Konz in alten Ansichten

Konz in alten Ansichten

Auteur
:   Helmut Brand
Gemeente
:   Konz
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0790-7
Pagina's
:   88
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Konz in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

EINLEITUNG

Wie sah unsere Umwelt früher aus? Was ist heute anders? Was existiert noch aus der früheren Zeit und welches bedeutende Bauwerk oder welcher markante Punkt unserer Stadt ist inzwischen völlig verschwunden? Auf diese Frage vermag eine Beschäftigung mit alten Ansichten eine Antwort zu geben.

Der vorliegende Band beschränkt sich im wesentlichen auf einen Zeitraum von 1880 bis 1930. Dort, wo es im Interesse des Zusammenhangs notwendig erschien, sind auch jüngere Fotos dargestellt und beschrieben. Die Stadt Konz konnte mit Hilfe vieler interessierter Mitbürger einiges an alten Ansichten zusammentragen, wobei der Hinweis erlaubt ist, daß Konz erst seit 1959 Stadtrechte besitzt und der frühere Charakter von Konz nur teilweise städtisches Gepräge besitzt.

Konz besteht in seinem Kern aus den ehemaligen Gemeinden Konz und Karthaus (Merzlich). In den späten sechziger Jahren kamen die Stadtteile Filzen/ Hamm, N iedermennig/ Obermennig/Krettnach, Kommlingen, Oberemmel und Könen hinzu. Das dargestellte Bildmaterial befaßt sich schwerpunktmäßig mit Konz und Karthaus. Auch Könen ist relativ gut vertreten, während von den übrigen neuen Stadtteilen kaum Bildmaterial aus dem hier dargestellten Zeitabschnitt zu bekommen war. Dies muß zur Erläute-

rung gesagt werden, um nicht den Eindruck zu erwecken, das Werk sei in seiner Schwerpunktbildung einseitig orientiert.

Die Bildschärfe läßt in vielen Fällen zu wünschen übrig. Man muß verstehen, daß die technischen Möglichkeiten der Fotografen von damals weder vom Filmmaterial her, noch von der Qualität der Objektive immer gut waren. Neben Gesamtansichten, wichtigen Gebäuden, Straßen und Straßenzügen, werden in Einzelfällen auch Personen dargestellt, die in Konz einen gewissen Bekanntheitsgrad hatten. Auch hier bestimmte sich die Auswahl im wesentlichen nach dem, was an Material noch aufzufinden war. Es ist unbestritten, daß neben den dargestellten Personen und Personengruppen sicher noch andere gleiche oder höhere Bedeutung hatten.

Die Bildtexte mußten aus technischen Gründen knapp abgefaßt werden. Dabei wurde versucht, den geschichtlichen Anforderungen möglichst weit zu entsprechen.

Geschichte der Stadt Konz

Die Geschichte der Stadt Konz geht zurück bis in die Römerzeit, Jahrhundertelang stand Konz im Schatten der Stadt Trier, wobei man unter Konz in diesem Sinne die ehemaligen Gemeinden Konz und Merzlich

sehen muß. Der römische Kaiser Valentinian besaß in Konz einen Palast, dessen Reste von mächtiger Größe zeugen. Der Standort war dort, wo die heutige Pfarrkirche St. Nikolaus steht. Im Bildteil wird hierauf noch eingegangen. Bedingt durch seine Lage im Moseltal, dort, wo die Saar in die Mosel mündet, hatte Konz schon von jeher eine Bedeutung als Verkehrsknotenpunkt. So lag es an der alten Römerstraße, die von Tawern kommend in Richtung Trier führte.

Auch der Moselfluß hatte damals schon eine bestirnmte Bedeutung für den Verkehr. Der Name von Konz änderte sich im Wandel der Zeiten. Von Contionacum (römisch) und Kontzige (um 800), Countz (1350), Contz (1520), Cons (1675) wurde es 1692 wieder Contz genannt, später Kontz (1789) und dann, 1808, Konz in der heutigen Schreibweise. Danach, 1828, wurde es wieder als Cons erwähnt, während der heutige Name Konz seit 1936 ununterbrochen fortbesteht. Ähnlich wechselhaft verhält es sich mit dem Namen des heutigen Karthaus. Er geht auf die Keltenperiode in der Zeit vor Christi Geburt zurück und hieß ursprünglich Martiliacum. In Urkunden aus der Zeit von 1254 bis 1273 wird dann der Name Mercelich oder auch Mercelych erwähnt. Später kam dann der Name Merzlich auf', teilweise auch Märzlich. In der Zeit des sich schnell entwickelnden Eisenbahnwesens, kam der

Name Karthaus zum Zuge. Er wurde deshalb verwandt, weil Merzlich eine zu starke Ähnlichkeit mit dem saarländischen Merzig hatte. Aus Konz-Karthaus wurde Konz im heutigen Sinne, wobei der Ort steil Karthaus von der Geschichte und vom gesellschaftlichen Leben her, immer noch eine starke eigenständige Struktur aufweist.

