Königswinter in alten Ansichten Band 2

Königswinter in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Herbert Menden
Gemeente
:   Königswinter
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1305-2
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Königswinter in alten Ansichten Band 2'

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69. Alljährlich feierten die Mitglieder der 'Freien-Schreiner-Innung-Königswinter' zusammen mit ihren Familien das Patrozinium am Fest des heiligen Rochus (16. August). Nach einem Gottesdienst am Morgen folgte gewöhnlich ein Ausflug in die nähere Umgebung. Am Abend des Festtages traf man sich mit der Schreiner-Innung-Bonn in einem Königswinterer Restaurant, um dort den Ausklang bei gernütlichem Beisammensein zu begehen. Heute erinnert uns an diesen Tag nur noch der Gottesdienst, den eine traditionsbewußte Schreinerfamilie weiterhin feiern läßt. Von ihr stammt auch das hier gezeigte Foto mit den Innungsmitgliedern vom Jahre 1908.

70. Diese 'Gruß aus ... Karte' ist recht amüsant. Nicht die Grüße aus dem Siebengebirge sollen den Daheimgebliebenen erfreuen, sondern solche aus der Bockhalle des Rich, Leo Böck, an der Ecke Hauptstraße-Tombergerstraße. Die Lithographie stammt aus dem Jahre 1895. Der Restaurationsbetrieb in diesem Hause wird bis in die heutige Zeit fortgeflihrt.

71. Eines der glanz- und prunkvollsten Schützenfeste der St.-Sebastianus-Junggesellen-SchützenBruderschaft Königswinter von 1604 war jenes vom Jahre 1907, mit dem Königspaar Johann Köppchen und Therese Reinarz. Es begann an den drei letzten Junitagen und fand seinen Höhepunkt im großen Festessen am Sonntag, dem 7. Juli im Saale Bellinghausen, wo am gleichen Abend auch der Krönungsball stattfand. Bei allen Veranstaltungen spielte die 'Große Kapelle des Schleswig-Holsteinischen Fußartillerie-Regiment Nr. 9' aus Koblenz. Das Foto am Krönungstag aufgenommen, zeigt das Königspaar inmitten seines Hofstaates im Garten Bellinghausen.

72. Das Geburtshaus des bekannten Historien- und Madonnenmalers Franz lttenbach. In diesern, mit einer stilvollen Treppengiebel-Wand geschmücktem Haus in der damaligen Heisterbacher Straße, der heutigen Altenberger Gasse, wurde lttenbach am 13. April1813 geboren. Die Ursprungsform des Hauses ist weitgehend erhalten geblieben. 1885 brachte man an der erwähnten Giebelwand eine Gedenktafel an, die an den großen Sohn unserer Heimatstadt erinnern soll. Vorausgegangene Planungen ihm ein Denkmal zu setzen, scheiterten letzt endlich an den fehlenden finanziellen Mitteln.

73. 'Vor der Haustür' stellt sich hier die Familie Adolf Kolfenbach mit ihrem Personal zur Gruppenaufnahme dem Fotografen. Mit Stolz zeigt die Fassade des Hauses den Fortschritt der Technik im Bäckereigewerbe an: Brod & Feinbäckerei mit Motorbetrieb. Das Haus wurde in den sechziger Jahren durch einen Neubau ersetzt.

74. Eine Partie der Hauptstraße im Jahre 1890 vom '50 Pf.-Bazar' des Hermann Dreesbach aus, nach Norden hin verlaufend, in der das Gasthaus Uhrrnacher, späterer Königswinterer Hof, dann die 1900 abgerissene Bäckerei Lütz, gefolgt vom Laden Ernst Lühdorf, und dieser getrennt durch das 'LühdorfsGäßchen' vom Gasthof des Organisten Zimmermann, später Scharding, zu verfolgen sind. Es reihen sich an die Häuser Wichelhofen und das Gasthaus Zur Traube, in dem sich bis 1850 das Friedensgericht befand, 1945 brannte das Haus durch Artillene-Beschuß völlig aus. Der weiß hervorstehende Giebel dahinter gehörte zur Wirtschaft der Geschwister Rings. Vorne links das Haus Kar! WoIter und Haus Richarz, ehemalige 'Kanonie der Kreuzherren von Ehrenstein' , sind noch in ihrer Bausubstanz erhalten.

75. 'Rhein-Bazar' des Hermann Dreesbach. Die Familie zum Gruppenfoto posiert, vor ihrem Wohn- und Geschäftshaus Hauptstraße 170. Der in Renaissancemanier geschmückte Giebel, heute in vereinfachter Form noch erhalten, wirkt gegenüber den schlichten Fassaden seiner Nachbarn erhaben. Rechts sehen wir die 'Brod- & Feinbäckerei' Adolf Kolfenbach. Sie besaß einen der bekarmten 'Königswinterer Öfen' in ihrem 'Backes'. Das Foto stammt von 1910.

76. Ein Straßenbild um 1912. Die im Bild gezeigten beiden Häuser in der unteren Hauptstraße mit den Nummern 174 und 176, das Geschäftshaus, die Milchhandlung Hugo Klein, und der Laden des Ernst Lühdorf mit seinen Eisenmöbel und Jagdbedarf, gehören unbedingt zum alten Königswinter. Jahrzehnte hindurch war Klein das führende Geschäft für Molkerei-Produkte, Hier stellt sich Hugo Klein mit Frau und Kinder, zusammen mit ihrem pferdbespannten Milchwagen, dem Fotografen. Noch war das Auto als Lieferwagen die Ausnahme, so das der 1- oder 2-PS'ler allenthalben zum Straßenbild gehörte.

77. Einem althergebrachten Brauchtum entsprechend, zieht am Vorabend des Martinustages die Schuljugend, begleitet von Musikkapellen, mit ihren Fackeln und Lampions singend durch die Straßen. Mitten unter diesen reitet St. Martin auf prächtigem Schimmel, jener Heilige der der Legende nach, einem Bettler die Hälfte seines Offiziersmantels durch Schwerthieb teilend gab. Früher meist im Bischofsornat dargestellt, hat heute die rörnische Offiziersrüstung den Vorzug, in der ihn auch das Foto von 1927, dargestellt von Hugo Klein, zeigt. Es ist das gleiche Jahr, in dem zum ersten Mal eine Prämierung der originellsten und selbstgebastelten Fackeln vorgenommen wurde.

78. Fronleichnamsprozession 1915, in der unteren Hauptstraße. Diese kirchlichen Umzüge wurden von den Bürgern der Stadt festlich begangen. Die beflaggten Häuserfronten waren mit frischem Buchenzweigen, den 'Maien' geschmückt, die man am Vorabend des Festes von den St-Sebastianus-Junggesellen oder von der 'Röhrich's-Naas', einem Königswinterer Original, käuflich erworben hatte. Vielfach wurden aber auch die so beliebten Lorbeerbäume vor die Häuser gestellt, für die es bekanntlich das ganze Jahr hindurch Verwendung gab. Dieses alles, dazu noch die vielen Hausaltärchen in Türen und Fenstern, geschmückt mit den Figuren des 'Schlafenden Jesusknaben' oder des 'Knaben Johannes mit dem Lämmchen', zeugten von einer tiefen Volksfrömmigkeit, die dann durch eine solche kirchliche Demonstration offen zu Tage trat.

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