Königswinter in alten Ansichten Band 1

Königswinter in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Elmar Heinen
Gemeente
:   Königswinter
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1329-8
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Königswinter in alten Ansichten Band 1'

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29. An der oberen Hauptstraße, gleich neben dem - links an das Bild anschließenden vornehmen Hotel 'Mattem', stand bis etwa 1938 dieses alte, bescheidene Häuschen. Hier befand sich, wie das Schild besagt, die Hauderei und Fouragehandlung P. Schmitz. Er betrieb also ein Fuhrgeschäft und handelte mit Futter. Wie alle Königswinterer Kutscher war auch dieser Peter Schmitz mehr unter seinem Spitznamen als unter seinem bürgerlichen Namen bekannt; man nannte ihn "Zacherlin'. Diese Spitznamen zeigten nicht nur Sinn für Humor und Zusamrnengehörigkeitsgefühl, sondern waren auch praktisch, weil sie nicht so leicht verwechselt werden konnten. Träger des 'rheinischen Uradelsnamens' Schmitz gab es schließlich viele hier.

30. Das Bild vom Hochwasser der Jahreswende 1920/21 zeigt die obere Hauptstraße nach Süden hin. Bohlenstege ermöglichen notdürftig den Zugang zu den vom Wasser umspülten Häusern, zum Beispiel für den links vorn stehenden Briefträger. An der linken Seite stehen stattliche Bürgerhäuser, rechts die zu herrschaftlichen Villen gehörenden Gartenrnauern. Fast alle diese Häuser und Anwesen sind verschwunden, nachdem hier 1938 mit dem Bau eines Erholungsheimes von gigantischen Ausmaßen begonnen worden war.

31. Auch auf dieser Postkarte von 192 2 zeigt der obere Teil der Hauptstraße noch ein geschlossenes Bild und das Gepräge bürgerlichen Wohlstandes. Kaum eines der hier sichtbaren Häuser hat die Zeit bis heute überdauert außer dem ersten Haus rechts, dem Eckhaus an der Winkelstraße.

Königswinter 11. Rh.

Obere Hauptstraêe

32. In dem ehemaligen Gasthaus Maibücher in der sogenannten 'Vorstadt', dem vor dem oberen Tor gelegenen Teil der Hauptstraße, wurde in den 1860er Jahren eine kleine Bierbrauerei betrieben. Anfang 1926 trafen sich hier auf Anregung des Dechanten Schlösser etliche heimatbewußte Männer und Frauen zur Gründung einer 'Arbeitsgerneinschaft zur Pflege der Heimat'. Aus dieser ging der heutige Heimatverein Siebengebirge hervor, der unter anderem das Siebengebirgsmuseum verwaltet. Die Postkarte stammt von etwa 1930.

33. Die Bungertstraße zeigt auf diesern um 1910 entstandenen Foto noch ganz das altertümliche Gepräge einer der dörflich anmutenden, alten Gassen. Einige der alten Häuser, zum Beispiel das hohe Eckhaus vor dem Fachwerkhaus an der Einmündung des Wallgäßchens, sind inzwischen längst verschwunden. Der Bliek geht von der Rheinallee aufwärts gegen die Hauptstraße.

34. Von einem Haus der Bungertstraße aus sehen wir auf die katholischen Pfarrkirche, die dem fränkischen Bischof Remigius geweiht ist. Sie wurde 1779 bis 1780 erbaut, nachdem der Wolkenburger Statthalter Philipp Heinrich de C1aer in einem - umstrittenen Testament 5 500 Reichstaler für den Neubau und einen Hochaltar gestiftet hatte. Rechts von der Kirche sehen wir die später abgetragene Spitze des Eckhauses Haupt- und Kirchstraße. Auf dem vor der Kirche liegenden Gelände sollte nach damaligen Plänen ein Erweiterungsbau für die Kirche errichtet werden. Der Erste Weltkrieg und die Geldentwertung vereitelten jedoch dieses Vorhaben. Die Aufnahme stammt von etwa 1910.

Königswinter a. Rh.

Hauptstraße

35. Wir blieken durch die Hauptstraße nach Süden. Auf der von Fahrzeugen leeren, gepflasterten Straße erregte der Fotograf offenbar die Aufmerksamkeit vieler Anwohner. Links fällt der spitze Aufbau an dem Eckhaus zur Kirchstraße, heute Drachenfelsstraße, auf. Von Anfang 1933 an befand sich hier die Zwelgstelle der Kreissparkasse. Gegenüber liegt der mit hohen Bäumen bestandene Vorplatz der katholischen Kirche, daneben das Pastorat, dessen damals überputztes schönes Fachwerk heute wieder sichtbar ist, Das letzte Haus im Hintergrund, mit hellem Putz, diente bis 1926 der von Fräulein Kreer geleiteren privaten Töchterschule. Die Postkarte stammt von etwa 1920.

36. Das etwa vom selben Standpunkt aus aufgenommene Foto zeigt einen Teil der Fron1eichnamsprozession des Jahres 1913 in der mit Fahnen und Lorbeerbäumchen geschmückten Hauptstraße. Wir sehen viele weißgek1eidete Mädchen, sogenannte 'Engelchen', meist mit Blumenkörbchen, Blumengestecken oder christlichen Symbolen in den Händen. Links vorn zieht grüßend ein Junge seinen Strohhut, rechts vor der 'Kaffeewirtschaft & Bäckerei' Lemmerz schaut ein auf sein Fahrrad gelehnter livrierter Hoteldiener in teressiert zu.

37. Während die katholische Pfarrkirche in den fast zweihundert Jahren ihres Bestehens ihr Äußeres fast nicht geändert hat, wurde das Innere mehrmals, dem Zeitgeschmack entsprechend, umgestaltet. Die hier gezeigte Ausmalung mit dem Sternenhimmel in der Chorkappe blieb bis 1899. Das Gestühl, die Seitenaltäre, die Heiligenfiguren, all das wurde inzwischen mehrfach verändert und zum Teil beseitigt, so daß das Kircheninnere heute einen viel nüchterneren Eindruck bietet als um 1880, zur Zeit der Entstehung dieser Aufnahme.

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38. Für die Stadt war es immer ein festliches Ereignis, wenn - in mehrjähngem Zeitabstand - eine der beiden jahrhundertealten Sankt-Sebastianus-Schützenbruderschaften ihr Schützenfest feierte. Beim Schützenfest der Männerbruderschaft im Jahre 1927 schoß der Gastwirt Franz Reinarz den aus Ton gefertigten Vogel ab, so daß er Schützenkönig wurde. Vor seinem Hotel, Ecke Haupt- und Kirchstraße, wurde ein großer Triumphbogen errichtet, die Häuser in der Nachbarschaft wurden mit Grün geschrnückt, und viele Fahnen und Wimpel flatterten über der Straße. Rechts wartet ein Polizist mit Tschako und Säbel auf den Königszug. Links an der Ecke der Kirche ist einer der alten Briefkästen zu sehen.

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