Einer der Höhepunkte in der Geschichte von Konz war die Schlacht an der Konzer Brücke am 11. August 1675. Konz war, wie Trier, über Jahrhunderte hinweg mehrfach von den Franzosen besetzt. Von fast allen Kriegen war es, bedingt durch seine Grenzlage und seine Verkehrsbedeutung, stark betroffen und zwar bis hin zum Zweiten Weltkrieg, wo es Hauptbestandteil des Westwalls war und als Eisenbahnknotenpunkt und Industriestandort eine gewisse strategische Bedeutung hatte.

Mit Beginn des Industriezeita1ters entwickelte sich Konz zum Eisenbahnknotenpunkt. Erste Schritte der Industrialisierung wurden sichtbar. Während die damalige Gemeinde noch bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges sehr von ihrer Verbindung zur Eisenbahn geprägt war, gelang es der kommunalpolitischen Führung der Nachkriegsjahre, das Vakuum des sich rückläufig entwickelnden Eisenbahnwesens durch die Ansiedlung neuer bedeutender Industrieunternehmen

auszugleichen. Der heute vorhandenen Industrie mit den Schwerpunkten Textil, Maschinenbau und Bauchemie kann in Verbindung mit der Vielzahl mittelständischer Handwerks- und Spezialbetrieben aus der Sicht der Strukturpolitik, ein hoher Stellenwert beigemessen werden.

Mit der industriellen Entwicklung einher ging der Ausbau der kommunalen Infrastruktur, Straßen, Wohnungen, Schulen, Freizeit- und Sporteinrichtungen wurden gebaut. Das Gepräge des ehemaligen Eisenbahndorfes wandelte sich rasch und wich dem Bild einer modernen, gut gegliederten Stadt, deren formale Bestätigung 1959 erfolgte, als der Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz Konz die Stadtrechte verlieh.

Die heutige Stadt Konz versteht sich als Industriestandort, Wohnsitzgemeinde, Schul- und Sportstadt. Um bei dem Begriff Sportstadt zu bleiben: In der Stadt Konz gibt es Sporteinrichtungen für nahezu jede Disziplin. Sei es Leichtathletik, Fußball, Handball, Schwimmen, Segeln, Judo, Karate, Tischtennis, Schießen, Reiten, Segelfliegen oder schlicht Gymnastik für Jung und Alt. Die Aufzählung ist nur beispielhaft und keinesweges vollständig. Viele bedeutende Wettkämpfe, selbst auf Laudes- und Bundesebene, wurden in jüngster Zeit hier ausgetragen, Eben-

so viele Kongresse und Fachtagungen fanden in Konz statt.

Neueste Bemühungen zielen auf einen Ausbau des Angebotes für die Naherholung ab. Die landschaftlichen und klimatischen Verhältnisse sowie der günstige Standort zwischen der Großstadt Trier, dem Ballungszentrum 'Saargebiet' und den Nachbarländern Luxemburg und Frankreich sind hierfür äußerst günstig. Auch als Wei nb au ort hat Konz mehr aufzuweisen, als mancher vermutet. Sowohl in ZentralKonz als in den Stadtteilen Filzen-Hamm, Könen, 'Konzer Tälchen', Kommlingen und Oberemmel wachsen erstklassige Weine in bekannt guten Lagen heran. Innerhalb des Landkreises ist Konz die Weinbaugerneinde mit der größten bestockten Fläche. Selbst auf Landesebene liegt Konz hier unter den ersten fünfzehn Orten.

Die Stadtwerdung von Konz

Konz wurde erst relativ spät, genauer gesagt am 6. September 1959, zur Stadt erklärt. Dem Antrag der damallgen Gemeinde auf Verleihung der Stadtrechte lag zugrunde, daß Konz sowohl äußerlich als von der inneren Struktur her die Voraussetzungen zur Führung der Bezeichnung 'Stadt' hatte. Konz war Sitz der Amtsverwaltung (heute Verbandsgemeindeverwal-

tung). Es hatte die erforderlichen kommunalen Einrichtungen wie Straßen, Wege, Plätze, öffentliche Grünanlagen, ein Wasserwerk, eine neuzeitliche Abwasserbeseitigung, Schulen bis hin zur Realschule, eine Volkshochschule, also insgesamt ein durchaus städtisches Gepräge. Es war Eisenbahn- und Straßenknotenpunkt und es hatte damals eine eigene Zeitung. Die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde und wesentliche Merkmale der Konzer Geschichte untermauerten den Wunsch der Gemeinde, die Anerkennung als Stadt zu erhalten. Man erhoffte sich von diesem formellen Akt einen weiteren Auftrieb in den verschiedensten Bereichen.

Die Landesregierung von Rheinland-Pfalz konnte sich diesem Argument nicht verschließen. Am Sonntag dem 6. September 1959 wurde in einem festlichen Staatsakt der Gemeinde Konz durch den damaligen Ministerpräsidenten Dr. Altmeier Stadtrechte verliehen.

