Königstein und seine Stadtteile in alten Fotografien

Königstein und seine Stadtteile in alten Fotografien

Auteur
:   Rudolf Krönke
Gemeente
:   Königstein und seine Stadtteile
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6399-6
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Königstein und seine Stadtteile in alten Fotografien'

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19 Winterreifen in unserem Sinne kannte man damals noch nicht. Trotzdem herrschte um 1930 reger Betrieb auf dem gerade angelegten neuen Parkplatz. Der Wintersport war ein preiswertes Vergnügen und lockte Besucher aller Bevölkerungsschichten nach Königstein und in den Taunus.

20 Die Metzgerei Bender, in der Hauptstraße 18, hatte die meisten Stallungen der alten Königsteiner Metzgereien. Daher wurde dort auch das für andere Metzger bestimmte Borstenvieh mit abgeliefert. Sechzehn dieser Specklieferanten sind auf diesemAmateurfoto zu erkennen. links vor seiner Wurstküche steht Metzgermeister Michael Bender und begutachtet die wohlgenährten Exemplare.

21 Die Verlegung der Gasleitungen 1926 bis 1928 brachte einige Unruhe in die Stadt. Die neue Errungenschaft wurde immer wieder von neugierigen und skeptischen Blicken der Einwohner begleitet. Wenn man die Geschäftszeilen der damaligen Hauptstraße mit den Augen abtastet, stellt man fest, daß sich nur wenige Unternehmen an ihrem angestammten Platz bis in unsere Tage gehalten haben.

22 Eine der schönsten Fotomappen vom Taunus ist die des Fotografen Carl Pfisterer, die am Ende des 19. [ahrhunderts entstanden ist. Bei unserem Bild handelt es sich um die wohl älteste Aufnahme der Kirchstraße, die noch den alten Laufbrunnen zeigt, der wenige [ahre später abgebrochen wurde. Die katholische Kirche St. Marien zeigt sich noch ohne Verputz, wie sie schon auf der berühmten Ansicht des Frankfurter Malers [ohann Georg Petsch van 1794 abgebildet wurde. Auch schon zur Zeit der Aufnahme präsentiert sich die Kirchstraße als eine Einkaufsstraße mit verschiedenen Unternehmen. Alte Königsteiner Namen, wie Wisbach, Ohlen-

schläger undjung, sind noch in Erinnerung. Die Bäckerei Hees ist ihrem Standort in der Kirchstraße bis heute treugeblieben.

23 Das Burghotel im unteren Teil der Kirchstraße stand oft im Mittepunkt gesellschaftlicher Veranstaltungen. Bälle, Ausstellungen und Theateraufführungen sind vielen noch in Erinnerung. Es wurde in seinem Kern um 1875 errichtet und danach mehrmals umgestaltet. Im Zweiten Weltkrieg hatte die amerikanische Besatzung dort Quartier. Später war hier die Königsteiner Bausparkasse untergebracht. Es wurde im [ahre 1976 für ein neues Ladenzentrum abgerissen.

24 Die Hintere Hauptstraße ist hier um 1890 festgehalten. Auf der linken Seite erkennt man das ehemalige Gasthaus 'Zurn Hirsch', vor dessen Hausfront der alte Höhenbach unter der Treppe vorbeiflaß. Das Wirtshausschild ist uns heute noch erhalten. Die Bäckerei von Adolf Schmitt auf der rechten Seite hat bis in unsere Tage ihren Nachfolger gefunden.

25 Hier scheint die tiefstehende Oktobersonne durch das Fenster des Gasthauses 'Zum Hirsch' in der Hauptstraße. In der SiIlhouette des Gastes ist unschwer der Verleger der Taunus-Zeitung, Philipp Kleinböhl, zu erkennen. Die Lichtreflexe am Krug und in den Gläsern sowie die Komposition der einzelnen Gegenstände machen dieses Bild zu einem fotografischen Meisterwerk von Walther Schilling.

26 Das Ende der Hauptstraße wurde rechts durch die Hofmetzgerei von Anton Kroth flankiert. Gegenüber befanden sich die Kaffeerösterei und das Ladengeschäft von Jakob Wisbach. Der Platz vor dem Alten Rathaus war ein beliebterTreffpunkt von Jung und Alt. Die Aufnahme entstand um 1930.

27 Dieses Bild, ursprünglich als Stereofoto aufgenommen, zeigt die Gastwirtschaft Messer am Alten Rathaus. Das Foto machte Dr. Ernst König, der Leiter des Forschungslabors für Farbfotografie der Farbwerke Höchst. Von ihm stammt auch die älteste Farbfotografie Königsteins, die im [ahre 1907 angefertigt wurde und die bis heute ihre leuchtenden Farben bewahrt hat. König betrieb Grundlagenforschung zur Farbfotografie und veröffentlichte zu diesem Thema zahlreiche Schriften und Bücher. Sein Nachlaß befindet sich im Besitz des Verfassers.

28 Diese Fronleichnahmsprozession vor dem Alten Rathaus wurde aus dem ersten Stock des Gasthauses Messer aufgenommen. Die Familie Messer hat noch bis lange nach dem Zweiten Weltkrieg den Altar auf dem Rathausplatz betreut. Fast jedes Haus im Bereich der Prozessionswege war festlich geschmückt. In den Fenstern standen Leuchter mit brennenden Kerzen und Kruzifixe auf samtenen Decken. Die Gebäude waren mit Birkenreisem geschmückt, die wenige Tage vorher mit einem Fuhrwerk angefahren wurden und somit frisch aufgestellt werden konnten.

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