Königsbrück in alten Ansichten Band 1

Königsbrück in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Irene Kubasch
Gemeente
:   Königsbrück
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5494-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Königsbrück in alten Ansichten Band 1'

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9. Im Schutze des Schlosses erhielt auf dem gleichen Talsporn die Kirche ihren Platz. Die jetzige evangelische Kirche wurde 1689 geweiht, der Turm jedoch erst 1719 vollendet. Seine barocke, achteckige Haube mit Laterne grüßt weithin ins Land. Das linke Gebäude war das alte Pfarrhaus, das 1881 verkauft wurde. Im rechten Gebäude befindet sich jetzt das Pfarramt. Es wurde 1710 als Knabenschule erbaut.

10. Gustav Adolf Michael, 1871 geboren, lernte Schuhmacher und arbeitete später bei der HeeresstandortverwaJtung. Er hat sich um die Heimatgeschichte der Stadt bleibende und unschätzbare Verdienste erworben. Um seine spärlichen Einkünfte durch sein Hobby nicht zu schmälern, lief er zu Fuß nach Dresden und arbeitete im Hauptstaatsarchiv . Seine Forschungsergebnisse hat er in ungezählten Zeitungsartikeln und in einer Chronik hinterlassen.

11. Auf dem riesigen Marktplatz standen über Jahrhunderte täglich Reisewagen, denn die Stadt war Etappenort und Rastplatz der sich hier kreuzenden großen Verkehrswege. In der Mitte ist der Röhrtrog zu sehen, der zur Wasserversorgung der Anlieger diente. Das Rathaus und das ganze Geviert brannten 1847 ab. Es wurde sofort wieder aufgebaut und mit dem sandsteinernen Turm versehen. Im Erdgeschoß war der Ratskeller als repräsentative Restauration untergebracht. Neben den Amtsstuben befand sich hier auch die 1818 vom Grafen Hohenthai begründete erste Sparkasse Sachsens. Diese Aufnahme entstand vor 1906.

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12. Die früher zur Standesherrschaft gehörende Gerichtsbarkeit wurde 1853 an das königlichsächsische Gerichtsamt abgegeben. Zum Bau des Amtsgerichtes wurden 1851 an der Südseite des Marktes drei sehr alte Häuser abgerissen. Im zweiten Obergeschoß sind die Gefängniszellen zu erkennen. Der angrenzende ehemalige Gasthof 'Zum Schwan' wurde 1864 zum Gerichtssaal und als Wohnhaus des Amtsrichters umgebaut.

13. Ein harmonisches, anheimelndes Bild bietet die Ostseite des Marktes mit den gleichmäßigen Mansardenwalmdächern. Der Gasthof 'Zum schwarzen Adler' mit seinem großen Saal schließt den Markt zur Königsstraße ab. Daneben befindet sich die Apotheke. Während Gewerke öfter die Häuser wechselten, ist sie seit 1690 im gleichen Gebäude untergebracht. Dieses Foto entstand kurz nach 1900.

14. Zu den Persönlichkeiten der Stadt gehörte Apotheker Friedrich Wilhelm Fürchtegott Ermel. Er kaufte 1904 die altehrwürdige privilegierte Apotheke und leitete sie 48 Jahre. Über zwei Kriege und die schwere Inflationszeit hinweg versorgte er über zwanzig Ortschaften und die zur Garnison gehörenden medizinischen Einrichtungen mit Medikamenten und Verbandstoffen. Durch seine unermüdliche Fürsorge hat er ungezählten Menschen geholfen.

15. Vom Kirchenvorplatz aus gewährt die Schloßstraße und frühere Kirchgasse, einen freien Bliek zum Markt. Die vom Markt aus abfallende Straße hat seit ihrer Anlage an der Nordseite eine Rampe, die den waagerechten Bau der Häuser ermöglichte. Die Häuser der rechten Straßenseite brannten 1847 völlig ab. Sie erhielten beim Neuaufbau alle sehr schön gegliederte Fassaden. DasFotoentstandnach 1906.

16. Von der Großenhainer Straße aus verdeckt das große Gebäude des Schloßmühlenkomplexes vor der Hauptkirche den Schloßberg. Graf Hohenthai verkaufte 1848 die Schloßmühle an den Tuchmacher C.W. Noske aus Kamenz. An die 1696 neugebaute Mühle wurde das neue Fabrikgebäude angebaut und später um das Doppelte erweitert. Offensichtlich scheint die Tuchfabrikation bald wieder eingegangen zu sein. Aus einem Großteil der Räume wurden Wohnungen. Die Mühle produzierte aber weiter. Rechts im Hintergrund ist der Gebäudekomplex der Schloßbrauerei zu sehen. Die Aufnahme ist nach 1900 entstanden, denn die Spuren des Brandes sind deutlich zu erkennen.

17. Unterhalb des Schlosses befand sich die Schloßmühle, die von der Schloßherrschaft über Jahrhunderte an die Müller nur verpachtet wurde. Bereits 1556 hatte sie sechs Mahlgänge und eine Walkmühle mit einem Gang. Eine Brettmühle kam 1679 dazu. Das quer zum großen Gebäudekomplex stehende Fachwerkhaus mit Andreaskreuzen und einer Durchfahrt ist der Rest der alten Mühle. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude durch eine Hochsilo ersetzt.

Köniqsbrück,

MarktstraBe.

18. Die Braugasse und spätere Marktstraße gehört zur ältesten Stadt. Von hier aus wurde beim letzten großen Stadtbrand von 1847 fast das gesamte Viertel ein Opfer der Flammen. An der Ecke zum Marktgäßchen wurde auch das Brauhaus der Stadtkommune völlig zerstört und nicht wieder aufgebaut, sondern in den Gasthof 'Hirsch' verlegt. In den meisten Häusern wohnten Handwerker und Gewerbetreibende. Die Läden wechselten damals in rascher Folge ihre Betreiber. Das Foto entstand um 1920.

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