Königswinter in alten Ansichten Band 2

Königswinter in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Herbert Menden
Gemeente
:   Königswinter
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1305-2
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Königswinter in alten Ansichten Band 2'

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59. War das die erste 'Fußgängerzone' in der Hauptstraße, schon um 1913? Welche Ruhe und Gelassenheit läßt ein solches Foto erkennen. Lediglich dem Fotografen scheinen die Kinder gespannt zuzuschauen. Ob es wohl ein Sonn- oder Feiertag war? Die Kleidung der Kinder läßt jedenfalls darauf schließen. Die Anzüge der Knaben, fast immer vom Hausschneider (Mutter) hergestellt, waren so beschaffen, daß die Hosenbeine, die über die Waden reichenden wollenen Strümpfe bedeckten. Somit war ihnen eine ausreichende Warme in der Winterzeit gewährleistet, da Kindermäntel eine Seltenheit waren. Der dazugehörende Rock war meist aus dem gleichen Material, und vom gleichen Schöpfer. Lediglich die Mütze stammte vom Fachmann, da die Fasson der Kopfbedeckung, trotz bestem Können des Hausschneiders, ihr von ihm nicht gegeben werden konnte.

60. Alter zweirädriger l-PS'lerischer Müllwagen, gestellt von der Kohlenhandlung Jakob Röhrig vom Apostel-Hof, auf der Hauptstraße. Viel Müll dürfte in diesem Eimer wohl nicht mehr gewesen sein, da der zerfetzte Boden des Zinkmülleimers, dem Pfeife rauchenden Entleerer, schon eine Menge Vorarbeit abgenommen hatte, und somit neue Arbeit für die Straßenreinigung schuf. War der Pferderücken des 'Lees', der später ein biblisches Alter von nahezu 30 Jahren erreichte, vorsorglich mit einer Segeltuchabdeckung vor Staub geschützt worden, so scheint das Konfektionshaus Gontermann bei aufstehenden Fenstern, die Situation nicht erkannt zu haben.

61. Das Haus 'Im Pelikan', die heutige AdlerApotheke, wurde 1799 als Gaststätte von den Eheleuten Franz Bagen und Gertraud Feyens erbaut. Nach einem Verzeichnis der Grundstückseigentümer im Urkataster von Königswinter, war schon 1825 ein Caspar Weber der Besitzer des Hauses. Es ist jener Weber aus Osterode, dem am 21. Juli 1801. Clernens August Reichsfreiherr von Lornbeck-Gudenau, das Privileg zur Errichtung einer Apotheke in Königswinter erteilte. Er ftihrte sie bis zum Jahre 1836 und übertrug sie dann an seinen Schwiegersohn, den Apotheker Franz Knoodt. Von ihm übernahm sie 1861 Gustav Koldewey, der sie 1864 wiederum weitergab an Julius Zander, der in Honnef noch eine Filialapotheke betrieb. Er baute das Gebäude um. Ein Wappenschild an der Seite des Hauses in der Kellerstraße erinnert an seine Zeit.

62. Der Apotheker Julius Zander blieb bis zum Jahre 1873. Ihm folgten im gleichen Jahr ein Ernst Vogel, 1879 Josef Sabel, 1888 Eduard Paßmann und 1890 Georg Wilhelm Bauer. Dann übernahm sie Friedrich Wittke. Ihn zeigt dieses Foto in seiner Apotheke, zusammen mit seiner Frau und den beiden Söhnen, von denen einer dem Vater im Beruf folgte.

63. Nachdem französische Truppen am 23. Mai 1689 den Ort eingeäschert hatten, war mehr als die Hälfte der Häuser, die vorwiegend aus Fachwerk bestanden, vollig zerstört. Gleich nach dem großen Brand begann man wieder mit dem Aufbau, bei dem zunächst einige vornehme Steinhäuser entstanden, so auch das 1691 erbaute Haus des Statthalters Eberhard de Claer, an der heutigen Hauptstraße gelegen. Dieses stattliche Wohnhaus mit den bossierten Tor- und prächtigen Türgewänden, ist geschmückt mit den beiden Ehewappen, de Claer und Boshammer. So gibt das geschichtsträchtige und vorbildlich gepflegte Haus ein Stück Ortsgeschichte wieder, ja mehr noch, es ist Heimat!

