Königsbrück in alten Ansichten Band 1

Königsbrück in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Irene Kubasch
Gemeente
:   Königsbrück
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5494-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Königsbrück in alten Ansichten Band 1'

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19. Dieses Haus auf der Marktstraße entstand nach dem Stadtbrand aus bisher zwei Grundstükken. Hinter dieser Häuserzeile fließt der Mühlgraben, der eine günstige Voraussetzung für das Betreiben der Gerberei war. Neben der Gerberei Kreische ist die Toreinfahrt der alten Posthalterei zu erkennen.

20. Die 1882 gegründete Buchdruckerei von Alfred Pabst hast sich schnell entwiekelt und nach zwei Zwischenstationen 1887 im jetzigen Grundstück am Markt seinen endgültigen Sitz genommen. Die Firma druckte außer der Westlausitzer Zeitung und Geschäftsdrucksachen auch Fachzeitschriften und Bücher. Der Sohn des Gründers übernahm den Betrieb 1920 und führte ihn zu einem erfolgreichen und modernen Unternehmen. Bis zur Erweiterung befand sich im rechten Haus die Polizeiwache. Die Abbildung zeigt den baulichen Zustand von 1906 bis 1925.

21. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden trotz schwieriger wirtschaftlicher Lage für die Setzerei modernste Typograph-Setzmaschinen angeschafft. Nach der Inflation gab es in dieser Abteilung schon Doppelschichten. Modernste Erfassung bezahlter Arbeitszeit und ein lückenloses Kontrollsystem sicherte den Kunden konkrete Preise und erforderte von der Belegschaft Arbeitsdisziplin, die aber angenommen wurde. Der Betrieb verfügte über ein langjähriges Stammpersonal. Vorn ganz links steht Hermann Wolfund an der letzten Maschine Adolf Jörke.

22. Das große Eckgebäude Poststraße-Mittelstraße wird als Malzhaus angegeben. Der Besitzer der Stadtmühle , Friedr. Gotthold Söhnel, kaufte es 1872 von der Brauereigenossenschaft für 825 Taler. Das stattliche Haus war zur Hälfte ohne Zwischengeschoß und diente als Produktenhalle. Nach F.G. Söhnel übernahm die Handlung Louis Kretzschmar. Getreide, Mehl und Kleie wurden in Säcken gehandelt. Auch der Kleinverkauf erfolgte direkt aus Säcken. An bestimmten Wochentagen wurde bis 1938 Brot aus der Bohraer Mühle verkauft. Im riesigen Raum vermischte sich dann der Geruch der Getreideprodukte mit dem des frischen Brotes. Nach dem Krieg wurde eine Zwischendecke eingezogen. Ein Möbel- und später ein Spielzeugladen machten der Mühlenromantik ein Ende. Schließlich wurde das Gebäude abgerissen.

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23. Die Mittelstraße ist eine für das Städtchen typische kurze Gasse. Sie verbindet die Königstraße mit der Poststraße. Die Postboten stellten mit dem Postkarren neben der Briefpost auch die Pakete zu. Das geschah zweimal am Tage.

24. Die Poststraße, deren Eckhäuser Topfmarkt und Louisenstraße begrenzen, hat hier noch holpriges Kopfsteinpflaster. Auch hier sind alle Häuser mit Geschäften versehen. Das Foto ist kurz nach 1900entstanden.

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25. Mit Platz wurde bei der Errichtung der Vorstadtviertel offensichtlich nicht gespart. Die Straßen hatten aber zugleich wirtschaftliche Funktion. Sie dienten dem Schmied und Seiler bei der Arbeit und waren bei den Jahrmärkten Standort für Händler. Die Kamenzer Straße gewährt stadteinwärts einen Bliek bis zum Markt. Kleine Vorstadthäuser wechseln sich mit später erbauten einstöckigen Gebäuden ab. Das linke Eckhaus gehörte hier dem Pferdehändler Hinzer, der außerdem eine Spedition betrieb.

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= = 26. Bereits 1670 wird in Königsbrück eine Post genannt. Die Posthalterei befand-sich zunächst im großen Gebäude Markt 18 und wurde 1876 in das Eckhaus Kamenzer Straße-Topfmarkt verlegt. Zum Postbezirk Königsbrück gehörten acht Landbestellbezirke mit 8 566 Seelen. Das Personal bestand aus 1 Vorstand, 1 Beamten, 1 Postagenten, 12 Unterbeamten, und 3 Posthilfsstellenverwaltern. Seit 1897 besteht das jetzige Postamt auf der Kamenzer Straße hinter dem Friedhof.

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Kamenzerstrasse

27. Maurermeister Reinhardt erbaute das stattliche Eckhaus Kamenzer Straße-Topfmarkt. Nach der Verlegung der Post wurde es 1897 Kolonialwarenladen. Auf dieser Straßenseite verloren die Häuser schon früher ihren Vorstadtcharakter.

28. An der Kamenzer Straße, schon auBerhalb der Stadt, ließ 1630 Freiherr von Schellendorf ein Hospital erbauen. Über dem vorderen Eingangstor war eine Inschriftenplatte angebracht. Im Volksmund hieß das stattliche Gebäude 'Pesthaus'. Das Hospital war für die kranken Einwohner der Standesherrschaft bestimmt, nahm aber auch durchziehende Kranke auf. Nach dem Stadtbrand 1847 waren hier die Garküche und das 'Notgefängnis' untergebracht. Trotz vieler Bernühungen wurde das historisch wertvolle Gebäude 1974 verantwortungslos abgerissen.

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