Königswinter in alten Ansichten Band 1

Königswinter in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Elmar Heinen
Gemeente
:   Königswinter
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1329-8
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Königswinter in alten Ansichten Band 1'

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69. Die ganz im Schnörkelstil der Jahrhundertwende gestaltete Postkarte zeigt außer einer Rheinansicht und einem selbsterfundenen Wappen, in dem ein Drache völlig unheraldisch auf einem Felsen herumklettert, das 1897 erbaute Hotel 'Westfälischer Hof in der Drachenfelsstraße. Zwei große, inzwischen längst verschwundene Pavillons zur Bahnstrecke hin zeigen, daß man noch ein ungebrochenes Verhältnis zur modernen Verkehrstechnik hatte. Der Wirt, Fritz Klein, tat sich als Verfasser zahlreicher, zum Teil stark patriotisch gefärbter Gedichte in Hochdeutsch und dem Platt seiner westfälischen Heimat hervor.

70. Am Pfingstdienstag 1903 wurde das Siebengebirge von einem gewaltigen Unwetter heimgesucht. Besonders Königswinter wurde von den in einem Wolkenbruch herabströmenden Wassermassen stark betroffen. Unsere Aufnahme zeigt die in Wasser und herabgespültem Schlamm versunkene Drachenfelsstraße am Bahnübergang. Links ist der Westfalenhof sichtbar.

71. So sah der Eselsstand am Beginn des Eselsweges zum Drachenfels 1889 aus. Der schmale, von jungen Bäumen beschattete Eselsweg war rechter Hand noch von Weinbergen flankiert. Rechts vorn steht die Gastwirtschaft 'Zum Drachenfels' , links die Bierwirtschaft 'Felsenkeller' , deren Keller aus dem Felsen ausgehauen war und die gerade zum Verkauf stand. Der beliebte Ritt zum Gipfel kostete, wie uns das bemalte Holzschild belehrt, auf dem Esel eine Mark, und auf dem Pferd 1,25 Mark. Die Reittierführer, das Wirtshauspersonal und die junge Frau mit dem kleinen Kind haben sich für den Fotografen in Positur gestellt, doch die Esellassen sich nicht von ihm beeindrucken.

72. Die 1883 errichtete Drachenfelsbahn ist die älteste Bergbahn in Deutschland. Ihr Vorbild war die erste Bergbahn Europas, die berühmte Rigibahn. Bei einer Streckenlänge von 1,5 km hat die Drachenfelsbahn eine Steigung von 20% zu überwinden. Die Aufnahme stammt von 1884; sie zeigt die soeben die Bahnhofshalle verlassende Bahn also noch im frischen Jugendglanz. In den zwanziger Jahren wurden die ersten Lokomotiven durch neue, äußerlich ähnliche Dampflokomotiven ersetzt, die zum Teil bis 1958 ihren Dienst versahen. Seit 1953 werden moderne elektrische Triebwagen eingesetzt. Eine ausrangierte Dampflok steht heute als Denkmal hinter dem Eselsstand.

73. Die Aufnahme aus dem Jahr 1930 zeigt, mit nördlicher Blickrichtung, den Bahnhof der Zahnradbahn so, wie er bis zu seiner Modemisierung 1951 ausgesehen hat. In der Bildmitte treiben einige Eselsführer und Jungen aus der Nachbarschaft Allotria mit einem ausgehauenen Baum. In der Baumkrone sitzt Rerny KolI, der sein ganzes langes Leben hindurch unzählige Male mit seiner 'Ella' und seinen anderen Eseln den steilen Eselsweg zum Drachenfels hinauf- und hinabgegangen ist und zu seinen Grautieren ein sehr persönliches Verhältnis hatte. Links hinten steht eine zweirädrige Pferdekarre, wie sie damals zum Transport von Kohlen, Baustoffen oder Dünger üblich waren.