64. Wer erkennt auf dieser um 1910 entstandenen Aufnahme unser heutiges Siebengebirgsrnuseum wieder? Häßliche Anbauten an der Gartenfront verdecken den herrlichen zweigeschossigen Bau von 1732, der in seiner Gesamtheit mit Wolkenburger-Stein (Latit) verkleidet ist, Der Steinhauermeister und Gerichtsschreiber Joh. Peter Mäurer war der Erbauer des Hauses rnit der hervorragenden Steinmetzarbeit. Das Haus war zur Zeit des Fotos im Besitz der Casino-Gesellsohaft. Es zeigt uns deren Ökonom Joh. Kuckhoff mit seinen Kindern: Maria, Gretchen und Josef.

65. Dieses Bild von den Herren der Casino-Geselischaft wird bei vielen älteren Bürgern der Altstadt Erinnerungen wachrufen, als damals jene 'Hääre', durch ihre Persönlichkeit, die Geschichte des Städtchens mitbestimmten. So dürfte die Wiedergabe ihrer Namen von Interesse sein. Oben, von links nach rechts: Bonn, Dr. Stommel, Hubert Spindler, Gontermann und Kuckhoff. Mitte: Zürbig, Clever, Dr. Gallenkamp, Prof. Winterscheidt, Wittke, Gräfinghoff und Richarz. Unten: DI. Stamm, Hesse, Edelhoff, Iseke, Freudel und Wolfslast.

66. Das Veit'sche Haus auf der Hauptstraße, 1717 erbaut und 1730 um einen Trakt erweitert, scheint seiner Anlage gemäß schon als Gasthaus gebaut worden zu sein. Dieses herrliche, zweigeschossige barocke Haus mit seinem dreistufigen Volutengiebel, ist uns in seiner ganzen Schönheit erhalten. Der unter dem Dachgesims des Anbautraktes angebrachte Segensspruch SIT PROTEKTOR DEUS - ET SALVATOR MEUS - IN AETERNAM. AMEN (Gott sei mein Beschützer und mein Retter in Ewigkeit. Amen) sowie auch der über dem Türsturz angebrachte, der lautet: WER GOTT VERTRAWT HAT WOHL GEBAWT, scheinen ihre Wirkung bewiesen zu haben. Schöner denn je, und mit Stolz, trägt der Giebel weiterhin zwei steinerne Flammen, dazu als krönenden Abschluß eine Steinvase, aus der ein vergoldetes Kreuz ragt. Diese Attribute, mit denen der unbekannte Erbauer sein Haus schmückte, dürften auch heute noch in ihrer Bedeutung nicht zu übersehen sein. Das Foto um 1920 zeigt das Haus mit dem Friseur-Salon Ehrenberg.

67. Die Skatbrüder der Casino-Gesellsohaft im Jahre 1882. Es sind dies die Herren (von links nach rechts): Bertram, Andreas Wilhelm Lemmerz (vom Markt), Johann Adam Lemmerz (gegenüber der Kirche wohnend, heute von Gepen), Laurenz Genger und Kar! Zimmermann. Sie tagten damals im Hotel Zum Drachenfels auf der Hauptstraße. Es ist das Haus, welches wir von Bild 66 her kennen, und dort als das Veit'sche Haus vorgestellt wurde.

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68. Im Haus Tombergerstraße 5-7, gegenüber dem Klösterchen, wohnte die Hebamme Witwe Wilhelm Krämer, Anna geborene Menden. Es war eine schwergewichtige, stattliche Frau, deren Körperfülle nur auf zwei Stühlen Platz fand. Im Dezember 1889 wurde sie zur Il. Distriktshebamme für den Hebammenbezirk Königswinter ernannt. Auf dem Foto steht sie rechts neben ihrer Schwester Anna, verheiratete Koppmann. Das hier noch verputzte Fachwerk ist heute freigelegt. Die gepflasterte Gosse, genannt 'Sood', nimmt längst nicht mehr das auf, was ihr damals aus den einzelnen Häusern geboten wurde.

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