Königswinter in alten Ansichten Band 2

Königswinter in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Herbert Menden
Gemeente
:   Königswinter
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1305-2
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Königswinter in alten Ansichten Band 2'

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49. Der einstige Gasthof 'Zum Heidelberger Fass', der vormals unter dem Gastwirt Jacob Hürter 'Zur stillen Ecke' hieß. Als später der Gasthof zum Hotel wurde, gab man ihm den Namen 'Alt Heidelberg', Mit all den Namen verbinden sich manche Erinnerungen der älteren Königswinterer Generation. So bot der Wirt Hürter seinen Gästen das Viertelchen Wein zum Preis von 20 Pfennig und den Stehschoppen für 5 Pfennige an, Auch dessen Nachfolger Heinrich Stenz in seiner bekannten Art, ist aus dem Stadtgeschehen dieses Jahrhunderts nicht fortzudenken. In dem Eckhaus links befand sich die 'Brod & Feinbäckerei' Anton Menden.

Gasthof zum Heidelberger Faß, Könlgswlnter, Hauptstr. 82 Besilzer H. Stenz - Telefon 132

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50. Eines der ältesten noch erhaltenen Häuser in der Altstadt war bis zum Jahre 1969/70 der 1760 erbaute Weinhof des kurkölnischen Kanzleidirektors Johann Reinhard von Kempis. Sein Ehewappen, das von Kempis-Frankenstein-Sierstorff, schmückt noch eines der beiden Portalgewände. Später diente das Gebäude der Familie von Clavé-Bouhaben ebenfalls als Weingut, bevor es dann als 'Höhere-Private-Töchterschule' genutzt wurde. Das Foto gibt uns die Zeit wieder (um 1930), als es für Wohnzwecke neue Verwendung gefunden hatte. Heute verdeckt die renovierte Fassade einen Neubau, und in dem nun die Gaststätte 'Alt Königswinter' zu finden ist.

51. Nachdem uns durch Seite 54 das Schulgebäude der Höheren-Privaten-Töchterschule, genannt auch 'Kreer'sche-Schule', bekannt ist, zeigt uns dieses 80jährige Foto die 'Höheren Töchter'. Es muß wohl ein besonderer Anlaß zur Gratulationsaufnahme vorhanden gewesen sein, da man für derartige Fotos meist auf reisende Fotografen angewiesen war. Zu diesern Gruppenbild hatte man im Hofraum der Schule Aufstellung genommen. Die Schule, 1855 gegründet, wurde derzeitig von der aus Siegen stammenden Therese Kreer, zusammen mit ihrer Schwester Herrnine, geleitet. 1926 übernahmen Schwestern vom Orden der armen Dienstmägde Jesu Christi die Schule. Im Jahre 1938 wurde sie geschlossen.

52. Auch Königswinter hatte seine Bauperiode in der Barockzeit. Das beweist uns heute noch die entzückende Steinfassade des Hauses 'Im Stern', deren Entstehungsjahr 1729 durch das an ihr angebrachte Chronogramm angezeigt wird. Diese Fassade, von tüchtigen ortseigenen Steinmetzen geschaffen, kann mit jeder kleineren Schloßfassade in Schönheitskonkurrenz treten. Das Gebäude selbst ist bis zur ersten Etage hin aus Haustein gebaut, auf dem ein Obergeschoß aus Fachwerk ruht. Die Aufnahme stammt aus der Zeit als Wilhelm Menge dort seine Restauration betrieb,

53. Straßenbild aus den Jahren 1850-1865, Hauptstraße, Bongertsgasse (Bungertstraße). Jean Bachern schuf 1874 diese Kreidezeichnung. Er stammt aus dem Haus 'Irn Rebstock', von welchem er dieses Treiben bestens studieren konnte. Das linke Eckhaus Bültgen wurde um die Jahrhundertwende aufgestockt, während man dem Nachbarhaus den Spitzgiebel nahm, und damit ihm ein anderes Aussehen schuf. Das Haus Feyen dagegen, wurde auf Grund des schlechten Zustands abgetragen, und durch ein neues Fachwerkhaus gleichen Aussehens ersetzt. Es ist eines der schönsten Fachwerkhäuser in AltKönigswinter, und gehört der katholischen Pfarrgemeinde. Dem Betrachter des Bildes sei es selbst überlassen, diese Straßenszene zu interpretieren.