74. Im Jahre 1897 ist die Winzerstraße, die hier von der Drachenfelsstraße aus gezeigt wird, auf der Bergseite schon stark bebaut. Einige dieser Häuser sind den Bomben und Geschossen des letzten Krieges zum Opfer gefallen. Die linke Straßenseite zeigt vor allem durch das Fehlen des Volkswohlgebäudes ein völlig anderes Bild als heute. Der Bliek geht an einer Fotografiebude vorbei - der seit 1886 vom damaligen Winzerverein betriebene Winzerhof wird am linken Bildrand soeben noch angeschnitten - über den Friedhof mit seiner Kapelle hinweg. Im Hintergrund erkennt man einige Fabrikschornsteine im Norden der Stadt.

75. Im Jahre 1908 stiftete der Fabrikant und spätere Ehrenbürger Ferdinand Mülhens der Stadt die noch bestehende Turnhalle neben dem Friedhof. Unsere Aufnahme zeigt den Bau dieser Halle, die großenteils aus Naturstein errichtet wurde. Einige Jahre später wurde östlich an die Turnhalle das Volkswohlgebäude angebaut. Es diente verschienenen kulturellen und karitativen Zwecken und war zeitweise Schulhaus für das Mädchengymnasium. Auch dieses Haus war eine Stiftung von Ferdinand Mülhens,

76. Auf dem Platz an der Turnhalle, an der Straße Am Palastweiher, haben sich beim Schützenfest der Männerbruderschaft 1927 die Vorstandsmitglieder in Positur gestellt. In der Bildmitte trägt Schützenkönig Franz Reinarz stolz die Königskette, zu der jeder Schützenkönig ein weiteres silbernes Schild stiftet. Neben ihm steht, in glitzerndem Kleid nach neuester Mode, mit Perlenkette und Diadem, seine Frau Helene als Schützenkönigin. Rechts von ihr sitzt Dechant Leopold Schlösser, Pfarrer von 1922 bis 1940. Die ganz links und rechts flankierenden Brudermeister sind Wilhelm Rom, den wir schon auf Bild 55 in gleicher Würde gesehen haben, und Jean Giesen. Das Gebäude hinter dem Platz war die Weinbrennerei der einstigen Firma Richarz.

77. Diese Aufnahme von 1891 erschließt sich erst bei genauerem Zusehen. Vorn links läuft die 1870 gebaute Bahnstrecke; rechts das breite Dach gehört zur alten katholischen Volksschule, und rechts davon ist der Turm der evangelischen Kirche zu sehen. Der von Gartenzäunen begleitete Weg ist die heutige Wilhelmstraße vor ihrem Ausbau. In dem Gelände vor der Volksschule wurde 1892 das Schulhaus der um 1850 von Kaplan DI. Ennen gegründeten, 1855 von der Stadt übernommenen höheren Knabenschule errichtet. Da die Schule später wenig florierte, den Stadtsäckel jedoch stark belastete, wurde sie 1927 mit dem Realgymnasium in Honnef zusammengelegt, das dabei den Namen 'Siebengebirgsgymnasium' erhielt.

78. Seit 1887 unterhält Königswinter eine Freiwillige Feuerwehr. Im Jahr 1898 posiert sie für uns vor der Feuerwache in der Schützenstraße mit Leitern, Seilen, Spritzen und einer Spielmannsgruppe. Ihre entschlossenen Mienen drücken aus, daß der Bürger ruhig schlafen und sich auf diese Mannschaft verlassen kann. Die Männer mit einreihig geknöpftem Uniform rock und Spitze auf dem Helm sind Polizisten; der Zweite von links in der vordersten Reihe ist Polizist Altmaier, den wir schon von Bild 42 her kennen. In der ersten Reihe in Zivil stehen Bürgermeister Friedrich Kreitz (mit steifem Hut), der dieses Amt von 1890 bis 1908 innehatte, und Stadtbaumeister Heinrich Nachtsheim.

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