Koblenz in alten Ansichten Band 2

Koblenz in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Georg Fischbach
Gemeente
:   Koblenz
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4855-9
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Koblenz in alten Ansichten Band 2'

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VORWORT

Als gebürtiger Koblenzer, der seit dreißig Jahren hier in Bayern lebt, habe ich mich oft gefragt, warurn seit 1978 kein zweiter Bildband mehr über meine Heimatstadt erschienen ist. Wenn ich mir aber die Veröffentlichungen über Koblenz der letzten Jahre näher ansehe, dann hatten alle auch namhafte Autoren Probleme mit dem Zusammentragen von dem notwendigen Bildmaterial. Im Bildnachweis eines jeweiligen Buches stehen mehrere dutzend Quellen wie Archive, Sammlungen und Privatpersonen, die vorn Verfasser alle angeschrieben oder auch aufgesucht werden mußten um die gewünschten Fotos zu erhalten. Bei diesem Aufwand schreckt wohl mancher zurück, unter solchen Umständen einen Bildband zusammenzustellen.

Ein solches Buch lebt aber nun einmal von Abbildungen. Der interessierte Käufer will nicht nur lesen, sondern auch etwas anschauen. Daraus resultieren Erinnerungen und längst Vergessenes taucht aus der Versenkung wieder auf. Dies ist nun einmal das Wesentliche eines Buches, welches der Heimat gewidmet ist.

Bei mir gab es diese Probleme nicht - es war völlig umgekehrt. Aus dem Nachlaß eines vor langer Zeit verstorbenen Onkels - auch ein Koblenzer - erhielt ich ein paar dutzend alte Ansichtskarten, welche mich dazu verleiteten, das Sammeln dieser schönen Erinnerungsstücke zu beginnen. Kurioserweise erhielt ich die besten Karten hier in München, aber auch auf Börsen in Nürnberg und Stuttgart hatte ich Erfolg. Da mich aber nur fotografische Ansichten meiner Heimatstadt interessierten - Aufnahmen von etwa 1895 bis 1945 - war der Sammeierei bald Grenzen gesetzt. Ich schaue mir diese Karten-Alben sehr oft an, da ich mich an viele Details noch sehr gut erinnern kann. Als Kind habe ich den Zweiten Weltkrieg und den Untergang meiner Geburtsstadt bis zur Evakuierung voll miterlebt. Da die meisten der Fotos

meiner Sammlung in der Nachkriegsliteratur nicht veröffentlicht wurden, reifte in mir der Entschluß, diese Bilddokumente in einem Bildband der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Selbstverständlich sind in dem vorliegenden Büchlein Plätze, Straßen und Gebäude abgebildet, welche bisher in vorhandenen Büchern publiziert wurden. Aber sie sind aus einem anderen Blickwinkeloder in einer anderen Epoche entstanden. Und dies ist das Entscheidende: es sind andere Details zu sehen.

Es werden bewußt mehrfach gleiche Ansichten gezeigt, welche aber zeitlich weit auseinanderliegen. Daraus kann man den Fortschritt (oder Rückschritt?) der Bautätigkeiten verfolgen. Es werden daher auch viele verschiedene Bliekwinkel an der spektakulären Rheinfront und im Moselbereich gebracht. Auch Inneneinrichtungen von Gasthöfen und Cafés gehören dazu; mancheiner hat gemütliche Stunden dort verbracht.

Bei den Bildunterschriften habe ich mich auf das Notwendigste beschränkt. Es gibt viele Koblenzer Bücher, in denen bekannte Autoren alles genau beschrieben haben. Aufgrund dieser Veröffentlichungen war es mir auch nur möglich, die einzelnen Ansichten näher zu beschreiben. Im Quellennachweis ist aufgelistet, welche Literatur ich benutzthabe.

Diese Arbeit, in die Geschichte meiner Heimatstadt näher einzusteigen, hat mir viel Spaß gemacht. Sollte sich der eine oder andere Fehler eingeschlichen haben, bitte ich um Nachsicht - ich bin eben kein Experte!

Ich hoffe, daß dieser Bildband hauptsächlich älteren Koblenzer Bürgern ein wenig Freude bereitet.

Georg Fischbach, Holzkirchen

Quellennach weis

2000 Jahre Koblenz, von Dr. Hans Bellinghausen, Ausgabe 1950und 1971.

Alt Koblenz, von Dr. Hans Bellinghausen, Band I, Ausgabe 1929, BandII, Ausgabe 1932.

Koblenz, einst und jetzt, von Dr. Hans Bellinghausen, Ausgabe 1949.

Coblenzer Heimatbuch, von Dr. Hans Bellinghausen, Ausgabe 1922.

Heimatchronik der Stadt und des Landkreises Koblenz, von Dr. A.Schmidt, Ausg. 1955.

Die Kunstdenkmäler der Stadt Koblenz, von Fritz Michel, Ausgabe 1954.

Die Kirchlichen Denkmäler der Stadt Koblenz, von Fritz Michel, Ausgabe 1937.

Die Kunstdenkmäler des Landkreises Koblenz, v. Kubach, Michel, Schnitzler, 1944.

Der Luftkrieg im Raum Koblenz 1944/45, von Helmut Schnatz, Ausgabe 1981.

