Köngen in alten Ansichten

Köngen in alten Ansichten

Auteur
:   Siegfried Sonn
Gemeente
:   Köngen
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1740-1
Pagina's
:   88
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Köngen in alten Ansichten'

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30. Die Köngener Peter- und Paulskirche im Jahre 1910. Auf dem Kirchendach befindet sich noch das Storchennest, das von einem Storehenpaar bewohnt war und der Treppenaufgang zur Empore ist noch nicht überdacht. Es bestand auch noch keine Baumanpflanzung neben dem Schiff. Rechts, nach der Miste von (damals) Schuhmacher Maiers Haus, lagen die Schulgärten der Lehrer und im Kandel, den Kiesweg herab, floß noch ab und zu von den Ställen oder 'Lachengruben' übergelaufene Jauche. Die Kirche selbst, erbaut 1501-1512, mit dem Turmbau 1722-1724 vollends fertiggeworden, ist ein Kleinod unter den Dorfkirchen Süddeutschlands. Die schöne Bemalung der Holzdecke im Schiff und das herrliche Chorgewölbe sowie der geschnitzte Seitenaltar, die Kreuzigungsgruppe und viele andere wertvolle Stücke zieren das Innere. Die damalige Seitenernpore wurde bei der gelungenen ersten Renovierung, bald nach dem Zweiten Weltkrieg, abgebrochen.

31. Im Jahre 1911 baute der Schwäbische Albverein einen der Ecktürme des einstigen zweiundzwanzig-türrnigen Römerkastells 'Grinario' wieder auf. Schon 1885 hatte Generalmajor von Kallee nach der Freilegung der gut erhaltenen Fundamente des Südturmes den Plan eines Wiederaufbaus erwogen. Nach einem Spendenaufruf wurde mit den eingegangenen Mitteln 1886/1887 die Mauerecke bis Fußbodenhöhe aufgebaut. 1901 erhielt der Schwäbische Albverein das Grundstück mit der Bestimmung, das Baudenkmal in guten Stand zu halten und, wenn möglich, weiter auszubauen. Nach ergänzenden Grabungen wurde ein Plan gefertigt und als die Mittel beieinander waren, 1911 der Bau ausgeführt. Neben all den anderen Beteiligten sei hier besonders der Köngener Lehrer und spätere langjährige Rektor Johannes Kuder als unerrnüdlicher Mentor genannt. Das Bild wurde kurz vor der völligen Fertigstellung aufgenommen.

32. Direkt nachdem der südliche Eekturm des Römerkastells 1911 wiederaufgebaut war, sah der Innenhof noch so kahl und leer aus. Nach und nach wurde die Ausgestaltung vorgenommen, wuchs das eingesäte Gras und wurden die Bäume gesetzt. Erst viel später kam die Einzäunung des Areals durch eine Buchenhecke. Im Inneren des Turmes wurde ein kleines Museum mit Fundstücken und Duplikaten der nach Stuttgart ins Landesmuseum gegangenen wertvollen Gegenstände eingerichtet. Mit dem Turm hat Köngen an dieser einst das Tal beherrschenden Stelle einen Aussichtspunkt erhalten, der einen weiten Einblick in die Neckar- und Voralblandschaft bis zum Albtrauf gewährt. Bald wurde Köngen bevorzugtes Ausflugsziel, vor allem vieler Schulklassen. Rektor Johannes Kuder machte die Führungen und betreute den Turm mit viel Hingebung von 1911 bis 1938.

33. Oben: So sah die von dem berühmten Baumeister Schickardt erbaute Köngener Brücke ursprünglich aus. Hinter ihr ist der Bahnhof Unterboihingen. Dahinter waren nur Felder. Links, über dem Gasthaus 'zum Schwanen', ist die alte Kapelle 'im Hirnholz' zu sehen, hinter der rechten Brückenauffahrt das Unterboihinger Schloß der Freiherren von Thumb und Neuburg.

Unten: Die Kalkbelagstraße von Köngen her führte nach einer scharfen Linkskurve direkt auf die Brückenauffahrt. Diese war so steil, daß für schwerbeladene Pfcrdefuhrwerke im 'Schwanen' von Unterboihingen, hier im Hintergrund der Auffahrt sichtbar, davor die Stallungen, Vorspann geholt werden mußte. Nach der geglückten Brückenüberfahrt wurde dann im 'Schwanen' ein kräftiges Vesper genossen. (Postkarte von 1908.)

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34. Dieser Bliek von Bahndamm bei Wendlingen zeigt dem Beschauer das Köngen von etwa 1920. Beherrschend in der Mitte die Peter- und Paulskirche mit (links) Schulhaus und (rechts) Pfarrhaus. Darunter an der noch sichtbaren Plochinger Straße der Friedhof. Rechts (mehr im Vordergrund) die Köngener Gasfabrik mit dem schwarzen Gaskessel Weiter rechts davon die 'Germania'. Am linken Rand am Ende der Kirchheimer Straße (Ziegelberg) ist gerade noch die alte Apotheke sichtbar, vor der der Fußweg über die Mühlwiesen in den Mühlehof führte. Vor der Mühle ist der Otto'sche Steg über den Neckar, der als Fußweg für die Beschäftigten der Firma Heinrich Otto & Söhne und als Weg zum Bahnhof Unterboihingen täglich viel begangen wurde. Links oben sind noch die Tannen sichtbar, die im Wirtschaftsgarten des Gasthauses 'zur Linde' auf der linken Seite der Straße, standen.

