Königswinter in alten Ansichten Band 1

Königswinter in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Elmar Heinen
Gemeente
:   Königswinter
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1329-8
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Königswinter in alten Ansichten Band 1'

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9. In dem spitzen Winkel zwischen Rheinallee und Hauptstraße stand ein Kriegerdenkmal für die Gefallenen der Kriege 1864, 1866 und 1870/71. Es zeigte die Gestalt der Germania auf hohem, mit einem Reliefbildnis Wilhelms 1. und dem Wappen von Königswinter geziertem Sockel. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde es beschädigt und bald danach abgetragen. Hinter dem Denkmal sehen wir die Villa 'Ernma' und die beiden Häuser des Hotels 'Mattern', heute alle verschwunden. In der Rheinallee naht der zweispännige Pferdeomnibus, im Volksmund 'Ornmelebus' genannt, der um die Jahrhundertwende einige Jahre lang den bescheidenen Personenverkehr zwischen Königswinter und Honnef besorgte. Die Aufnahme stammt von etwa 1905.

10. Das Rheinufer zwischen der Fähre und dem 'Fahr' wurde 1924 durch Errichten einer senkrechten Ufermauer an der Stelle der alten Böschung erweitert. Auf diese Weise wurde Platz geschaffen für die Weiterführung der von Bonn kommenden elektrischen Bahn, der heutigen Siebengebirgsbahn, nach Honnef. Unser Bild zeigt die Kolonne der städtischen Arbeiter, die die neue Ufermauer aus Basaltblöcken errichten, vor dem Hotel 'Kölner Hof und der Gartenmauer des Jesuiterhofes.

11. Im südlichen Teil der Rheinallee, vor der Einrnündung der Knabenstraße, lag J ahrzehnte hindurch im Sommer die 'Bade- und Schwimm-Anstalt von Franz Jas. Reinarz Wwe.', wie die Aufschrift unter der Wellblechdachkante lautet. Sie bot den Bewohnern und Besuchern der Stadt in nächster Nähe die Freuden des Badens in dem damals noch sauberen Strom. Wie wir auf der Längswand lesen können, gab es dort auch warme Bäder. Unser 1902 entstandenes Foto zeigt die Rheinwerft noch mit einer Böschung statt der späteren senkrechten Ufermauer.

12. So sah es um 1900 in der Badeanstalt aus: Die züchtigen Badenixen tragen sackartige, wadenlange, rüschenbesetzte Badeanzüge. Mütter mit Hut und langem Rock verfolgen vom Beckenrand besorgt und stolz die Schwirnmkünste ihrer Töchter. Als einziges männliches Wesen wird der Bademeister geduldet, der mit Hilfe einer Seilvorrichtung, 'Angel' genannt, einer Schönen das Schwimmen beibringt. Zwei Badeschönheiten lächeln anrnutig von einer Schaukel inmitten des Beckens herüber. Schilder an den Wänden untersagen lautes Rufen und Lärmen. Die Badeanstalt war bis kurz nach 1930 in Betrieb und wurde dann durch das - gleichfalls längst verschwundene - Strandbad unterhalb von Königswinter ersetzt.

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13. Eine Vorläuferin der auf den vorherigen Bildern gezeigten Badeanstalt war dieses alte Badehäuschen, Es ruhte auf einem durch dicke Fässer verstärkten Floß. Jeden Herbst wurde diese kleine Badeanstalt zum Überwintern abgebrochen. Nur das Floß blieb - ein herrliches Spielgerät für die in der Nähe des Rheins wohnenden Jungen - verankert an Ort und Stelle liegen.

K;önigswinlmr fähre und Drachepfeis.

14. Für Königswinter war seit jeher der Schiffs- und Fährverkehr von besonderer Bedeutung. Dies ergibt sich schon daraus, daß es rechtsrheinisch bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts keine ausgebaute Landstraße gab. Wir sehen auf dieser kurz vor 1900 hergestellten Ansichtskarte die uns schon von Bild 3 her bekannte Gierponte und davor ein Motorboot, das ergänzend, zum Beispiel bei Nacht oder leichterem Nebel, den Fährdienst versah. Motorboote spielten in der lebhaften Königswinterer Personenschiffahrt eine große Rolle und wurden bis zum Zweiten Weltkrieg auch in Königswinter gebaut. Auch das erste Motorboot auf dem Rhein stammte aus Königswinter und war hier eingesetzt. Sein Motor ist im Siebengebirgsmuseum ausgestellt.

15. Im Jahre 1902 wurde die Gierponte, die wir von Bild 3 her kennen, durch die damals modeme, große Dampffähre 'Königswinter' ersetzt. Um den hohen schwarzen Schornstein trug sie stolz eine Manschette mit den Stadtfarben Rot-Weiß. Siebenundzwanzig Jahre lang tat sie hier zuverlässig ihren Dienst; dann war sie dem rapid zunehmenden Fremdenverkehr nicht mehr gewachsen und wurde durch das größere Fährschiff 'Königswinter 11' ersetzt. Unser Bild aus den 1920er Jahren zeigt die alte Fähre, die bei starkem Eisgang an der Königswinterer Anlegestelle festliegt.

16. Welchen Massenandrang die Fähre zu bewältigen hatte, zeigt dieses an einem Sonntag im Juli 1930 aufgenommene Bild der Fähre 'Königswinter II'. Bei dieser einen Überfahrt wurden nicht weniger ais 1 140 Personen und dazu vier Autos gezählt. Die in Bolnes in Holland gebaute Fähre wurde 1929 in Dienst gestellt. Sie war ursprünglich, wie ihre Vorgängerin, eine Dampffähre, wurde jedoch nach dem Krieg auf Dieselbetrieb umgestellt und verlor damit ihren charakteristischen Schornstein. Sie versieht, liebevol als 'Oma' bezeichnet, noch heute ihren Dienst.

17. Den Schiffsverkehr behindernder Eisgang trat in früheren Zeiten, als das Rheinwasser sauberer und kälter war, viel häufiger als heute auf. Von der Landebrücke der KölnDüsseldorfer Rheindampfschiffahrt aus zeigt das Foto vom Januar 1913, mit Bliek stromaufwärts, Randeis und Eisschollen des Rheines. Vor der neuen großen Rheinterrasse des Berliner Hofes wartet ein vermummter Kutscher auf Fahrgäste. Einige Schaulustige, meist Männer und Kinder, stehen auf einer Bootslandebrücke und am Ufer. Ganz rechts ist die alte Dampffähre zu erkennen.

18. Hohen Besuch sah Königswinter am 3. August 1909. In Köln wurde der 20. Internationale Eucharistische Kongreß gefeiert, und der vom Papst als Legat dorthin entsandte Kurienkardinal Vannutelli unterbrach seine Hinreise für einen Aufenthalt in Königswinter. In einern Sonderschiff - dem Dampfer 'Rheingold' - von Koblenz kommend, trifft der Kardinal gerade in Königswinter ein. Durch einen großen Triumphbogen und zwischen einer riesigen Menschenmenge hindurch wird er in den nahen Berliner Hof geleitet, wo er von zahlreichen geistlichen und weltlichen Würdenträgern begrüßt wird. Nach mehrstündigem Aufenthalt setzt er seine Dampferfahrt nach Köln fort.

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