Köngen in alten Ansichten

Köngen in alten Ansichten

Auteur
:   Siegfried Sonn
Gemeente
:   Köngen
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1740-1
Pagina's
:   88
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Köngen in alten Ansichten'

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20. Dieses malerische Bild von 1907 läßt etwas von der damaligen beschaulichen Atmosphäre ahnen. Es zeigt das Gasthaus 'zum Schwanen' mit seiner Umgebung. Das schöne Wirtshausschild ist nur von vorne zu sehen. Links neben der Vorgartenmauer steht eine zweisitzige, überdachte Droschke, darunter in der Unterdorfstraße ein Planenwagen. Im Vordergrund gruppiert, in der Mitte eine Kuh mit Kalb, verschiedene Personen und ein Hund. Neben den Kindern wird ein Weinfaß über die Straße gerollt. Rechts im Hof, über der Straßenmauer, wehrt sich ein Bulle, von einem Hund verbellt, vor dem Führen ins Schlachthäusle. In dem Gebäude rechts hinter dem Planenfuhrwerk hatte der Uhrmacher Schwendinger sein Geschäft. Das Gasthaus gehörte damals der Familie Wilhelm Flaig. Frau Katharina Flaig bewirtschaftete es später als Witwe weiter, bis es 1937 Karl Benz übernahm, der es 1955/1956 umbaute und ihm das heutige Gesicht gab.

21. Das letzte Haus von Köngen auf dem Weg über die Ulrichsbrücke nach Unterboihingen war 1906 die Restauration 'zur Au' von Johannes Lorch, heute Hotel 'Neckartal'. Sie führte ihren Namen zu Recht, denn an sie anschließend lagen feuchte Auwiesen. Die Otto'sche Weberei zwischen der 'Au' und der Brücke wurde erst später gebaut. In Richtung Neckar, am Haus entlang, floß ein Bach, der aus den Wörthwiesen (heute 'Wert-') kam. Der Pumpbrunnen vor dem Haus hatte zu dieser Zeit schon seine Wichtigkeit verloren, weil kurz zuvor in Köngen die Wasserleitungen eingerichtet worden waren. Das bevorzugte Kleintransportmittel, das Leiterwägele, war fast injedem Haus zu finden, wie heute Autos. In seinem Elternhaus, der 'Au', hatte sich Sohn Eugen eine Werkstatt für Kraftfahrzeuge eingerichtet. Sie ist der Anfang des heutigen Autohauses Lorch. Auch der Gründer des Transportunternehmens Ernst Lorch war ein Sohn aus diesem Hause.

22. So vernünftig und gelungen die Begradigung des Anfangs der Oberen Neuen Straße vom 'Ochsen' bis zum Schloßeingang auch ist, sie hat Köngen etwas weggenommen, die Charakteristik des alten 'Adlerbuckels'. Verschwunden ist der 'Adlerbrunnen' neben der Schloßeinfahrt an der Schloßmauer unter dem großen Kastanienbaum. Der Brunnen hatte zwei steinerne Tröge, wobei das Wasser von einem in den anderen Trog überflaß. Der 'Adlerbuckel' war steiler und machte einen leichten Bogen. Das Anwesen Ernst Maier war einst das stolze Gasthaus 'zurn Adler', von dem der Buckel den Namen hatte und das dem Gastwirt und Metzger Wilhelm Klein gehörte. Nach dessen Tode 1914 führte es seine Frau mit den Kindern weiter. 1919 heiratete August Heilemann eine Tochter des Hauses, Er war 'Adlerwirt' bis 1955 und siebzehn Jahre lang Kommandant der Köngener Feuerwehr. Im Bild: Der 'Adler' um 1905. Auf der Treppe mit der weißen Schürze Adlerwirt Wilhelm Klein mit Angehörigen.

KÖNGEN. Gastha1tS zum Hirsch 'l'on August Wisst.

23. Der obere Kiesweg im Jahre 1908. Das letzte Haus ist das Bauernhaus des Karl Bahner. In der Lücke zwischen diesem und dem nächsten Gebäude baute später der Malermeister Friedrich Pfeiffer sein künstlerisch bemaltes Wohn- und Geschäftshaus, in dem er seine Malerwerkstätte betrieb. Das nächste Haus, an dem gerade Dachrinnen lehnen, war die Flaschnerei Fritz Deuschle, an der, seitlich entlang, ein Fußweg in die Schubrechtstraße und in Richtung Rathaus führte, Das Gasthaus 'zum Hirsch' stand gegenüber der heutigen Eintracht-Halle und dem Anfang der Köngener Bank. An ihm prangte ein wunderschönes, schmiedeeisernes Wirtshausschild. Der Festsaal befand sich im ersten Stock. Vor seinem 'Hirsch' posiert hier der Hirschwirt August Wisst und hinter dem damals modernen, in Köngen selten gesehenen Auto steht der Flaschner Fritz Deuschle, der 'alte Flaschner's Fritz'.

24. Das Gasthaus 'zum Lamm' stand einst in der Golterstraße, zwei Häuser außerhalb des Rathauses. Es wurde 1912 von Kar! Fallscheer, der im selben Jahr geheiratet hatte, übernommen. Da für Festlichkeiten ein Saal vonnöten war, baute er sich diesen im oberen Teil des Hauses ein. Gleichzeitig betrieb er eine Metzgerei, was damals dazugehörte. Nach dem Tode von Herrn Fallscheer führte die Witwe das Haus bis 1943 weiter, gab dann jedoch auf, als ihr Sohn im Kriege gefallen war. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm es noch ein Pächter, der aber 1950 wieder wegzog. Der Elektromeister Ernst Klein, der im Hause gegenüber sein Geschäft hatte, erwarb das Anwesen später und baute es urn, Die letzte Vollendung zu seinem heutigen Aussehen gab ihm Kleins Schwiegersohn, der Elektromeister Erwin Erhardt, der heute sein Geschäft darin betreibt. Das Bild stammt etwa aus dem Jahre 1920.

