Königswinter in alten Ansichten Band 2

Königswinter in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Herbert Menden
Gemeente
:   Königswinter
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1305-2
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Königswinter in alten Ansichten Band 2'

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79. Viel Mühe und Sorgfalt wurde zur früherer Zeit auf die Ausschmückung und Herrichtung der Hausund Segensaltäre, anläßlich der drei Eucharistischen Prozessionen im Jahresablauf, gelegt. So stellte unter anderem die St.-Sebastianus-Männer-Schützen-Bruderschaft 1547, immer einen von den vier Segensaltäre der Fronleichnamsprozession. Ihr Altar stand in der Grabenstraße an der Schmiede Müller. Der St.iSebastianus-Altar fand jedesmal große Aufmerksamkeit, da er in seiner grün-weiß gehaltenenen Seidenbespannung, den Farben der Bruderschaft, auch jeweils den dazu passenden Blumenschmuck zeigte. Der Altar war ein Entwurf vom Bildhauer Krings aus Königswinter.

80. Die 'Bredderallee'. Gemeint war damit das Stück Mirbachstraße, welches die Verbindung zwischen Grabenstraße und Franz-Ittenbach-Platz darstellt, und früher als Gartengelände diente. Die Bretterbuden und Zäune, die vielfach auch als Plakatwände Verwendung fanden, gaben dem Straßenteil diesen Spottnamen, was das Foto deutlich dokumentiert.

81. Professor Ernst Winterscheid im Kreise der Familie, aufgenommen 1908, im Garten seines Hauses in der Bahnhofstraße 1. Anfang der Jahrhundertwende zog er nach Königswinter, nachdem er zuvor 35 Jahre lang als Professor der Musik in London gearbeitet hatte. Durch sein reiches Wissen auf dem Gebiet der Musik, erwarb er sich einen Kreis vieler Freunde, denen er immer wieder sein reiches Talent als Pianist zur Verfügung stellte. Seine musikalische Mitwirkung bei zahlreichen Veranstaltungen der Vereine trug dazu bei, daß sich das Musikleben in der Stadt beachtlich hob, Als Dank ernannten die Männergesangvereine 'Gemüthlichkeit', Cäcilia' und das 'Rheinische Sängerquartett' ihn zu ihrem Ehrenmitglied. Der 1849 in Köln geborene Professor starb 1932 in Königswinter.

82. Im Jahre 1903 erregten die Gebrüder Simon und Johann Lemmerz in Königswinter großes Aufsehen. In der Motorfahrzeug-Fabrik 'Drachenfels', dem Unternehmen ihrer Mutter, der Witwe Peter Lemmerz, hatten sich beide den hier gezeigten Zweisitzer gebaut. Der Wagen war bestückt mit einem französischen Motor, der es schon auf 30 Stundenkilometer brachte. Diesem Motorwagen folgte ein Viersitzer mit einem Protos-Motor, der noch schneller und noch sicherer war. Am Eifelrennen 1907 beteiligte sich auch Simon Lemmerz, zusammen mit seinem Bruder Franz, und wurde sogar mit dem goldenen Pokal des Rennens ausgezeichnet. Das Foto um 1905 zeigt Simon und Joharm Lemmerz (dunkle Mütze) auf der Wilhelmstraße, in der Nähe des mütterlichen Unternehmens, Ecke Bahnhofund Wilhelmstraße.

83. 'Zweimal rund ums Siebengebirge'. Unter diesem Motto startete am 19. August 1923 der RadVerein·Drachenfels-1897 ein Fahrradrennen, das verbunden war mit Ausfahren der Klubmeisterschaft. Am Hotel Spangenberg befand sich der Start. Das Vereinsmitglied Simon Lemmerz stellte ein Kontroll-Auto zur Verfügung, das von ihm selbst gefahren wurde. Die zu bewältigende Route er· streckte sich von Königswinter über Rhöndorf, Honnef, das Schmelztal, Aegidienberg, Himberg, Oberpleis, Heisterbacherrott, Ober- und Niederdollendorf und wieder zurück nach Königswinter. Franz Jacobi ging als Sieger aus dem Rennen hervor. Ihm wurde von dem Preisrichter Blum der Lorbeerkranz überreicht, der auf dem Foto sein Siegesgefährt schmückt.

