Königswinter in alten Ansichten Band 1

Königswinter in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Elmar Heinen
Gemeente
:   Königswinter
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1329-8
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Königswinter in alten Ansichten Band 1'

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59. Die vornehmste Wohngegend in Königswinter lag im nördlichen Bereich zwischen der Niederdollendorfer Straße und dem - zunächst noch nicht ausgebauten - Rheinufer. Hier standen einige herrschaftliche Villen in großzügig angelegten Parks. Alte Adreßbücher weisen die meisten dieser Villenbesitzer schlicht als 'Rentner' aus. Als eine typische Villa zeigen wir die 1873 erbaute Villa Beckmann, die 1936 abgebrochen wurde. Heute steht dort die Villa des Fabrikanten Paul Lemmerz. Das Foto dürfte etwa 1925 entstanden sein.

60. Auf einem dritten Spaziergang durchstreifen wir die östlich der Hauptstraße gelegenen Stadtteile, beginnend an der katholischen Kirche. An der Ecke der Kirchstraße wurden 1905 einige Häuser abgerissen für das in veränderter Form dort heute noch stehende Haus. Die Baulücke gibt den Bliek frei auf die damals allerdings durch hohe Lindenbäume weitgehend verdeckte - Kirchenfassade. An der Stelle des Hauses am rechten Bildrand wurde später der Restaurationsgarten des Hotels Reinarz angelegt. Von den an der Einmündung der Marktstraße stehenden Männern trägt der rechte typische Küferkleidung: zweireihig durchgeknöpftes dunkles 'Kamisol' und lederne Schürze, dazu in der Hand eine hölzerne Mostkanne, eine sogenannte 'Stitz'.

61. Das um 1910 entstandene Foto zeigt die Kirchstraße (heute Drachenfelsstraße) gegen die Hauptstraße. Auf der linken Seite stehen die hohen, um 1905 von Ferdinand Mülhens errichteten Häuser, davor ein längst beseitigter Fotografiestand. Von der Gruppe alter Häuser rechts steht kein einziges mehr. Auf der Hauswand vorn rechts werden Milch, Buttermilch und Eis angepriesen. Der Kleine Graben ist, nach dem Schild am rechten Eckhaus, 'für Gespannfuhrwerk verboten; Die Polizeibehörde'. An dem Eckhaus zur Hauptstraße, über dem altertümlichen Auto, wird die Höchstgeschwindigkeit auf 20 und 15 km beschränkt.

62. Die Fronleichnamsprozession des Jahres 1912 zieht durch die geschmückte Grabenstraße in Höhe der evangelischen Kirche, die mit dem Pfarrhaus hinter den Bäumen rechts liegt. Die Grabenstraße folgt in ihrem Verlauf dem Zuge der mittelalterlichen Stadtmauer, von der praktisch nichts mehr erhalten geblieben ist. Das Haus am linken Bildrand wurde 1898 im verschnörkelten Stil der damaligen Zeit errichtet, die Baulücke daneben etwa 1930 zugebaut,

63. Unser etwa 1910 entstandenes Bild zeigt die Grabenstraße, kurz vor der Einmündung der Schützenstraße, in südlicher Richtung. Der spitzbehelmte Turm der 1863 erbauten evangelischen Kirche zeigt noch eine Balustrade und Eckfialen, die bei einer Erneuerung des Turmhelms in den 1930er Jahren beseitigt wurden, Das vierte Haus links gehörte dem Malermeister Peter Reinarz, mit Spitznamen 'Siebenschrarn' genannt. Am linken Straßenrand steht eine 'Schürreskar' , eine der praktischen einrädrigen Schubkarren, die von den Winzern viel benutzt wurden und zum alltäglichen Straßenbild gehörten.

64. In nördlicher Richtung gesehen, bot die Grabenstraße um 1890 dieses Bild, Vorn rechts steht das uns schon vom vorigen Bild her bekannte Haus Reinarz, hier jedoch noch ohne Putz und Balkon. Bürgersteige waren noch nicht angelegt und auch noch nicht nötig. Außer einer abgestellten Pferdekarre irn Hintergrund ist kein Fahrzeug zu sehen. Zeitweise hieß dieser Teil der Grabenstraße 'Telegraphenstraße' , weil die 1852 verlegte Telegrafenleitung durch diese Straße führte. Königswinter war nach Köln und Bonn die älteste Telegrafenstation im Kölner Bezirk.

65. Nicht nur die Männer und Junggesellen der historischen Bruderschaften feierten ihre Schützenfeste; auch die Kinder wollten beim Feiern nicht zurückstehen. Auf dem Schulhof der alten katholischen Volksschule haben sich die Teilnehmer am Kinderschützenfest 1908 in Positur gestellt. Es fehlt nicht an Fahnen, Säbeln, Holzgewehren, Querflöten und einem von zwei Paar Ehrendamen eingerahmten Schützenkönig. Die mitfeiernden Lehrer halten sich im Hintergrund. Das Schulgebäude wurde 1845 auf dem damals noch freien Garten- und Wingertgelände vor der ehemaligen 'Kirkesporz', dem Kirchtor der Stadtmauer, errichtet. Steine des damals abgebrochenen Tores wurden im Fundament der Schule verwendet.

66. Auf dem Schulhof, vor der Seitenmauer des Königlich preußischen Amtsgerichts, wurde 1912 aus Anlaß des fünfzigjährigen Bestehens des Männergesangvereins 'Gernüthlichkeit' ein Brunnen zu Ehren des Vereinsgründers und langjährigen Präsidenten und Dirigenten, des Hauptlehrers Schunck, errichtet. Fahnen, Strohhüte , Zylinder und einige behelmte Ordnungshüter bestimmen das festliche Bild, Der Schunckbrunnen wurde später in die Anlagen der Rheinallee in Richtung Rhöndorf versetzt, wo er heute noch steht, seit langem aber kein Wasser mehr führt.

67. Die Erstkommunikanten der Geburtsjahrgänge 1889 und 1890 sind in diesem Erinnerungsfoto aus dem Jahr 1903 aufgereiht, alle feierlich 'behütet', in schwarzem Anzug und mit steifem Kragen. Links hinten steht der Schulleiter, Hauptlehrer Joseph Becker, vor ihm Kaplan DI. Alfred Böll, in der Mitte Dechant Anton Rey und rechts Kaplan Karl Commes. Commes wirkte von 1873 bis zu seinem Tode 1922 segensreich als Priester in Königswinter. Er wurde 1906 als Nachfolger von Rey Pfarrer und später auch Dechant des Dekanats Königswinter.

68. Diesmal haben sich, gleichfalls an der Mauer der alten katholischen Volksschule, die Mädchen des ersten Schuljahres 1898, also des Geburtsjahrgangs 1892, aufgereiht. Die oben rechts stehende Lehrerin ist Fräulein Johanna Mainone. Den Kindern scheint das damals noch mit langem Stillsitzen verbundene Fotografieren keine rechte Freude zu machen, denn alle schauen ernst bis finster drein. Oder ob die meist düstere Kleidung auf ihre Gesichter 'abgefärbt' hat?

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