Kochel a. See in alten Ansichten

Kochel a. See in alten Ansichten

Auteur
:   H. Demleitner sen.
Gemeente
:   Kochel a. See
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4817-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kochel a. See in alten Ansichten'

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DIE LANDWIRTSCHAFr!

59. Vorgestern! Ein Siedlerhof um die Jahrtausendwende, Zeichnung von Rudolf Fuchs. Man lebte mit dem Vieh unter einern Dach, nur durch ein Gatter getrennt, nutzte die Wärme des Stalles im Winter, die Feuerstelle war ein Steinkranz, der Rauch entwich durch den Giebel, das Dach war mit Schilf abgedeckt und es hat noch Jahrhunderte gedauert bis man Schindel nahm. Man lebte von der Jagd, vom Fischfang und kargem Getreide- und Flachsanbau. Das Urrind war soweit gezähmt, Schafe und Hunde waren Haustiere. Besonders unter Anleitung der Klöster begann sich die Landwirtschaft langsam zu entwickeln.

60. Gestern! Der alte Moarhof, erbaut etwa nach dern Dreißigjährigen Krieg, mit seinen Ausmaßen die Behäbigkeit des damals großen Bauern in unserer Gegend darstellend. Wenn man da auch nach einstigen Begriffen als wohlhabend, ja sogar als reich galt, nur durch Sparsamkeit und Fleiß war es den vielen Generationen möglich zu überleben. Die Zeit aber mit ihren Erfordernissen war nicht stehen geblieben. 1921-1923 baute der Moar einen neuen Hof, der wiederum den Gegebenheiten entsprach. Der alte Hof in Richtung Osten stehend, wurde abgerissen.

61. Gesternl Wohl ein ganzes Jahrtausend waren Sichel und Pflug die wichtigsten Geräte in der Landwirtschaft. Erst im 17. Jahrhundert begann man bei uns verstärkt, oft verbunden mit der Rodung der Almen, die durch die Wildbäche angelandeten Geschiebekegel einzuebnen, so daß man nun sogar mit der Sense mähen konnte. Durch Düngung wurde der Graswuchs besser, die Leute brauchten auch mit der Einführung der Kartoffel nicht mehr so zu hungern. Hier auf dem Bild die Heuernte beim Moar noch in den zwanziger Jahren, beachtlich die sieben Personen und eine Fuhre Heu. Durch die Landtechnik der letzten Generationen wurden aber jahrtausendalte Gepflogenheiten über den Haufen geworfen. Mit Maschinen gut eingerichtet, können heute zwei Personen eine Landwirtschaft mit sechzig Stück Vieh bewirtschaften.

62. Heute! Der Moarhof, erbaut 1921-1923. Er besteht nun 1 250 Jahre und war einst der Maierhof des Klosters Kochel. Wie überliefert ist, wurde er beim Ungarneinfall 955 nicht vernichtet. Die Hofgeschichte berichtet in den vielen Generationen oft über Wohlstand, doch auch manchmal über karge Zeiten, die durchgestanden worden sind. Es hat immer schon ein Auf und ein Ab gegeben, was nur mit Fleiß und Sparsamkeit überwunden werden konnte. Durch alle Generationen aber waren die vom Moar bescheiden geblicben, das besonders in guten Zeiten. eine Wesensart, die auch für die Zukunft gelten wird.

63. 'Partie am Kochelsee mit Herzogstand und Hotel am See,' ist auf dieser Postkarte verzeichnet. Es ist der Seehof. Ein Jakob Pössenbacher, Müller von Joch, ließ das Haus 1863 als Hotel bauen. Er kam damit in finanzielle Nöte. Sein Schwager aus Bayersojen steigerte es 1885 ein und verkaufte es 1886 an Gustav Heckert weiter. Wiederum Verkauf 1890 an Johann Kissling, dann 1910 von La Roche eingesteigert, schließlich 1917 an den Bezirksverband der katholischen Arbeiter und Arbeiterinnen der Stadt München verkauft, dann von den Schwestern der Heiligen Familie erworben, die hier im Seehof ein Altenheim unterhalten. Diese Aufnahme stammt aus der Zeit um die Jahrhundertwende.

64. Gestern! In Bildmitte der Se eh of, der schon kurz erwähnt ist, links die Werkshallen, des einstigen Gipswerkes Koehel (mit hohem Kamin). Dazu kurz die Vorgeschichte: Nachdem um 1780 das Wasser des Lainbaches in das jetzige Tal umgeleitet wurde, errichtete der Muller von loch am Einlauf zum See ein Wasserrad, das zuerst einen Sägegatter und dann einen Hammer antrieb, der den in der Nähe gewormenen Gips fein zerschlug, Als dann der Müller von Joch wegen des Baues vom Seehof in finanzielle Schwierigkeit kam, tat sich hier jahrzehntelange nichts, bis Dr. Heckert 1893 das Gelände erwarb. Doch auch er erreichte keine Rendite aus dem Werk. Immer wieder wurde das Gelande verkauft bis es 1950 die Fa. Dorst erwarb und in den Werkshallen neues Leben erblühte.

65. Heute! Es ist schon ein Wunder wie sich die Firma Dorst, Maschinen- und Anlagenbau, durch Planung und Erfindergeist innerhalb einer Generation zur Weltgeltung emporgearbeitet hat. Aus der Tradition handwerklicher und mechanischer Werkstätten der Gründerzeit erwuchs hier in den letzten Jahrzehnten ein Unternehmen, das schon heute Technologien für morgen entwiekelt und dessen Name für modernsten Maschinen- und Anlagenbau steht. Mit beispielhafter technischer Kreativität werden in Koehel Verfahren entwiekelt. die in der keramischen Industrie und in der Pulvermetallurgie die Fabrikationsmethoden revolutionieren und für höchsten Fertigungsstandard sorgen. Beachtenswert weiterhin das hervorragende Verhältnis der Firmeneigner Manfred Dorst und Reinhard Schlegel und der ganzen Belegschaft zu den Bürgern des Dorfes und zur Gemeindeverwaltung.

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DER FREMDENVERKEHR IN KOCHEL

66. Er gibt vielen Bürgern Wohlstand.ija er ist sogar oft Lebensgrundlage. Gestern! 'Gruß aus der Waldschenke Ried' (links). Sie war einst eine Gastwirtschaft in die die Bauern zum Plausch oder zu einer Versammlung kamen, zum Bier oder zu einer Brotzeit. Auch die Möglichkeit bestand, Gästezimmer an Fremde zu vermieten. Schließlich aber erkannte man, daß man sich der Zeit anzupassen hatte und dies erforderte einen Urn- bzw. Neubau.

67. Heute! 1970 bauten die Eheleute Auer den einstigen Bauernhof mit Gastwirtschaft durch Urn- und Neubau zu einern modernen Landgasthof mit Hallenschwimmbad, Komfortfremdenzimmern und Tagungsräumen um. Ein beachtenswerter Hotelbetrieb, der den Anprüchen unserer Zeit voll gerecht wird.

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68. Gestern! 'Gruß aus Ort bei Kachel a. See Gasthaus von J. Öttl,' ist auf dieser Postkarte von 1909 angemerkt. Erbaut dürfte der Hof Ende des 17. Jahrhunderts worden sein. Die Bauern hatten sich in der Stube getroffen, ein Faß! Bier wurde angezapft, man unterhielt sich über den Alltag und was sonst noch alles war. Das Faßl mußte aber auch ausgetrunken werden und da kamen oft noch andere dazu, eine Gastwirtschaft war entstanden.

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