Königswinter in alten Ansichten Band 2

Königswinter in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Herbert Menden
Gemeente
:   Königswinter
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1305-2
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Königswinter in alten Ansichten Band 2'

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9. Der Chorraum der St.-Remigiuskirche zur Zeit des Dechanten Schlösser (1922-1940), im Jahre 1923. Als er nach Königswinter kam, fand er eine Kirche vor, deren Innenanstrich und Ausmalung noch von 1899 stammte. Obschon die damalige Geldentwertung viele seiner Pläne zunichte machte, brachte er seine Kirche wieder in Ordnung. So ließ er unter anderem die Gewölbedecken des Chores in Fresco ausmalen; in die Kuppel eine 'Annunciata' und in die Kappen des Chores, die vier Evangelisten als Halbfiguren. Die süßliche Madonna des Hochaltares, wurde durch ein kostbares Standbild der Muttergottes mit Jesuskind ausgetauscht. Ebenso wurden die hier noch sichtbaren, unschönen Bankkästen des Chorraumes, durch ein schönes Chorgestühl ersetzt.

10. Am 22. Mai 1898, dem Sonntag vor Pfingsten, gingen in der Pfarrei St. Remigius in Königswinter 41 Mädchen und 37 Jungen zur Erstkommunion. Die gezeigten Aufnahmen entstanden am Tage danach, kurz bevor sie mit ihren Geistlichen und Lehrpersonen zu einem Ausflug zum Kreuzberg bei Bonn aufbrachen. Die Mädchen sind dazu nicht mehr in ihren weißen Kleidern und Schleiern erschienen, sondern sie tragen heute ihren neuen Sonntagsstaat, geschmückt mit der Schleife der Erstkommunikanten. Fußlang, in strengem Schnitt, hochgeschlossen mit Puffärmeln und großen Kragen versehen, sowie alles mit Rüschen und Borden garniert. Streng und ernst wirkt auch ihr Bliek, und von der Vorfreude des Ausflugs ist hier noch nichts festzustellen.

11. Nachdem die Gruppe der Kommunionmädchen von der Kamera erfaßt war, kletterten die Knaben auf die gleichen aufgestapelten Schulbänke vor dem Schulgebäude, um ebenfalls in den Besitz eines solchen Fotoandenkens zu kommen. Flankiert von ihrem Dechanten Rey und dem Hauptlehrer Becker nehmen sie Aufstellung, und lassen die gleiche Tortur der Vorbereitung über sich ergehen, wie zuvor die Mädchen, doch wie es scheint, in fröhlicher Stimmung als es dort der Fall war. Die Komrnunionknaben tragen wieder den Festanzug, heute jedoch mit Uhr und Kette, das Geschenk des Herrn Papas an den Sohn, oder das vom Patenonkel an sein Patenkind. Jacket, Weste und lange Hose, dazu Böllchenmanschetten und steifer Kragen, werden von nun ab ein ständiger Zubehör der Sonntagskleidung des Knaben sein.

12. Das letzte Stranggeläute der katholischen Pfarrkirche St. Remigius zu Königswinter, am 11. Juni 1928. Das Foto zeigt uns links den damaligen Kirchenschweizer Georg KoU mit dem Seil der 'Kleen' der Marienglocke (776 Kilogramm), während die Donatusglocke rechts, genannt die 'Döng", schon mit zwei Seilen geläutet werden mußte. Ihr Gewicht beträgt 930 Kilogramm. Die 'Jruß', die St.-Remigiusglocke mit einem Gewicht von 1 340 Kilogramm, war mit vier Seilen bestückt. An ihren Seilen sehen wir hier unter anderen den Küster Heinrich Adams (Zweiter von links), sowie auch den späteren Kirchenschweizer Gottfried Kol! (Dritter von rechts). Jener dürfte der jüngeren Generation noch bestens im Gedächtnis sein, wenn er seines Amtes waltete und dabei uns so manches Mal den Kindergottesdienst, stehend im Mittelgang der Kirche, mitfeiern ließ.