84. 'Gruss aus Königswinter'. Ansicht des Bahnhofs mit eingeblendeter Ansicht, 'Bliek auf das Siebengebirge vom Bahnhof aus', in stilisierter Art. Die Grußpostkarte von 1896 wurde vom Bahnhofswirt Franz Winzen bei dem Kölner Verlag Hans Reizinger in Auftrag gegeben. Längst gehören die kleinen Tenderlokomotiven der Vergangenheit an, die dampfend und schnaufend ihre Personenwagen mit den offenen Perrons durch die Landschaft zogen.

85. Im Siebengebirgsraum ging am 13. August 1932 ein wolkenbruchartiger Regen nieder, der sich hauptsächlich südlich, am Drachenfels und der Wolkenburg, böse auswirkte. Die Gefahrenpunkte im Stadtgebiet waren die beiden vom Gebirge führenden Drachenfels- und Bahnhofstraße. Auf ihnen wälzten sich große Wassermassen bis zum Bahndamm hin, der anschließend mit Baum-, Wurzel- und Buschwerk, sowie Schlamm und Steinen, völlig bedeektwar. Hier sehen wir die Freiwillige Feuerwehr Königswinter bei den Aufräumungsarbeiten am Bahnübergang Bahnhofstraße.

86. Die Petersbergbahn, 1888 erbaut und Ostern eröffnet, ist sechs Jahre jünger als ihre Schwester, die Drachenfelsbahn. Daftir betrug ihre Streckenlänge 1 750 Meter mit einer Steigung von 26 Prezent, während die Drachenfelsbahn eine 1 520 Meter Strecke und eine Steigung von 20 Prozent zu überwinden hatte. Ihr Vorbild war die von Ing. Riggenbach entworfene und gebaute Rigi-Bahn. Er ließ zwischen den üblichen Schienen eine Zahnstange auf den Schwellen verankern, in welche die Zähnung eines dritten Rades, das sich an der Treibachse der Lok befand, eingriff. Somit wurde ein Verbund zwischen Schienen und Lok gegeben. Das Foto um 1895, zeigt die Lok NI. 2, gleich hinter der Talstation am 'Kissel', Im Hintergrund ist noch 'Wingert' zu sehen, der sich damals bis unmittelbar an den Bahndamm erstreckte. Bahn und Streckenweg wurden in den fünfziger Jahren demontiert.

87. Haus Heisterfeld bei Königswinter, am Fuße des Peterberges, 1891. Vor dem Haus derWeinberg, der sich hier noch bis zum Heisterbacherweg erstreckte. Später wurde er dann durch eine Obstbaumanlage ersetzt und nur die herrliche Rebenpergola wurde erhalten. Heute jedoch hat sich die gesamte Anlage verändert. Haus, Obstbäume und Pergola gehören längst der Vergangenheit an, Lediglich die Steinplatte, mit der Inschrift Haus Heisterfeld am ehemaligen Eingangstor der Gartenanlage, ist Zeuge vergangener Zeit geblieben. Vor dem Weinberg steht Peter Joseph Bachern, der Mitbegründer der Steinfirma Bachern & Cie., mit zwei seiner Enkelkinder.

88. Auf dem Foto von 1889 präsentiert sich die Belegschaft der Steinhauerei und Steinbruchbetriebe Spin dier, mit ihrem Chef Karl Spindier (rechts mit gestreifter Hose) auf dem Platz der Steinhauerei, der 'Hött' genannt wurde. Diese 'Hött' lag zwischen Friedhof und der oberen Bahnhofstraße. Karl Spindier gehörte zu dem Familienverband der Spindlers, deren Ahnherr 1681 aus dem Elsaß einwanderte und sich in Königswinter niederließ. Später gelangten sie durch ihre Be- und Vertriebe zu beträchtlichem Ansehen, so daß die Geschichte unserer Stadt im 19. Jahrhundert ohne deren Namen nicht zu schreiben ist. Karl Spindier war Eigentümer der Steinbrüche am Lohrberg, Nasseplatz, Kühlsbäumen und am Wasserfall. Er verkaufte im Jahr 1900 die Brüche an den Verschönerungs-VereinSiebengebirge.

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