Königswinter in alten Ansichten Band 1

Königswinter in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Elmar Heinen
Gemeente
:   Königswinter
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1329-8
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Königswinter in alten Ansichten Band 1'

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49. Wie tief das Hochwasser 1920 in die alten Rheingassen eindrang, zeigt diese Aufnahme aus der Klotzstraße. Der Standpunkt des Fotografen ist unmittelbar unterhalb des alten Kasinogebäudes, des heutigen Siebengebirgsmuseums. Während die höhergelegenen Häuser über Balken und Bohlen einen Zugang zum 'Festland' haben, können die weiter rheinwärts gelegenen, wie das rechts sichtbare Hotel 'Monopol-Metropole', heute 'Loreley', nur mit Nachen erreicht werden.

50. In den Jahren 1844/45 hatte die katholische Pfarrgemeinde unter Pfarrer Clasen den ehemaligen Tomberger Hof gekauft, einen Flügel angebaut und dort ein Kranken- und Armenhaus sowie eine Kleinkinderbewahranstalt eingerichtet. Hier blieb das Krankenhaus bis zum Bezug des Neubaues im Jahr 1910, während die Kinderbewahranstalt 1875 infolge des sogenannten Kulturkampfes geschlossen werden mußte. Unsere Aufnahme von 1903 zeigt das im Volksmund 'Klösterchen' genannte alte Krankenhaus vor dem Gewirr der Dächer an der Hauptstraße.

51. Als Beispiel eines der typischen Königswinterer Handwerkerhäuser zeigen wir die ehemalige Metzgerei Peter Stang mit der Schuhmacherei Hahn im Nebenhaus. In solchen Handwerkerhäusern waren Laden, Werkstatt und Wohnung eng miteinander verbunden; dem entsprach es, daß die Gesellen und Lehrlinge weitgehend mit zur Familie gehörten. Das auf dem Bild aus dem Jahr 1909 sichtbare Fachwerk ist nicht das echte, sondern ist lediglich auf einem Ölanstrich nachgemalt. Inzwischen hat das Haus durch Verputz und Fliesenverkleidung ein völlig anderes Aussehen erhalten.

52. Im unteren Teil der Hauptstraße sehen wir auf diesem Bild von etwa 1925 links die Einmündung der Karolinenstraße und in der Mitte die der Neustraße, heute Generalkonsul-vonWeiß-Straße. Hier stand bis etwa 1825 die 'Unterste Porz", eines der vier Stadttore. In der linken Hälfte des Doppelhauses weiter rechts, wo sich jahrzehntelang der Kolonialwarenladen Peter Krämer befand, war von 1868 bis 1883 die Postexpedition untergebracht gewesen. Damals leerte die Post allein sonntags fünfmal die Briefkästen. In dem Gasthaus vorn links waren die Postboten Stammkunden. Für sie kostete ein großer Schnaps, 'Posthalve' genannt, nur 5 Pfennig, für andere Gäste dagegen 10 Pfennig.

53. Um 1890, als diese Aufnahme entstand, endete die Stadt im Norden praktisch etwa mit der Bahnhofstraße. Weiter nördlich standen nur einige wenige Häuser. Unser Bild zeigt vom links das alte Eckhaus Hauptstraße-Bahnhofstraße, das von Michael Krämer, genannt 'Hötte Meischel', bewohnt war. Der Baum vom rechts gehört zu dem parkartigen Garten der Villa von Leonhart. Hinter dem dritten Haus links mündet die Grabenstraße. Beide Häuser an dieser Einmündung wurden in der 1890er Jahren durch die noch stehenden hohen Verblendsteinhäuser im Stil der damaligen Zeit ersetzt.

54. Im August 1909 befuhr erstmals ein lenkbares Luftschiff das Rheintal. Das vom Grafen Zeppelin selbst gesteuerte Schiff mußte jedoch wegen eines Sturmes an der Erpeler Ley umkehren. Zur Erinnerung an diese 'Sturmfahrt' errichtete die Gemeinde Erpel einen Gedenkstein aus Trachyt, der noch auf der Erpeler Ley steht. Unser Bild zeigt den Transport des etwa vier Tonnen schweren Steines von der Perlenhardt nach Erpel. Der vierspännige Transportwagen biegt gerade um die Ecke der Bahnhofstraße und der Hauptstraße. Ganz links steht das spätere langjährige Vcrstands- und Ehrenmitglied des Heimatvereins Siebengebirge Heinrich Leven.

55. Das Bild vom Schützenfest 1904 der Junggesellenbruderschaft wurde im Garten der Familie von Leonhart-Kurtzrock aufgenommen, einer freigebigen Förderin der Bruderschaften. In der Mitte sehen wir den Schützenkönig Wilhelm Römerscheidt und neben ihm als Königin Elise Krämer. Links und rechts außen stehen die Brudermeister Wilhelm Rom und Adolf Conrads. In der ersten Reihe halbrechts sitzt der langjährige Schützenoberst Dominikus Thelen, der allgemein als 'Thele Menekes' bekannt war und mit seiner Lebkuchenbude auf alle Kirmessen im weiten Umkreis zog. Die nach 1935 umgebaute Villa von Leonhart ist heute Residenz des Botschafters von Pakistan.

56. An der Stelle der heutigen breiten, verkehrsreichen Clemensstraße befand sich 1892, als unsere Aufnahme entstand, nur ein schmales Gäßchen zwischen Obstbäumen und Gartenzäunen. Vorn links die Mauer gehört zu dem heute noch vorhandenen israelitischen Friedhof. Im Hintergrund links ist undeutlich das alte Hotel auf dem Petersberg zu sehen.

Königswinter a. Rh.

Dollendorfer Straße

57. Der Betrachter dieser Ansichtskarte von 1922 blickt über die noch gepflasterte und mit seitlich aufgestellten Gaslaternen versehene Niederdollendorfer Straße in nördliche Richtung. Die Straße wurde später in 'Dollendorfer Straße' umbenannt und nach der kommunalen Neuordnung mit in die Hauptstraße einbezogen. Auf dem Dach des 1903 erbauten, inzwischen durch einen Anbau stark veränderten Postamts fällt der hohe Turmaufbau auf', über den ursprünglich die Telefonleitungen zur Fernsprechvermittlung geführt wurden. Die ersten Fernsprechanschlüsse wurden 1892 eingerichtet.

58. Nach 1918 gab es am Rhein separatistische Umtriebe, deren Ziel eine Lostrennung von Deutschland war. Sie wurden von Frankreich unterstützt, dessen Truppen 1923 auch Königswinter besetzt hatten, obwohl es nach dem Versailler Vertrag im unbesetzten Gebiet lag. Am 25. Oktober 1923 besetzten Separatisten das Rathaus und das Postamt. Unser Bild zeigt, wie Separatisten vor dem Postamt ein Auto anhalten und den Fahrer einer Leibesvisitation unterziehen. Französische Soldaten stehen bewaffnet im Hintergrund. Nachdem die Separatisten am 16. November 1923 bei Aegidienberg von der Selbstwehr der Bauern eine empfindliche Niederlage eingesteckt hatten, verließen sie das Postamt und Anfang 1924 das Rathaus, wo sie wüst gehaust hatten.

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