Königsbrück in alten Ansichten Band 1

Königsbrück in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Irene Kubasch
Gemeente
:   Königsbrück
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5494-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Königsbrück in alten Ansichten Band 1'

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39. Auf dem Topfmarkt hatte der Rad- und Stellmachermeister Moritz Bichtemann seine Werkstatt. Seine 1838 geborene Tochter verstarb 1924 unverheiratet. Wir sehen sie hier in der Kleidung der Kleinbürgerin mit einer halben Blaudruckschürze. Sie gehörte sicher zu den letzten Frauen, die diese Kopfbedeckung, den 'Kapotthut', trugen.

40. Am Anfang der Gartenstraße, gleich hinter dem Topfrnarkt, steht das 'Apothekerhaus'. Es ist eines der wenigen erhaltenen, liebenswerten und reizvollen alten Bauwerke der Stadt. Johann Andreas Lewecke, der zwischen 1723 und 1759 Apotheker war, ließ es in seinem Garten vor der Stadt erbauen.

41. Die Hospitalkirche schließt den ummauerten Friedhof an der Südseite ab. Sie wurde 1578 erbaut und mehrmals erneuert und erweitert. Hauptsächlich diente sie als Begräbniskirche. Mit dem Hospital an der Kamenzer Straße und dem Friedhof gehörte sie zur Hospitalstiftung der Standesherrschaft Königsbrück. Diese ging erst 1939 in Kirchenbesitz über. Die Friedhofskapelle im Vordergrund wurde 1906 erbaut.

42. Die Hoyerswerdaer Straße, früher Schmorkauer Gasse, als Verlängerung der Louisenstraße, war auch eine Vorstadtstraße. Sie ist schon sehr bald in das lebhafte Geschäftsleben einbezogen worden. Auf der rechten Seite betrieb Schmiedemeister Gottfried Sommer auch Landmaschinenhandel. Hier versorgten sich die Bauern der umliegenden Dörfer mit Geräten und ließen Reparaturen ausführen. Gegenüber befand sich der Gasthof 'Zum weißen Roß', im Volksmund auch 'Welke' genannt. Sein Gebäude gehört heute zu den ältesten der Stadt.

43. Auch die Weißbacher Straße lag früher noch vor der Stadt. Die linke Seite diente als Viehmarkt. Viele Gewerke, vor allem Töpfer, hatten hier ihren Sitz,

44. Königsbrück war auch als Töpferstadt bekannt. In der Blütezeit des Handwerkes, um 1800, gab es im Ort über 20 Töpfereien mit 47 Brennöfen. Die Meister beschäftigten etwa 100 Gesellen, 10 bis 12 Brennhausarbeiter, 26 Lehrlinge und 60-80 Arbeiter, Mägde und Arbeitsfrauen. Die Töpferei Frommhold auf der Weißbacher Straße 21 ist eine der alteingesessenen Töpfereien und seit 1851 in Familienbesitz. Hier steht um 1913 Meister Richard Frommhold mit seinen zwei Kindern und den Töpfern Hermann Preller, Theodor Bernd und Karl Block vor der Töpferei. Der Betrieb brannte 1945 bei Kampfhandlungen völlig aus. Wieder aufgebaut, wird seit 1948 wieder traditionelle Lausitzer Braun- und Buntkeramik hergestellt. Als letzte Töpferei legt sie Zeugnis einer alten Tradition ab.

45. Altgeselle Kar! Block arbeitete viele Jahre in der Frommholdschen Töpferei. Hier steht er vor dem Brennhaus und trägt die Zunftkleidung der Töpfer. Sie bestand aus einer hellgelben Drillichhose mit weißem Hemd. Die blaue Schürze wurde bis zur Hüfte hochgerollt. Dazu trugen die Gesellen eine rote Mütze ohne Blende.

46. Vor dem 1894 erbauten Elektrizitätswerk auf dem Badweg hat sich Geschäftsführer Ullrich mit seinen Mitarbeitern aufgestellt. Elektrisches Licht brannte im Dezember 1893 erstmals im Hotel 'Zum schwarzen Adler' und im 'Ratskeller'. Diesen Strom lieferte aber die Schloßmühle. Das Elektrizitätswerk versorgte zunächst die Haushalte und Gewerbetreibende. Erst 1901 wurde mit dem Bau der Straßenbeleuchtung begonnen.

47. Zu der 1885 von Fleischermeister Heinrich Fischer eröffneten Restauration 'Heinrichsbad' auf dem Badweg gehörte eine Badeanstalt mit Dampf- und Wannenbädern. Zuvor soll seit 1830 eine eisenhaltige Quelle zur Behandlung von Rheuma und Bleichsucht gedient haben. Die im Grundstück zu einem Teich angestaute Käbnitz diente als Schlittschuhbahn, die zum Preis von 10 Pfennigen für Erwachsene und 5 Pfennige für Kinder zu benutzen war. Die Badeanstalt wurde 1891 geschlossen. Familie A. Bitterlich übernahm 1898 die Gaststätte.

Gaststätte Heinrichsbad

48. Das Gelände des herrschaftlichen Jägerhofes wird 1881 in die Stadtflur einbezogen, nachdem Graf Wilding den Jägerhof in Privathände verkauft hatte. Hier wurde ein kleiner Emaillierbetrieb errichtet und 1885 von den Gebrüdern Reuter gekauft. Die Arbeitszeit betrug 12 Stunden, bei Hochkonjunktur 14 bis 16 Stunden am Tag. Der Stundenlohn bewegte sich zwischen 0.15 RM und 0.35 RM für männliche Arbeitskräfte. Da die Fabrikbesitzer im Stadtrat vertreten waren konnten sie dort Einfluß auf die Entwicklung der Industrie in der Stadt nehmen und das Lohnniveau zu ihren Gunsten steuern.

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