Königsbrück in alten Ansichten Band 1

Königsbrück in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Irene Kubasch
Gemeente
:   Königsbrück
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5494-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Königsbrück in alten Ansichten Band 1'

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KönigsbrücR - ScfJul&

29. Dem Hospital gegenüber wurde 1874 die Bürgerschule eingeweiht. Zu dieser Zeit waren die Pausenhöfe für Mädchen und Jungen getrennt. Seit 1805 bestand in der Stadt Schulzwang und die Bezahlung von Schulgeld war festgelegt. Bereits 1894 erhielt die Schule an der Ostseite einen Anbau. Nach der Stadtseite wurde sie 1950 abermals erweitert. Für diesen Gebäudeteil schuf der Königsbrücker Bildhauer Curt Tausch ein Wandrelief. Seine Modelle waren Königsbrücker Kinder.

30. Das von der Braukommune gebraute Bier durfte nur innerhalb der Stadt verkauft werden. Jeweils zwei brauberechtigte Bürger übten bis 1860 den Reihenschank aus. Mit der Annahme der Städteordnung fiel der Bierzwang weg. Die Braugenossenschaft wurde 1892 aufgelöst und mit dem Brand der Brauerei im Schloß endete die Bierherstellung in der Stadt. Nunmehr entstanden private Bierhandlungen. Die Bierhandlung R. Jörke auf der Äußeren Kamenzer Straße transportierte mit dem Ziegengespann das Bier in die Gaststätten.

31. In der östlichen Stadtflur entstanden 1912 an der Bahnlinie Königsbrück-Schwepnitz die Keramischen Werke der Firma Heinrich & Klemm. Der Betrieb wechselte mehrmals die Besitzer und wurde als Ufer & Co. weitergeführt. Neben Blumentöpfen wurde 'Delf ter Kunstfayence' produziert. Unter der langjährigen Leitung von Herrn Alfred Dietze fand der Betrieb später mit der 'Feuerfest-Kerarnik' seinen eigenen Produktionsstil und wurde weit über die Grenzen Deutschlands bekannt. Hier hat sich die Belegschaft bei einer Feier vor der Fabrik aufgestellt. Die Männer vorn links und rechts tragen die Zunftkleidung der Töpfer.

Xänigsbrück - }(önigsstrcsse

32. Die frühere Königsstraße , jetzt Curt-Tausch-Straße , gehörte zum ältesten Stadtkern. Durch sie führte der Weg nach Weißbach, Schmorkau und Hoyerswerda. In den Häusern befanden sich auch hier Geschäfte, die zum Teil mit Handwerksbetrieben gekoppelt waren. Im Bild ziert kurz nach 1900 noch das Töpferzeichen der Töpferei Prescher das Haus. Hinter dem großen Eckhaus mit dem für das Geviert typischen Mansardenwalmdach beginnt die Mittelstraße. An dieser Stelle könnte das SchmorkauerTor gestanden haben.

33. Der Gasthof 'Zum Schwan' befand sich früher neben dem Amtsgericht am Markt. Die Gasthofsgerechtigkeit wurde 1864 für 700 Taler verkauft und der Gasthof mit dem Relief an den neuen Standort auf die Königsstraße verlegt. Das Haus kaufte 1954 Uhrmachermeister G. Böhrne und baute es um. Seinem Verständnis war es zu verdanken, daß das Relief am Haus erhalten blieb und gepflegt wird.

34. Wer will glauben, daß es bis 1930 in der jetzigen Stadtmitte noch solche Häuser gab? Das Foto zeigt das Eckhaus Louisenstraße-Weißbacher Straße. Hier wohnte die 'Schubert Minna'. Sie verkaufte den feinen Glas- oder Streusand, der als Scheuermittel benötigt wurde. Seit 1935 steht hier das Schuhhaus Morenz.

35. Die Marktrechte der Stadt sind sehr alt. Neben dem Frühjahrs-, Herbst- und Christmarkt war die Stadt mit einem Wochenmarkt ausgestattet. Zu den Hauptmärkten stand nicht nur der Markt voller Buden. Auch auf dem Topfmarkt und der Weißbacher Straße bis hin zum Scheunenplatz herrschte Marktleben. Auf dem Scheunenplatz war zum Frühjahrs- und Herbstmarkt Rummel. Hier teilt sich Uhrmachermeister Erwin Pofand mit seiner Frau und dem Bruder Richard, der Zigarrenmacher war, an der Ecke zur Weißbacher Straße eine Bude. Dabei sind auch die Kinder Willi undHans.

36. Unvorstellbar ist uns heute das Milieu im Hofe der Louisenstraße 4, wo Tischlermeister Hermann Tausch seine Werkstatt hatte, bevor er 1899 an gleicher Stelle das große, zweigeschossige Backsteinhaus erbauen ließ. Zahlreiche Personen hatten in dem kleinen Vorstadthaus ihre Bleibe. Hühner-, Enten- und Schweinestall zeugen davon, daß die Handwerker mit ihren eigenen Nebenprodukten den oft schmalen Speisezettel bereicherten.

37. Die Louisenstraße war die erste große Querstraße 'vor der Stadt'. Sie hieß zuvor Obere oder Große Quergasse und soll auch als Viehmarkt gedient haben. Die rechte Seite bildet schon eine geschlossene Ansicht. Dagegen hat hier die linke Straßenseite den Vorstadtcharakter noch nicht abgelegt. Die Kopfseite des Topfmarktes im Hintergrund erhielt 1852 durch das von Maurermeister Ehrig erbaute stattliche Gebäude einen schönen Abschluß. Zu seinem Bau fand Sandstein Verwendung, der beim Abbruch des Laußnitzer Schlosses gewonnen wurde.

Kön1gsbrück. Töpfernzarkt u. Louisensb-nße.

38. Am Ende der alten Stadt entstand in der Verlängerung der breiten Louisenstraße der Topfmarkt. Hier hatten zu den Jahrmärkten die Töpfer ihre Verkaufsstände. Die Ansicht entstand nach 1900, denn das rote Backsteinhaus auf der rechten Seite der Louisenstraße ist schon erbaut.

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