13. Als 1931 der östliche Teil des Turmhelmes neu beschiefert werden mußte, entdeckte man, daß die Halterungsstange des Wetterhahns vom Rost stark angefressen war. Daraufhin montierte man das gesamte Kirchturmkreuz ab, und renovierte es. Der Hahn bekam eine neue Vergoldung und das fünf Zentner schwere und 4,90 Meter hohe Kreuz wurde wieder per Kabelwinde nach oben befördert. Bei diesen Arbeiten erhielt der Kirchturm auch seinen ersten Blitzableiter.

14. Bliek in die frühere Kirchstraße, von der Hauptstraße aus gesehen. Längst gehört die hier gezeigte Häuserreihe der Vergangenheit an, deren letztes Haus, das mit dem vorgekragten Fachwerkgiebel, Ende der fünfziger Jahre einem Neubau weichen mußte. Erhalten blieb der schöne vasenbekrönte Toreingang, der damals zum Garten des Hotel-Restaurant Reinarz führte. Heute ist er der Zugang zu einem Gartencafé. Das hohe Eckhaus Grabenstraße-Kirchstraße (heute Drachenfelsstraße) ist ebenfalls noch erhalten. Zur Zeit der Entstehung des Fotos, um 1912, betrieb dort der Buchhändler Kar! Wolf eine Galanterie-Kunst- und Musikalienhandlung, die bekannt war unter dem Namen: 'Der Laden mit den sieben Schaufenstern'.

15. Das um 1908 aufgenommene Foto zeigt den Chorraum der am Reformationstag 1864 eingeweihten evangelischen Kirche in Königswinter, der heutigen Christuskirche. Der Mittelpunkt ist das von H.J. Sinkei im Jahr 1903 gemalte Altarbild, welches den gekreuzigten Christus zwischen Maria und Johannes darstellt. Sinkei war ein Schüler und Freund des in Königswinter geborenen Hlstonen- und Madonnenmalers Franz Ittenbach (1813-1879). Der damals noch mit Seitenschranken versehene Altar, wurde 1907 aufgestellt und im neugotischen Stil geschaffen, dem Baustil der Kirche. Aus dem gleichen Jahr stammt auch die hier sichtbare Ausmalung. Die drei Chorfenster, eine Stiftung des Steuerrendanten Arthur Schroff, sind Werke des Darmstädter Glasmalers Hans Müller-Hickler.

16. Bei der Neubeschieferung des Kirchendaches und der Umgestaltung des Kirchturmes der evangelischen Kirche, in den Jahren 1924 und 1927, entfernte man gleichzeitig alle neugotischen Schmuckelemente, so unter anderem die Eckfialen und die Ballustrade. Man beließ lediglich ein Teil der Portalausschmückung. Dieses Gewändeportal ist heute der Blickfang an der schlicht gehaltenen, doch ansprechenden Kirche. Das hier noch eingefriedete Kirchengelände wurde 1962 zu einem Kirchplatz neu gestaltet, dessen Mittelpunkt die Kirche ist.

17. Fahnenweihe der Jugendwehr-Kompanie-Königswinter, am 27. Februar 1,917 auf dem Schulplatz. Sie fand unter Anwesenheit des Hauptmanns Schluttig und des Kreisleiters des Gymnasial-Turnlehrers Schumacher aus Siegburg statt. Im Westfalenhof gestaltete man im Anschluß einen Unterhaltungsabend für die Eltern und gedachte dabei des Geburtstages Seiner Majestät des Kaisers Wilhelm Il. Der Gründer dieser Wehr war der Eisenbahnassistent Bauer und ihr Führer der Gendarmerie-Wachmeister Kuhs.

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18. Jubiläums-Postkarte des am 1. Januar 1862 gegründeten Männer-Gesang-Vereins 'Gemütlichkeit'. Im mittleren Medaillon sehen wir den Gründer, den Hauptlehrer Franz Schunk, der als erster Präsident und Dirigent dem Verein von 1862 bis 1879 vorstand. Rechts und links von ihm, den im Jubiläumsjahr tätigen Präsidenten Heinrich Fahr (1905-1919), sowie den Dirigenten JosefWinand, der von 1901 bis 1919 den Chor leitete. Die Gründungsversammlung fand im Restaurant Reinarz statt, während der Gedanke dazu, im Gasthaus 'Unter den Linden' (Schaumburger Hof) in Plittersdorf fiel, als Schunk zweien Gleichgesinnten zuprostete: 'Der Männer-Gesang-Verein Gemüthlichkeit: vivat, crescat, floreat!'

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