Die Festung Koblenz, von R. Wischemann, Ausgabe 1978.

50 Jahre Stadtgeschichte Koblenz 1890-1940, von Udo Liessem, Ausgabe 1983.

Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz, Stadt Koblenz, v. Dellwing, Liessem, Ausg. 1986.

Koblenz - so wie es war, von R. Bauer, Ausgabe 1978. Deutschlands Städtebau, Koblenz, von Dr. Hans Bellinghausen, Ausgabe 1925.

Deutsche Straßen- und Stadtbahnen, von D. Höltge , Ausgabe 1981.

Koblenz, die Stadt der Rhein- und Moselbrücken, Festschrift, Ausgabe 1934.

Dokumentationen der Stadt Koblenz, Band 1 (Ausgabe 1973) bis Band 12 (Ausgabe 1985).

Pharus Großstadtplan der Stadt Coblenz, Ausgabe 1907. Baedekers Rheinlande, diverse Ausgaben ab 1886.

Griebens Reiseführer Der Rhein, diverse Ausgaben ab 1900.

Meyers Reisebücher Rhein, diverse Ausgaben ab 1908. Richters Reiseführer Der Rhein, diverse Ausgaben ab 1915. Hölschers Rheinfûhrer, diverse Ausgaben ab 1911.

Bildnachweis

Alle Ansichtkarten und Fotos sind im Besitz des Verfassers.

Goblenz

RheinzollslrafJe und RheinliJerjl

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1. Die Koblenzer nannten ihre Rheinfront immer die 'Schokoladenseite' der Stadt. Als 1897 das Deutsche Eek eingeweiht wurde, hat man auch die Rheinfront neu gestaltet. Zwischen Rheinzollstraße und Rheinwerft wurde eine 'Wandelbahn' mit zwei tempelartigen Kopfbauten errichtet. Dies ist in der Mitte der Ansicht, welche etwa 1910 entstand, gut erkennbar. Auf der rechten Seite sieht man verschiedene Holzhäuser (heute würde man Kiosk sagen); der größere vorne ist die Agentur der KölnDüsseldorfer Rheindampfschiffahrt. Wie man auch sieht, gibt es noch keine Baumbepflanzungen. Nur an der heutigen Danziger Freiheit stehen schon die zwei Reihen Platanen.

Coblenr

Wandelbahn a. Rhein

2. Hier ein Schnappschuß aus dem hinteren Tempel der Wandelbahn in Richtung Rheinstraße - autgenommen etwa 1910. Was macht wohl der Mann mi! dem Rucksack dort in der Ecke?

HOBLENZ. Rheinuler

3. Aus diesem Blickfeld vom vorderen Tempel der Wandelbahn sind eine Menge Details zu erkennen. Das 'Hotel De Belle Vue' ist schon fertig und trägt am Balkon das Schild 'Neueröffnung'. Interessant sind die französischen Übersetzungen der Hotelnamen: Hotel 'Zurn Riesen-Fürstenhofv'Hotel du Geant' und Hotel 'Zur Traube'z'Hotel du Raisin'. Aufgenommen wurde diese Ansiehtkarte etwa 1913.

Coblenz

Wandelbahn a. Rhein

4. Die Wandelbahn 1907 in Richtung Deutsches Eek. Man flanierte gerne auf dieser etwas überhöhten Anlage, weil man einen guten Überblick sowohl auf die Rheinzollstraße als auch auf den Rhein hatte. Links sieht man die herrlichen Bauten, welche im Krieg fast alle zerstört wurden.

COBLEIIZ. Rn ""fe-. Hotel R'esen-Fürslennof u. Anker.'

5. Das ist die gleiche Ansicht wie Bild 1 nach dem Umbau in den zwanziger Jahren. Die beiden Tempel der Wandelbahn sind verschwunden. An der Stelle des vorderen ist jetzt ein Lagerhaus der KölnDüsseldorfer Rheindampfschiffahrt entstanden. Die hübschen Holzhäuser am Rheinufer sind auch abgerissen. Eine reichhaltige Baumbepflanzung ist zu sehen - mittendrin die neue Agentur der o.a. Reederei. Diese Ansichtskarte wurde l 926 verschickt.

6. Wiederum eine Detailaufnahme an der Rheinwerft. Fast unter den Arkaden der KD-Agentur stehend aufgenommen auf den Koblenzer Hof und den Riesenfürstenhof blickend. Rechts an der Mauer ein Hinweis auf das in der Rheinzollstraße gelegene 1913 eröffnete Rhein-Museum, die frühere Mädchenschule von St. Castor.

Coblenz

An den Landung.brOcken

7. Ein Bliek vom Hotel 'Zum Riesen' auf die alte KD-Agentur mit Landebrücke um 1900. Es gibt noch sehr viele freie Flächen. Der schöne Holzpavillon wurde mit den anderen ab 1914 abgerissen.

Coblenz Rh~inzollstraße

8. Eine geruhsame Szene um 1915 vor dem Hotel 'Zum Riesen'. Eine Straßenbahn der Linie 1 verläßt gerade die Endstation am Rhein und fährt - wie auf dem Schild zu lesen ist - zum Hauptbahnhof und Schützenhof.

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