25. Das Gebäude Kiesweg 12, schräg gegenüber dem 'Hirsch', auf dessen Fläche heute die Köngener Bank steht, war eines der typischen Bauernhäuser unserer Gegend. Die Wohnräume wurden über dem Stall gebaut, wegen der Wärme im Winter. Die Scheune war rechts vom Eingang, so daß man mit dem Futter stets entweder vor dem Haus oder innen durch den Treppenvorraum mußte, stets umständlich. Dafür hatte man in der Scheune bis an die Dachziegel Platz zur Unterbringung von Heu, Öhmd und Stroh. Die Aufnahme stammt etwa von 1928. Das Haus gehörte damals der Familie Kar! Spolm. Hier sehen wir gerade die Tochter Elise Spohn, die von ihrem Vetter, der mit seinem Motorrad von Deizisau herübergekommen war, Besuch erhalten hatte. Das Haus wurde später von dem Sohn des 'alten Flaschners Fritz', auch Fritz Deuschle, erworben, der sich im Stall seine Flaschnerwerkstatt einrichtete. Sie ist heute, in der Zehntscheuer untergebracht, die Flaschnerei Willy Köble.

26. Wer weiß noch, daß es in Köngen einst sechzehn Geschäfte gab, die Lebensmittel führten? Nur ganz wenige sind von damals übriggeblieben oder bestehen mit anderem Sortiment oder in anderen Händen weiter. Ich will hier nur ein paar in Erinnerung rufen. In der Golterstraße 48 (heute SportMaier) hatte Adolf Wisst eine Bäckerei rnit einem Kolonialwarengeschäft. Weiter innen, Ecke Tiefestraße, war die Bäckerei Robert Klein, die auch Lebensmittel führte. Im Freihaus erreichte man über eine Treppe das 'Lädchen' von David Deuschle, Lädles-David genannt. Auf engstem Raum wurde einem hier neben Lebensmitteln so manches hübsche dargeboten. Und dann gab es noch in der Unteren Neuen Gasse NI. 2 die 'Spezereihandlung & Cigarren von Jakob Roth'. Das Haus (neben dem H + G-Markt der Köngener Bank) war ansonsten ein Bauernhaus, in dem sich auch der kleine Laden befand. Jakob Roth betneb mit den Kindern die Landwirtschaft. Seine Frau, 'd'Rothe', den Laden. Im Bild das Haus 1912, mit der Familie Roth.

27. In diesem Hause gründete 1905 Christian Saur sein Geschäft, den 'Kronen-Laden'. Geführt wurden Kolonialwaren (Lebensmittel), Glas- und Porzellanwaren, Kurzwaren, Aussteuerartikel, Textilien und anderes mehr. Das Schild über der Ladentür weist aus, daß es damals schon ein 'Kaiser's Kaffee-Geschaft' war. Das Haus lag in der heute verschwundenen Schubrechtstraße, einer Stichstraße, die gegenüber dem Rathaus in Richtung Kiesweg begann, aber im letzten Stück nur als Fußweg, zwischen Gärten hindurch, zum Kiesweg weiterführte, Auf diesen kam man am FlaschnerDeuschle's Haus entlang, oberhalb dem Gasthaus 'zum Hirsch' heraus.

28. Da der Kaufmann Christian Saur ein sehr rühriger Mann war und der Platz in seinem Geschäft hinten und vorne nicht mehr ausreichte, entschloß er sich 1913 seinen 'Kronen-Laden' in der Schubrechtstraße durch cinen stattlichen Anbau zu erweitern. Nach Fertigstellung wurde das gesamte Haus neu verputzt und, der damaligen Zeit entsprechend, mit Aufschriften versehen. Nach dem Ersten Weltkrieg ging Herr Saur auch auf Reisen und verkaufte vor allem seine Aussteuersachen weit herum, verwiegend aber in vielen Albdörfern, wo er wegen seiner Qualitätswaren sehr beliebt war. Für die Reisetätigkeit war ein Auto vonnöten, und so wurde 1924 der hier abgebildete Citroen gekauft. Auf dem Bild steht Frau Saur an der Tür und der Sohn Eugen sitzt stolz hinter dem Steuer. Im Bildhintergrund sieht man die Rathausscheuer und links das Haus (mit der Treppe), in dem Gottfried Föll als Schneider und Friseur tätig war.

29. Dies ist das Haus Plochinger Straße 9 im Jahre 1908. Rechts vorbei führt der steile Anstieg, an der Friedhofsmauer entlang, zur Kirche. Das Bauernhaus gehörte Joseph Flaig mit Ehefrau Luise, geborene Roth. Sie hatten sieben Kinder. Der älteste Sohn, Dr. Joseph Flaig, studierte Theologie, Sohn Julius erlernte den damals noch begehrten Beruf des Wagners, Sohn Johannes (vor dem Scheunentor) wurde Bauer, und Sohn Friedrich (mit dem Fahrrad) hatte als Bäckermeister später eine gutgehende Bäckerei in Stuttgart. Der jüngste Sohn, Ernst, übernahm als Bauer das elterliche Anwesen. Die Tochter Christiane (Nanele) - in der Bildmitte mit dem Korb - heiratete den Buchbindermeister Josef Sonn. Sie betrieben neben der Buchbinderei ein Gemischtwarengeschäft. Die jüngste Tochter Luise Flaig wurde Putzmacherin und stattete viele Bräute und Hochzeiten mit Schleier und Kränzchen aus.

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