Königsbrück in alten Ansichten Band 1

Königsbrück in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Irene Kubasch
Gemeente
:   Königsbrück
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5494-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Königsbrück in alten Ansichten Band 1'

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1<.önigsbr.üClo i. Sa.

69. Königsbrück, mit einer kleinen Stadtflur versehen, war nicht als Ackerbürgerstadt angelegt. Die Handwerker besaßen zur Aufbesserung ihres Lebensunterhalts jeweils nur kleine, etwa 1 ha große Landstücke auf den um die Stadt liegenden Lehnsfluren. An den Stadträndern entstanden kleinere Wirtschaften, wie hier auf der Bergstraße, die zur Weißbacher Lehnsflur gehörte. Links im Hintergrund ist die Villa der Fabrikbesitzer Reuter zu sehen, die bereits 1930 von der Stadtverwaltung als Berufsschule erworben wurde.

70. Vor dem Bau des Elektrizitätswerkes war Petroleum als Brennstoff für Lampen und Kocher unentbehrlich. Hier wird es von Ernst Fietze, der über viele Jahre bei der Spedition Oskar Grahl am Markt beschäftigt war, über Land verkauft.

71. Diese interessante Fotomontage zeigt die Höckendorfer Straße, nachdem sie 1914 um 10 m verbreitert worden war. In der Bildmitte sind an der Ecke zur Dresdner Straße Scheunen zu erkennen, die von Bürgern der unteren Stadt genutzt wurden. Wegen Brandgefahr war das Lagern von Heu und Stroh in der Stadt untersagt. Am Anfang der damals im Tal beginnenden Großnaundorfer Straße steht an der Stelle des früheren 'Geduldhauses' die Wirtschaft von Koitzschens.

72. Kar! Koitzsch, der bei der Herresstandortverwaltung arbeitete, betrieb im Nebenerwerb eine kleine Landwirtschaft. Seine Felder lagen hinter dem Bahnhof. Die Milchkühe dienten den kleinen Wirtschaftern zugleich als Zugtiere. Selten war es möglich sich einen Zugochsen oder ein Pferd zu halten. Hier sehen wir das Gesparm vom Felde kommend auf der Höckendorfer Straße. Rechts im Bild ist der Lokomotivschuppen zu sehen. Es schloß das Bahngelände ostwärts ab.

73. Gräfin Louise von Hohenthai war auf das Wohl der Armen und Kranken bedacht und gründete bereits 1835 eine Kleinkinderschule. Als eine der Ersten in Deutschland fand die Königsbrükker Anstalt die Aufmerksamkeit der sächsischen Königin. Sie stiftete dafür bis zu ihrem Tod jährlich 36 Taler. Beim Verkauf der Standesherrschaft sicherten die Gründer den Bestand des Stiftes mit 10 000 Talern. Der spätere Standesherr, Kommerzienrat B. Naumann, ließ 1896 an der Gartenstraße ein neues Gebäude errichten. Dort feierte das 'Louisenstift' 1910 sein 75jährige Bestehen. Seit diesem Jahr wird das Stift vom Kirchenvorstand verwaltet. Noch heute ist das durch Anbauten erweiterte Gebäude Kinderheim des Diakonischen Werkes.

74. Am Eingang zum Tiefental entstand 1914 das Stadtbad. Der Flußlauf der Pulsnitz wurde auf 32 m Länge und 12 m Breite dafür hergerichtet und hölzerne Kabinen erbaut. Eine Badeordnung regelte die Benutzung. Männer und Frauen und das Militär hatten getrennte Badezeiten. Erwachsene bezahlten 10 Pfennige Gebühren. Kindern war der Eintritt frei.

75. Der sagenumwobene 413 m Keulenberg war von jeher ein beliebtes Wanderziel der Königsbrükker. Auf den Gipfelklippen steht ein Obelisk aus Granit, der 1818 zum 50jährigen Regierungsjubiläum des sächsischen Königs Friedrich August des Gerechten errichtet wurde. Durch Bilderstürmerei wurde der Spitzkegel nach 1945 vom Sockel gestoßen. Das Berggasthaus ließ 1862 Familie Bürger aus Oberlichtenau erbauen. Nachdem das Bergplateau von 1962 an militärisch gesperrt wurde, verfiel die Baude und ist inzwischen abgetragen.

76. Verschiedene Gruppen wanderten regelmäßig zum Keulenberg. Zu diesen Unentwegten gehörten auch die Herren Apotheker Ermel, Oberlehrer Psick, Schuldirektor Grunewald, Baumeister Hofmann und Oberlehrer Kießling. Bei jedem Wetter wanderten sie am Wochenende zum Berg. Hier hatten sie aber einen Ausflug unternornrnen und sich vor dem Rehnsdorfer Gasthof fotografieren lassen.

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