Kochel a. See in alten Ansichten

Kochel a. See in alten Ansichten

Auteur
:   H. Demleitner sen.
Gemeente
:   Kochel a. See
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4817-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kochel a. See in alten Ansichten'

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39. Ein kaum lösbares Problem zu diesem Bildband war, vom Aspenstein im einstigen Zustand ein Foto zu bekommen. Versuche sogar bis Chile scheiterten. Auf dieser Zeichnung aus den zwanziger Jahren oben der Aspenstein, links das Caffee Kochelsee, vorne das St.-Anna-Heim, bis 1926 dem Hotelier Kar! Brackenhofer gehörend. 1693 wurde ein KochIer wegen Diebstahls zum Tode verurteilt und schließlich gegen eine hohe Summe vom Kurfürsten begnadigt. Die Klosterherren von Benediktbeuern bauten mit diesem Geld, zum Teil auf alten Grundmauern, das sogenannte KochlerHaus, später Aspenstein. Hier halfen schriftkundige alte Beurer Mönche dem damaligen Chronisten Meichelbeck die Bibliethek zu ordnen. N ach der Säkularisation hatte das Haus bis zur Berichtszeit dieses Bildbandes mehrere Besitzer.

40. Nachdem Georg von Dessauer 1836 den Aspenstein für 6 000 Gulden erworben hatte, wünschte sich seine Frau Louise geborene von Lindner, von einem Gutshof in Schwenningen/Donau stammend, hier in Kachel auch ein solches Gut. Ihr Gatte Georg kaufte daraufhin die beiden Anwesen Schmied (Maibaum) und das des Moar Landfried und glaubte, mit deren Grundstücken die Basis für eine groBe Landwirtschaft erworben zu haben. Doch der Ertrag bei uns hier lieB auf sich warten. 1840-1842 wurden noch zwei große Gebäude errichtet. Dann stellte man nach einigen Jahren fest, daß die Quelle im Hof Heilwasser war. Was sich jetzt entwickelte war ein Hotel mit Kurbetrieb, das sich 'Bad Kachel' nannte.

41. Beachtlich die Ausstattung des Hotels 'Bad Kochel' bereits vor der Jahrhundertwende. Doch auch jetzt keine Rentabilität des Unternehmens. Man ließ jedoch nichts unversucht. Könige, Adel und Künstler und viele mit Rang und Namen waren hier zu Gast. Trotz allem aber ließ die Rendite wiederum auf sich warten. Als dann das Hotel 1897 abbrannte, war dies das 'Aus' für den Kurbetrieb. Nach dem Ersten Weltkrieg erwarb der Hotelier Kar! Brackenhofer die Gebäude. Während der Bauzeit des Walchenseekraftwerkes waren hier Arbeiter untergebracht. 1926 verkaufte Brackenhofer die Gebäude mit U mgriff an die St. - Anna-Schwestern.

42. Bereits 1927 errichteten die St.vAnna-Schwestern in einem Gebäude des ehemaligen 'Bad Kochel' einen Kindergarten für die Kochler Kinder. Auf dem Foto von 1929 werden sich viele Kochler, die jetzt in das Rentenalter gekommen sind, sehen. Links im Bild Schwester Genovefa die über fünfzig Jahre den Kindergarten geleitet hatte in blühender Jugend.

43. Das St-Anna-Heim heute, nach vielen Urn- und Neubauten ein heilpädagogisches Heim für Kinder undJugendJiche.

44. Für die Kochler Jungfrauen war es selbstverständlich, daß sie jedes Jahr bei der Leonhardifahrt in Benediktbeuern dabei waren. Hier eine Aufnahme Ende der zwanziger Jahre.

45. Originale in Kachel! Hier die Loachmannin mit Spinnrad. Erinnerungen werden wach. In den zwanziger Jahren trafen sich die Bäuerinnen des Unterdorfes in der Winterszeit immer im Wechsel in den Stuben mit ihren Spinnrädern. Da wurde erzählt, man erfuhr die Neuigkeiten, Es wurde aber auch für eine Kranke oder einen Verunglückten gebetet und man sang auch Lieder, beginnend mit Marienliedern bis zu den vielen Strophen des Liedes 'Fern bei Sedan ... ', die von einern Mädl mit der Zither begleitet wurden. Schließlich rüstete man sich dann doch zum Heimgang. Wir Buben mußten da oft die Laterne oder das Spinnradl in der klirrenden Kälte heimtragen helfen.

46. Originale in Kochel! Den Anderl, der als Knecht beim Kramerbauer gewesen ist.rkann man vielleicht als den letzten Ehehalten in Koehel bezeichnen. Der Name 'Ehehalte' deswegen. weil dieser nicht nur fest zur Familie gehörte, sondern den Besitz mitwirtschaften half als wäre alles sein Eigen. Ihr ganzes Leben blieben sie oft beim gleichen Bauern. Es war üblich, wenn schon, dann den Dienstplatz nur an Maria Lichtmeß zu wechseln. Die Zeiten haben sich seither geändert. Technik und Sozialismus haben das ihre dazu beigetragen.

47. Originale in Kochel. Es gab in Koehel Höfe, wo das Wildern zum Haus gehörte und dies auch beim Haarreißer. Hier im Bild der' Jackl' , der mit seinem Bruder 'Michl', manches Lumpenstück, wie er es selbst noch im Alter bezeichnete, angestellt hat. Viele Erzählungen, oft bis in das Unglaubhafte gehend, sind mit dem Lebensweg der beiden eng verbunden. In Wirklichkeit aber waren sie brave, verläßliche, ehrliche und auch fleißige Menschen, deren Leben von einer harten Jugend, verbunden mit Not und Hunger, geprägt war. Freilich haben die zwei gar manchen Hirsch dem Forst weggeschossen, doch dies hauptsächlich aus Hunger und ein wenig hielten sie sich dabei auch an das alte Brauchtum, an die alten Rechte, wo noch in unserem Gebiet der Jagd frei nachgegangen werden durfte.

48. Ein Familienfoto vom Loachmobauern, etwa um 1915 aufgenommen, das die damalige Zeit so richtig vermittelt. Es waren Gäste, die stolz die ganze Nachkommenschaft präsentierten. Links die Stasl, geboren im Jahre 1894, die Bäurin von Ort wurde.

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