Königswinter in alten Ansichten Band 1

Königswinter in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Elmar Heinen
Gemeente
:   Königswinter
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1329-8
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Königswinter in alten Ansichten Band 1'

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39. Der Marktplatz hatte 1891, als diese Aufnahme entstand, ein völlig anderes Aussehen als heute. Das rechts zu sehende Haus des Kolonialwarenhändlers Faßbender und das links anschließende kleine Haus der Gebrüder Gelsdorf wurden um 1912 für den Bau der 1894 eröffneten, 1933 in der Kreissparkasse aufgegangenen städtischen Sparkasse abgerissen. Das Haus Lemmerz am linken Bildrand steht dagegen noch heute. Das Sebastianuskreuz von 1695 wurde 1938 an seinen jetzigen Standort westlich des Kirchturms versetzt, wo bis 1808 der älteste Königswinterer Friedhof gelegen hatte.

40. Nachdem der Gemeinde Königswinter 1889 das Recht zur Selbstverwaltung nach der Städteordnung für die Rheinprovinz verliehen worden war, erwarb sie das links im Bild sichtbare Bachemsche Haus und zog zunächst den Garten in eine Erweiterung des Marktplatzes ein. Im Jahre 1906 baute sie das Haus zum Rathaus um und versah es dabei mit der noch vorhandenen Fassade zum Markt hin. Am rechten Bildrand ist vorn das Haus Anselm Bachern sichtbar, in dem sich heute ein Teil der Stadtverwaltung befindet, und dahinter, auf dem einstigen Friedhof vor der Kirche, das alte, um 1810 erbaute, 1889 abgebrochene Kantonsgefängnis. Die Aufnahme stammt von etwa 1885.

41. Die Postkartenansicht des Marktes aus dem Jahr 1922, von fast demselben Standpunkt aus aufgenommen, zeigt die starken zwischenzeitlichen Veränderungen. Seither ist um 1930 in der Ecke zwischen Rathaus und ehemaliger Sparkasse, dort, wo die helle Mauer sichtbar ist, das Verkehrsamt mit der anschließenden kleinen Pfeilerhalle errichtet worden. Auch ist die Marktpumpe, die mit mehreren anderen Pumpen bis zur Errichtung des städtischen Wasserwerks um 1890 die Bewohner mit Wasser versorgt hatte, verschwunden.

42. Bis zur kommunalen Neuordnung am 1. August 1969 wurde im Königswinterer Rathaus nicht nur die Stadt, sondern auch die aus den Gemeinden Ittenbach and Aegidienberg bestehende Landbürgermeisterei, später Amt Königswinter Land, verwaltet. Das Amtsschild des Standesamts links von der Rathaustür deutet diese Doppelfunktion an. Das im Jahre 1920 aufgenommene Foto zeigt Beamte und Angestellte der Königswinterer Stadt- und Amtsverwaltung; die Herren, ihrer Würde bewußt, mit hohem, steifem Kragen. Zunächst an der Tür stehen Peter Staffel, Michael Wirz und Ludwig Jonas; rechts in Uniform Polizist Jakob Altmaier.

43. Das letzte Bild des Marktes zeigt ihn mit Bliek rheinwärts im Hochwasser 1921. In der schmalen Gasse zwischen den längst verschwundenen Mauern des Berliner Hofes und dem gleichfalls nicht mehr erhaltenen Europäischen Hof hatte einst das Rheintor der mittelalterlichen Stadtmauer gestanden. Seit eh und je lag hier der wichtigste Zugang vom Rhein zur Stadt.

44. Zur Hauptstraße zurückgekehrt, blieken wir im Jahr 1913 von der Ecke der Kirchstraße nach Norden. Die meisten der sichtbaren Häuser stehen zwar noch, doch sind viele von ihnen durch Modernisierungen stark - nicht immer zu ihrem Vorteil - verändert worden. Der Fotograf hat einiges Aufsehen erregt, denn zahlreiche Bewohner der anliegenden Häuser und auch der Briefträger haben sich für ihn in Positur gestellt. Ein solches Bild läßt erkennen, daß der nachbarliche Kontakt in dem Kleinstädtchen recht eng war.

45. In feierlicher Prozession wird im Sommer 1922 der soeben zum Priester geweihte Kapuzinerpater Bertram Ingenuin Stang vom Elternhaus zu seiner ersten Meßfeier in die Heimatkirche geleitet. Der Primiziant in der Bildmitte wird begleitet von zwei aus Königswinter stammenden Franziskanerpatres, Fleischhacker und Rings. Vor ihm schreitet Pfarrer Schlösser, flankiert von den Kaplänen Lersch und Nellessen. Der reiche Fahnenschmuck und die dichtgedrängte Menschenmenge zeigen, wie stark die Bevölkerung an einem solchen Fest eines ihrer Mitbürger Anteil nahm und sich als nachbarschaftliche und bürgerliche Gemeinschaft fühlte.

.. ---S:dw h~~l ~)i~[Wn!lr[lirnps.·· A. Tillewein.

46. Während des Ersten Weltkrieges, als es noch keinen Rundfunk in Deutschland gab, bildeten neben den Zeitungen die ausgehängten Telegramme wichtige Nachrichtenquellen. Vor der Geschäftsstelle der 1863 gegründeten Lokalzeitung 'Echo des Siebengebirges', die damals dreimal wöchentlich erschien, drängen sich Groß und Klein, Zivilisten und Soldaten. Man studiert die soeben ausgehängten Telegramme aus 'Wolffs Büro", tauscht seine Meinungen über die Kriegsereignisse aus und gibt einander Hoffnung und Trost für die im Feld stehenden Angehörigen.

47. Welch großen Anteil die Bevölkerung des Städtchens im Ersten Weltkrieg an ihren gefallenen Mitbürgern nahm, zeigt dieses Bild. Über die Hauptstraße bewegt sich im Juli 1915 ein großer, hier nur zum Teil sichtbarer Trauerzug für den gefallenen Unteroffizier Hans Edelhoff, Sohn eines in Königswinter wohnenden Fabrikanten aus Remscheid. Vor dem von schwarzbehängten Pferden gezogenen Leichenwagen schreiten die Kameraden, dahinter die zivile Trauergemeinde.

48. Im Jahre 1902 bietet die Hauptstraße ein friedliches Bild. Ein Pferdefuhrwerk und ein abgestellter Handkarren sind die einzigen Fahrzeuge. Die Tomberger Straße ist, vielleicht für eine Goldhochzeit, girlandengeschmückt. Links vorn steht das Haus des einstigen Statthalters de Claer, Rechts vorn steht, heute stark entstellt, der einstige 'Domstiftische Petershof , an den noch der Petrusstein und das Petersgäßchen erinnern. Das Haus' Alt Heidelberg' , vormals 'Rieffel', später Hotel 'Adler', ist das Geburtshaus des Dichters Wolfgang Müller. Nach einem Brand wird es 1976 durch einen Neubau ersetzt. Die Gossen sind nicht sehr sauber; den 'Köttel' (kleinen Jungen) stört das jedoch nicht.

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