Kochel a. See in alten Ansichten

Kochel a. See in alten Ansichten

Auteur
:   H. Demleitner sen.
Gemeente
:   Kochel a. See
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4817-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kochel a. See in alten Ansichten'

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49. Koehel kurz nach der Jahrhundertwende. Das Gemeindegebiet ist noch stark von landwirtschaftlichen Grundstücken geprägt. Die Bautätigkeit hat aber bereits begonnen. Vorne die heutige Koehier Keramikfabrik, erbaut 1903 ais Villa des Kunstmalers Suhrland, links dahinter an der Alten Straße das Haus von einst Andreas Andrag, heute Lautenbacher, erbaut 1904, wiederurn links dahinter die beiden Häuser des Friedrich Schlienz, erbaut 1902. Rechts im Hintergrund bereits eine bernerkenswerte Bautätigkeit an derneuen Straße nach Walchensee, jetzt Bil.

50. Das Walchenseekraftwerk! Bereits schon um die Jahrhundertwende erarbeitete ein Schweizer Ingenieur Studien von unserer Gegend, um mit dem anfallenden Wasser und dem Gefälle Strom zu erzeugen. Ein gigantisches E-Werk, heute noch voll funktionierend und auch noch rentabel, das Walchenseekraftwerk, wurde in diesem Zusammenhang geplant. Es brauchte jedoch noch mehr als ein Jahrzehnt, bis die Planung Gestalt bekam, bis die Bedenken und Befürchtungen, die es damals genau so wie auch heute noch bei jeder Neuerung gab, geebnet wurden und der Bau des damals gigantischen Werkes begonnen werden konnte. Oskar von Miller; der wohl größte Bayer seiner Zeit, hatte dafür nicht nur den Weitbliek und die Überzeugung der Notwendigkeit, sondern auch die Kraft und die Ausdauer, das Vorhaben durchzusetzen.

51. Die Montage an der Rohrbahn vom Wasserschloß zur Maschinenhalle mußte damals, als ja noch die Technik gegenüber heute noch in Kinderschuhen steckte, mit oft ungeheuren Schwierigkeiten durchgeführt werden. Dazu kam noch die galoppierende Inflation bei der man für den Wochenlohn bei Beginn der nächsten Woche kaum mehr ein Brot bekam. Man muß da schon von einem Wunder sprechen daß in dieser schweren Zeit das Vorhaben durchgeführt werden konnte.

52. Eine Peltonturbine mit ihren Zwillingsschaufelrädern vor der Endmontage in der Maschinenhalle. Insgesamt wurden im Walchenseekraftwerk vier Francisspiraltturbinen zu 24000 Ps und 500 Udr.lMin. und vier Zwillingsfreistrahlturbinen Pelton zu ja 18 000 Ps und 250 Udr.lMint., also eine installierte Maschinenleistung von zusammen 168 000 Ps, eingebaut.

53. Gigantisch auch die Generatoren, die von den Turbinen angetrieben, einmal Drehstrom für die Wirtschaft und weiterhin Strom für den Bahnbetrieb mit einern insgesamten Jahresdargebot von etwa 160 Million Kw/h erzeugen. Im Vergleich zu den Monteuren sind die Ausmaße des riesigen Läufers eines Generators zu ersehen.

54. Ein Bliek in die Maschinenhalle des Walchenseekraftwerkes. wobei noch einmal erwähnt werden muß, daß auch heute m;-ch, nach über sechzig Jahren, dieses Kraftwerk val! den Ansprüchen der Jetztzeit gerecht wird. Hier wird wertvoller, d.h. Spitzenstrom erzeugt, mit dem die sichere Elektrizitätsversorgung sogar auf Landesebene gewährleistet ist. Das Werk wird auch noch viele Jahrzehnte in der Zukunft voll seinen Anforderungen gerecht werden. Beachtlich aber Planung, Berechnung und auch Konstruktion der Anlagen und der Maschinen vor jetzt schon über einem halben Jahrhundert.

55. 'Abschied vom WKW 1923' hatte man mit Kreide angeschrieben. Eine Dampflokomobile hatte beim Kompressor, den Wasserpumpen und bei noch vielen anderen Arbeitsgängen geholfen. Sie ist nun auf einem Waggon verladen, der mit der Fähre über den See zum Verladegleis gebracht wird. Der Abschied ist aber auch symbolisch. Nun wird hier in diesem Werk Strom erzeugt, eine neue Energiequelle mit vieltausendfachen Verwendungsmöglichkeiterr; die uns das Leben angenehm, d.h, lebenswert machen. Wie könnte sich unser Alltag ohne Strom überhaupt gestalten, es wäre wert, doch einmal darüber nachzudenken. Dies auch für viele Menschen in unserer Gegend, die alles, d.h. auch das Wasser wollen, das den Strom erzeugt,

G russ aus J(ochel a. 5~e.

56. Der Maibaum! Auch der Brauch, einen Maibaum in dieser Art zu setzen dürfte sich in der aufstrebenden Zeit um 1880 eingeführt haben. Früher harte man in Dortmirte eine Birke im Frühjahr gesetzt, die Jugend tanzte da herurn und mancher fand dabei auch die Gefährtin fürs Leben. Was dann aber um 1880 aufgestellt wurde, könnte man heute als 'Stangerl' bezeichnen. Hier der Maibaum von 1899 vor dem Postwirt, etwas rnickrig, aber doch schon mit einer Anzahl Zunftzeichen der Geschäfte geziert. Der Ehrgeiz der Burschen der umliegenden Dörfer aber ließ den Baum immer länger und stärker werden. Die daran befestigte Tafel 'Einigkeit macht stark', soll weiter für die Zukunft gelten.

Rochetsee.

Gasthof zum Kesse!oerg.

57. Hier auch der Gasthof 'Kesselberg' mit einem Maibaurn, dahinter die einstige Fliehburg (Große Birg). Kurz die Geschichte des Gasthofes: Es war die Müllerbäurin von Alt Joch, aus Bayersoin stammend, die hoch hinaus wollte und für eine Tochter ein Hotel, jetzt Altersheim Seehof, bauen ließ. Dabei aber in finanzielle Schwierigkeit gekommen, mußten die Grundstücke vor Alt Joch mit den Vorspanndiensten über den Kesselberg verkauft werden. Ein Ludwig Müller aus dem Allgäu der dieses erstand, baute 1872 eine Stallung und 1875176 das Gasthaus mit Fremdenzimmern und machte dem Seehof so Konkurrenz. Auch beim Müller wartete man vergeblich auf Segen. Heute ist alles im Bezitz der Gemeinde Koehel a. See.

58. Der Kochler Maibaum heute, am Ortseingang beim Bahnhof und beim Postamt stehend, weit über 40 m lang, etwa 6 fm Inhalt, wird weiterhin Repräsentant des Dorfes sein. Es ist für die Kochler Burschen trotz aller Hilfsmittel und Technik alle drei Jahre eine Bewährung, diesen Riesenstamm mit seiner ganzen Länge aus dem Wald zu holen. Hierbei wiederum anmerkenswert die Tafel über Einigkeit und der gemeinsamen Stärke.

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