54. Man kommt einfach nicht umhin auch einmal an einen einzelnen Menschen zu erinnern, den alle Bürger des Städtchens liebhatten, die Schwester Anastasia. Ihre Sorge galt Jahrzehnte hindurch den Kindern in der 'Verwahrschule', des späteren Kindergartens in der Bungertstraße. Sie war noch eine jener Schwestern, die den Umzug vom 'Klösterchen' ins neue St. JosephsKrankenhaus miterlebte. Schmerzlich für sie war, als sie einer 'Braunen Schwester' in der NS-Zeit ihre Kinder überlassen mußte. Leider war es ihr nicht vergönnt dort ihren Lebensabend zu verbringen, wo ihr Wirkungskreis war. Mit der durch Nachwuchsmangel im Orden bedingten Abgabe des Hauses, nahm man zugleich auch 'ihre' Heimat. Man berief sie ins Mutterhaus nach Dernbach zurück, auf dessen Friedhof sie ihre letzte Ruhestätte fand.

55. Eines der ältesten Lebensmittelgeschäfte im alten Königswinter, ist wohl neben dem von J.J. lttenbach, später Bungenstock, der Laden des Jakob Stang. Er übernahm ihn von seinem Vater Bernhard. Da man in Königswinter der 'Stangs' viele hatte, gab man ihm den Namen 'Döppchens-Stang', Steintöpfe, Gläser und Dosen in denen er seine Waren anbot - hier sind es um 1930 unter anderem Drogen, Farben, Kaffee und Liköre - scheinen wohl die Ursache dieses Beinamens zu sein. Geschäftshaus ist es bis heute geblieben, nur ist die alte Bausubstanz zerstört. Mit Flächenfenstern, Holz- und Fliesenverkleidungen wurde an der Natursteinfassade 'Sanierung' betrieben. Lediglich die Inschrift Sit nomen Domine benedictum - 1724 -, die ehedem die Zusammengehörigkeit des Doppelhauses schmückte, ließ einer der beiden Eigentümer von der heutigen Holzverkleidung aussparen. Sie erinnert uns, wie es früher war.

56. Für die Fußbekleidung standen den Königswinterern die Schuhhäuser Michael Schoep mit seinen 'Herz' und 'Saxonia' Schuhen, und Albert Cahn mit der Marke 'Speier' zur Verfügung. Beide Geschäfte befanden sich auf der Hauptstraße, letzteres mit der Hausnummer 154, neben dem Uhrmacher Paul Barfurth. Cahns 'Speier-Schuhe', mit ihren 10 Prozent Rabatt auf allen Schuhgrößen, war schon ein Begriff innerhalb des Städtchens, zumal der liebenswürdige Albert Cahn weiter half, wenn es trotz des Rabatts zu einem Neuerwerb immer noch nicht reichte. So ist er vielen älteren Bürger, durch seine hilfsbereite Art, bestens im Gedächtnis. Im Hinterhaus betrieb er gleichzeitig ein Lederlager, dessen Zugang auf dem Bild zu sehen ist.

57. War für die Fußbekleidung der Königswinterer schon bestens gesorgt, so wurde die 'Behütung' und 'Beschirmung' der Knaben und Männer durch das Fachgeschäft Heinrich Flötgen, vormals C. Schlüter, vorgenommen. Es befand sich zwischen dem schon erwähnten Schuhwaren-Haus Schoop, genannt Im goldenen Stiefel (siehe Wetterfahne), und dem Hause Peter Stang 1., genannt 'Pömpchens-Stang'. Während das Geschäftshaus Flötgen an althergebrachter Stelle weitergeführt wird, obschon im Äußern gänzlich verändert, so ist uns sein Nachbarhaus nur noch durch ein solches Foto erhalten. Der Verputz des Hauses Stang ließ dankenswerterweise der heutige Besitzer entfernen, so daß der schöne Fachwerkgiebel wieder ein Schmuckstück der Hauptstraße wurde.

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58. Uniformierte Straßenmusikanten um 1910 auf der Hauptstraße, vor dem Feinkostgeschäft Clemens Lennarz. Interessiert umstehen Jungen und Mädchen das Quartett, und lauschen der Musik. Selbst das Pferd zeigt durch das spitzen seiner Ohren, mit dem Dargebotenen vollends zufrieden zu sein. Während das Haus links, die ehemalige Bäckerei Zimmermann (später Flor), mit zwei weiteren Häusern einer 'Sanierung' weichen mußte, ist das Haus Nr. 134 noch erhalten, wenn auch im Äußeren und Inneren verändert. Heute befindet sich dort ein Souvenirladen.

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