35. Im Jahre 1912 wurde von der Firma Hassia in Kassel (damals Cassel) im Hirschgarten ein Gaswerk gebaut, etwa in der Gegend des heutigen Znaimer Wegs. Der Eingang zum Werk war in der Mühlstraße. Rechts vom Eingang stand das Verwaltungshaus mit Büro und Wohnung des 'Gasmeisters' Quattlender (heute Mühlstraße 10). In dem großen Gebäude mit der Aufschrift wurde in der Brennkammer die Kohle verkokt, wobei Gas und Teer entstand. An der jeweiligen Höhe des Gaskessels konnte man sehen, wieviel Gas er gerade enthielt. In dem dahinter sichtbaren Turm wurde der Teer gesammelt. Wenn Abstichzeit war, sah man dies von weither. Der aus der Brennkammer gestoßene glühende Koks wurde mit Wasser aus Schläuchen abgelöscht, wobei eine riesige Dampfwolke entstand, die oben aus den Abzugsschächten des Gebäudes herauszischte, Dieses Bild wurde von den Mühlwiesen aus aufgenommen. Im Vordergrund ist noch ein Stück Hirschgartenmauer sichtbar.

36. Diese Ansicht zeigte sich dem Beschauer 1905, wenn er auf dem Fußweg von der Otto'schen Fabrik auf Köngen zu ging. Uber den Gittersteg überquerte er den Neekar und befand sich dann im Mühlehof. Dahinter konnte er den Fußweg durch die Mühlwiesen entweder nach links, an die Apotheke (dahinter das Wörze-Haus) wählen, oder am Flaige-Brünnele vorbei den Kirchberg hinauf, oder an der Hirschgartenmauer entlang nach rechts zur 'Germania' und den Beginn der Unterdorfstraße bei der Bäckerei Fallscheer (Flaig-Mauz), Zwischen dem Mühlehof und der Plochinger Straße waren nur saftige, am durchquerenden Bach mit Felben (Weiden) bestandene Wiesen. Die beiden Gebäude der Ziegelhütte an der Plochinger Straße sind hier etwas durch am Neckarufer stehende Bäume verdeckt. Das Kirchendach über dem Chor ist weiß beschmutzt vom Kot der Störche, deren Nest über der Spitze des Chores war. Sie fanden damals noch reichlich Nahrung auf den nassen Wertwiesen.

37. Dieses Bild von 1910 zeigt deutlich, wie der Mühlehof damals noch eine Enklave für sich war. Von rechts unten führt der Fußweg von der Apotheke quer durch die Mühlwiesen direkt zum Mühlehof. Links die Mühlewirtschaft mit ihrer Kegelbahn, in der sich Buben für das Wiederaufstellen der Kegel ein kleines Taschengeld verdienen konnten. An die Wirtschaft anschließend das Gebäude Wißt (MühleHeiners). Hinter dem Gebäude Rieg ist die Fortsetzung des Fußwegs zur Fabrik und zum Bahnhof sichtbar. Noch hemmt kein Kesselhaus mit hohem Schornstein und kein Verwaltungsgebäude den Bliek nach Unterboihingen und zur Kapelle im Hirnholz. Weiter rechts ist der 'Schwanen' sichtbar und rechts davon der damalige Bahnhof Unterboihingen.

38. Wenn man an den heutigen Zustand des Neckars denkt, dann klingt es fast wie eine Sage: Es war einmaL. Und doch stimmt es. Der Neekar hat mit seinem Fischreichtum mit zur Ernährung der Köngener beigetragen. Die beiden Fischer Haspel und die beiden Brüder Maier (der Fischer-Philipp und der Fischer-Fritz genannt) zogen aus dem Neekar wohlschmeckende Weißfische, Barben, Schleien, Rotaugen, Schuppen- und Lederkarpfen, Hechte, Aale und sogar Forellen, die in dem damals noch klaren Wasser gut gediehen. Von einem Fischerkahn warfen sie ihr großes Netz und die Aale fingen sie in Reusen. Unser Bild von 1908 zeigt einen Fischerkahn oberhalb der damals noch vierbogigen HerzogUlrich-Brücke und den Bliek auf das Köngen nach der Jahrhundertwende.

39. Dies war 1913 der Ausblick von Haus Sonn, Friedrichstraße 5. Im Vordergrund die gemeindeeigenen, obstbaumbestandenen Schulwiesen. Zwischen den Bäumen ist noch das Dach des Bienenhauses eines Lehrers zu sehen, Das große Dach gehört zur Ziegelhütte. An der Kurve der Straße von Plochingen nach Wendlingen ist die Apotheke gut sichtbar. Geradeaus, von Plochingen her, ging die Straße damals noch nicht weiter. Dort war nur ein Feldweg zu den Farrenwiesen (heute von der Firma Ehmann überbaut). An der Kurve zur Brückenauffahrt war nach rechts die Abzweigung nach Unterensingen. Vom Aufnahmestandpunkt des Bildes aus konnte man über die Mühlwiesen und den Neekar mit dern Wehr hinweg das ganze Panorama genießen. Am Neekar standen noch keine Bäume und die Verwaltungsgebäude der Firma Otto hemmten noch nicht den Bliek, der über Unterboihingen, mit dem 'Schwanen' und Bahnhof, hinweg bis zur Schwäbischen Alb reichte.

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