zur Otto'schen Fabrik oder auf den Bahnhof Unterboihingen. Vorne rechts ist die Hirschgarten-Mauer, an der entlang die Abzweigung des Weges zur 'Germania', und über die Plochinger Straße hinweg, ins Unterdorf oder die 'Bärengasse' führte. Bemerkenswert ist noch der deutlich sichtbare Kot der Störche auf dem Kirchendach über dem Chor.

14. Hier ein Bliek ins Unterdorf im Jahre 1908. Der 'Strudel', ein Bach mit Quelle im Schloßgut, floß am Haus Wolfsdörder/Hägele und der Friedhofsmauer entlang noch effen, eine beliebte Stelle für Kinderplätschereien. Im Friedhof sieht man den alten Geräteschuppen und weiter links, außerhalb der Mauer, das Waschhäusle des Pfarrhauses. Dazwischen das Haus des Ado1f Rieg und dariiber thronend den 'Bierkeller'. In der Unterdorfstraße halten gerade zwei Holzfuhrwerke und weiter hinauf ragt der 'Königsbau' in die Straße herein. Ihm gegenüber steht die Ölmühle und zwischen beiden Gebäuden sieht man das Benze-Wägners-Haus. Das Haus mit den beiden Schildern (vor dem Königsbau) gehörte zur Gärtnerei Knecht, wo außerdem noch die Buchbinderei mit Schreibwarengeschäft des Josef Sonn untergebracht war.

15. Hier noch ein Bliek in die Unterdorfstraße im Jahre 1909. Auf der Straßenoberfläche gab es stets viel Dreck oder bei Trockenheit Staub. Die Firmenschilder an dem Haus rechts künden davon, daß dort die Gärtnerei Karl Knecht und die Buchbinderei Josef Sonn zu finden waren. Zwischen dem 'Königsbau' und dem Geschäftshaus am 'Plappertbrunnen' werden gerade Kühe, die vor den Jauchefaßwagen (Lachafaß-) gespannt sind, mit dem kiaren Quellwasser aus dem metallenen Brunnentrog getränkt, Das Haus links, mit dem Vordächle, war einst die Köngener Ölmühle und im Hintergrund sieht man das 'Benze-Wägners-Haus'. Der 'Strudel', der Bach der vom Schloß aus die Ober- und Unterdorfstraße entlang herunterfließt, war damals bis etwas weiter unten, als hier sichtbar, schon verdohlt.

16. Das Haus Unterdorfstraße 51 im Jahre 1908. Es gehörte Kar! Knecht, einem rührigen Mann mit fünf Söhnen. Er hatte eine Handelsgärtnerei mit Samenhandlung, war gleichzeitig Köngener Briefträger (hier im Hauseingang in Briefträgeruniform) und hatte noch die Agenturen der damaligen Württemberger Zeitung und der Aachen-Leipziger Versicherung. Von seinen Söhnen wanderten später zwei nach Amerika aus, wo sie sich gut etablierten. Die anderen drei blieben in Köngen, gründeten da ihre Familien, wurden besonders geachtete Bürger und waren in ihren Berufen erfolgreich. Im Hause Knecht gründete der Buchbindermeister Josef Sonn 1908 eine Buchbinderei mit Schreibwarengeschäft. Nachdem er 1910 sein Wohn- und Geschäftshaus bei der Schule in der Friedrichstraße erbaut hatte, heiratete er und eröffnete dort neben der Buchbinderei ein Gemischtwarengeschäft und ein Fotoatelier sowie eine kleine Buchdruckerei.

't'

'/

17. Ein Bliek in die Go1terstraße um 1910 mit dem Gasthaus 'zum Löwen' von Adolf Stolz. Rechts am Gebäude, hinter den Kastanien, war der Eingang zur Metzgerei. An den 'Löwen' waren noch zwei kleine Häuser angebaut. Vor ihnen steht die alte Dorfschmiede, in der an der Decke ein riesiger Blasebalg angebracht war. Durch Betätigung erzeugte er die nötige Anblasluft für das Schmiedefeuer. Nach der Schmiede ist das Freihaus zu sehen und als querstehendes Gebäude die Flaschnerei Benz (mit Schaufenster). An den Brunnen arn 'Löwen' und den am Rathaus mit zwei steinernen Trögen wurde morgens und abends das Vieh aus den umgebenden Höfen zum Tränken geführt, wobei es oft bunt zuging. Autoverkehr störte damals noch nicht, so daß sich auch Hühner, Gänse und Enten auf der Goltergasse ungestört herumtreiben konnten.

18. Noch ein Bliek in die Go1terstraße (Goltergasse) um etwa 1910. Der Wagen rechts im Vordergrund ist vor dem 'Löwen' abgestellt. An dem munter plätschernden 'Löwen-Brunnen' spielen zwei Kinder. Dahinter ist die Dorfschmiede mit ihrem innen an der Decke aufgehängten, lederbezogenen, riesigen Blasebalg. Über der Schmiede ist das 'Freihaus' zu sehen. Hinter dem Vordach ragt das Gebäude der Flaschnerei Benz hervor. Zwei kleine Schaufenster sind sichtbar. Am linken Bildrand sieht man das Gasthaus 'zum Lamm'. Beide Gasthäuser mit Metzgerei, sowohl der 'Löwen', als auch das 'Lamrn', hatten wunderschöne schmiedeeiserne, weit herausragende Wirtshausschilder. Im folgenden Haus war die Bäckerei Eisele (heute Zaiser).

19. Eines der bekarmtesten Häuser im alten Köngen war dieses Ladengeschäft, das 'Akzisers Haus', an der Ecke Hirschstraße{Unterdorfstraße. Andreas Flaig hatte es sanierungsbedürftig vom 'Strobelbäck' gekauft. Er war seit 1873 Akziser (Steuereinzieher der Gemeinde). 1886 baute er es zu einem 'Spezereilädle' um. Da die Anforderungen immer größer wurden, kaufte der Akziser das anschließende Haus dazu und baute dort eine Erweiterung des Ladens ein. Es kamen Haushaltswaren, Kurzwaren und zuletzt auch noch Eisenwaren ins Sortiment. Ab 1906 wurde Sohn Julius mit ins Geschäft genommen und er löste spater den Vater als Inhaber ab. Andreas Flaig, der Akziser, war ein äußerst angesehener Mann. Über fünfzig Jahre war er Gerneinderat, Im Jahre 1931 kaufte der Kaufmann Christian Saur das Haus und verlegte sein Geschäft vorn Hof in der Schubrechtstraße an diese günstige Ecke. Heute steht an dieser Stelle das moderne Kaufhaus Saur.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Algemene voorwaarden | Algemene verkoopvoorwaarden | © 2009 - 2021 Uitgeverij Europese Bibliotheek