Königsbrück in alten Ansichten Band 1

Königsbrück in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Irene Kubasch
Gemeente
:   Königsbrück
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5494-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Königsbrück in alten Ansichten Band 1'

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59. Durch den Bau der Prinz-Georg-Kaserne wurde 1894 Königsbrück endgültig Garnisonstadt. Bereits 1895 zog die Reitende Abteilung des 1. Feld-Artillerie-Reg. Nr. 12 in die Kaserne ein. Nach 1933 entstand hier, als erste chemische Truppe der Deutschen Wehrmacht, die Nebelabteilung. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg blieb Königsbrück Garnisonstadt für ein sowjetisches Gardepanzerregiment. Es zog erst im Sommer 1992 ab.

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Koniqsbrûdc - Wasserwerk

60. Zur Gewährleistung der Wasserversorgung in der Kaserne mußte 1894 ein Militärwasserwerk in der Aue gebaut werden. Es funktionierte aber schon 1921 nicht mehr und wurde von der Firma Reuter gekauft. Seit 1929 werden die Gebäude für Wohnzwecke genutzt.

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Xg!. qarniscnlazautt und 'Wasserturm

61. Als Königsbrück Garnisonstadt wurde, mußten alle wirtschaftlichen Voraussetzungen dafür geschaffen werden. So entstanden 1894 an der Höckendorfer Straße gegenüber der Kaserne das Reserve-Lazarett und der Wasserturm. Die Maurer verdienten beim Bau dieser Bauten 30-35 Pfennige in der Stunde.

62. Nachdem Königsbrück bereits Garnisonstadt geworden war, gaben die mageren Böden nördlich der Stadt Anlaß zur Errichtung eines großen Truppenübungsplatzes. Dafür sind 1907 die Dörfer Zietseh, Otterschütz und Quosdorf erworben und ausgesiedelt worden. Gleichzeitig begann der Bau des 'Neuen Lagers' mit sechzig Gebäuden. Auch die Rittergüter Steinborn und Schmorkau wurden mit einbezogen. Schon 1908 begann der Übungsbetrieb. Das Gelände wurde 1937 noch um weitere sieben Dörfer vergrößert. Durch das abgebildete Haupttor gelangte man zu den Unterkünften, denen sich das Übungsgelände anschloß. Neben der Hauptwache befand sich ein Königliches Postamt.

63. Die Vordere Aue gehörte ursprünglich nicht zur Stadtflur. Die Pulsnitz floß vormals in Stadtnähe unterhalb des Scherbelberges. Nach dem Bau der Stadtmühle begann der Mühlgraben zur Schloßmühle bereits dort. Er diente zugleich zur Bewässerung der 'Planie-Wiesen'. Neben dem Mühlgraben wurde 1902 der Promenadenweg angelegt, der noch heute 'Flüsterallee' genannt wird. Im Hintergrund links ist die Stadtbleiche zu erkennen. Hier bleichten und trockneten früher die Leute aus der Stadt ihre Wäsche.

64. Der frühere Pächter der Schloßmühle, Gottlieb Bims, kaufte 1848 von der Stadtkommune ein vor dem 'Scheibigtschen Berge' gelegenes Wiesengrundstück und erbaute eine Mahl- und Schneidemühle. Sie wurde mit Wasserkraft betrieben. Reste der damaligen wassertechnischen Baulichkeiten haben sich noch bis heute erhalten. Die 'Stadtrnühle' vergrößerte sich unter den nachfolgenden Besitzern und erhielt zu verschiedenen Zeiten zwei Hochsilos. Die in der dazu gehörenden Landwirtschaft erzeugte Milch konnte von durstige Spaziergängern gekauft und getrunken werden.

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65. Als bereits 1898 die Verlängerung der Bahnlinie von Königsbrück nach Schwepnitz in Angriff genommen wurde, mußte die breite Pulsnitzaue überquert werden. Es entstand ein damals Aufsehen erregender Viadukt aus Stahl mit freitragender Konstruktion. Das 212 m lange und 14 m hohe Bauwerk mußte im leichten Bogen die andere Talseite erreichen. Über einen hinter der Stadtmühle errichteten Damm führte die 1899 eröffnete Bahnstrecke zum Ostbahnhof.

66. Am 19. Juni 1927 feierte der Männergesangverein Königsbrück sein 75jähriges Bestehen und zugleich das 25jährige Fahnenjubiläum. Schon am frühen Morgen gedachten die Sänger in einer Feierstunde am 1927 errichteten Ehrenmal auf dem Scheibischen Berg ihrer verstorbenen Sangesbrüder. Hier dirigiert Chormeister Eduard Dähne den Chor. Die Gedenkrede hielt der Vereinsvorsitzende Otto Roschig, im Bild ganz links.

Gruss aus dem Schiess-Haus Besitzer: WILHELM RICHTER Königsbrück i. S.

67. Mit der 1770 gegründeten Schützengesellschaft ist jeweils ein Schießhaus verbunden gewesen. Anfangs befand sich am Jägerhof eine Schießhütte mit Schießrichtung zum 'Erlicht'. Nach Unzulänglichkeiten wurde das Schießhaus an die Südostseite der Stadt verlegt und entstand 1808 am Hange der jetzigen Sonnenhöhe (Scherbelberg) neu. Doch bereits 1834 wurde das Schützenhaus an der Gräfenhainer Straße mit einem Kostenaufwand von 5 000 Talern durch die Stadtkommune erbaut und später verkauft. Das Gebäude hatte einen großen und kleinen Saal. Seitlich davon befand sich der Schießstand und am Ende des großen Festplatzes erbaute sich 1906 die Schützengesellschaft ein hölzernes Schützenzelt.

68. Die Grundsteinlegung zum Keglerheim hinter dem Schützenhaus erfolgte am 16. März 1927. Zuvor hatte sich 1925 der Keglerverband Königsbrück und Umgebung gegründet. Er hatte 71 Mitglieder und verschiedene Klubs, die sich unter anderem 'Ausdauer', 'Prachtkerle', 'Fettsäcke' und 'Schiebe mit Liebe' nannten. Vor dem neuen Gebäude sind noch zu erkennen, von links nach rechts: Produktenhändler Kretschmar, Malermeister Max Spöhnmann, Schmiedemeister Traugott Janke, Pferdehändler Hinzer, Kantor Büttner, die Fleischermeister Partzsch und Werner und Sattlermeister Roschig. Im Hintergrund stehen Stadtmüller Kretzschmar und Willy Haufe.

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