Wappen und Siegel von Konz

Das Konzer Wappen zeigt auf silbernem Grund einen blauen Wellengöpel, begleitet rechts von einer fünfblättrigen Rose und links von einem roten Anker. Der Wellengöpel stellt den Zusammenfluß von Mosel und Saar dar. Die Rose stellt die fünfblättrige Rose

des Priors von Karthaus dar, während der Anker eines der Attribute des Pfarrpatrons von Konz, St. Nikolaus, ist.

Konz führt die Flagge Blau-Weiß. Das Siegel von Konz ist identisch mit dem Konzer Stadtwappen. Unsere Abbildungen zeigen das alte Siegel der Gemeinde Konz und daneben das neue Siegel der Stadt Konz, so, wie es nach der Gebietsreform (Landkreisreform) im Jahre 1969 eingeführt wurde.

Cons Tof,,1

1. Totalansicht von Konz etwa 1909.

Das Bild zeigt im Mittelpunkt die alte Konzer Kirche. Der hohe Bau mit dem rechtwinkligen Einschnitt war die 'Jungenschule', also die damalige Volksschule für Knaben, Konz. Das Gebäude befindet sich heute noch an dieser Stelle, nämlich in der nach ihm benaanten Schulstraße. Rechts im Bild ist noch der Weiher zu erkennen, der sich bei der 'Lichtsmühle' befand. Auch das Gebäude der 'Lichtsmühle' (hinter dem Weiher) ist deutlich zu erkennen.

GRUSS aus KARTHAUS

Totalans icht

2. Ähnlich alt wie die Totalansicht von Konz auf der Vorderseite ist die Karte mit der Totalansicht des Stadtteils Karthans. Im Bildmittelpunkt dominiert die Klosterkirche Karthaus, heute Pfarrkirche Konz-St, Johann. Rechts am Bildrand ist eines von vier Eisenbahner-Wohnhäusern zu erkennen, die in Karthaus den Spitznamen 'Vier Jahreszeiten' haben. Sie standen losgelost vom übrigen Ortskern völlig allein und man konnte an ihnen die vier Himmelsrichtungen ausmachen, Im Vordergrund des Bildes ist die Eisenbahnbrücke Karthaus zu erkennen, direkt dahinter, am linken Bildrand, der Bahnhof Karthaus. Eine sonstige Bebauung rund um die Brückenrampe gab es seinerzeit noch nicht.

3. Bei diesem Motiv handelt es sich um eine ältere Ansichtskarte, etwa 1930. Gezeigt werden unten links und rechts die beiden Ortslagen von Konz und Karthaus, etwa im Jahre 1927. Daneben stilisiert der alte Valentinian-Palast, so wie er 1650 noch ausgesehen haben soll. In der Mitte, oben mit rundem Bogen abgegrenzt, wird eine Zeichnung dargestellt, die Contz um das Jahr 1589 darstellt. In der Bildmitte unten wird das Granadenkmal gezeigt, das an anderer Stelle im Detail noch näher beschrieben wird.

,

4. Das Bild zeigt eine Rekonstruktion der spätrömischen Villa in Konz, auch Valentinian-Palast genannt. Es ist entstanden unter Auswertung der in den letzten Jahrzehnten erfolgten Ausgrabungen, vor allem in den Jahren 1959 bis 1960, als anläßlich des Baus der neuen Konzer Kirche Gebäudeteile der römischen Villa freigelegt wurden, die bis dahin unentdeckt waren.

KONZ. Kr Saarburg

=.:::... -

AUSGRABU"G DER SPATROM VIlLA

1959-60

5. Ergänzend zu der auf der Vorseite dargestellten Rekonstruktion der spätrömischen Villa in Konz werden hier einige Schnitte gezeigt, die über den hohen Stand der Architektur und der Haustechnik zur damaligen Zeit Auskunft geben. Ähnlich wie bei den römischen Bauwerken der benachbarten Stadt Trier ließ sich auch bei der Konzer Römervilla, die im Volksmund 'Kaiserpalast' genannt wurde, feststellen, daß ein Zentralheizungssystem in der Form der Fußbodenheizung schon verwandt wurde, Der Standort, hoch über der heutigen Stadt Konz und mit freiem Bliek auf Mosel und Saar, verrät, daß ein hoher Wohnwert schon bei den Römern sehr gefragt war.

6. Das Foto zeigt die Konzer Saarbrücke, auch Römerbrücke genannt. Durch das Mosellied des Ausonius ist nachgewiesen, daß in Konz eine auf Steinpfeilern ruhende Saarbrücke mit sechs Öffnungen stand. Sie befand sich im Zuge der römischen Landstraße, die auf der rechten Moselseite Trier und Metz verband. Die ursprüngliche Fahrbahn soll aus Holz gewesen sein. Im Mittelalter war ein Steinturrn vorhanden, der von den Trierern zu deren Stadtbefestigung gerechnet wurde. Später war der Oberbau der Brücke auch aus Stein und es waren zwei Türme vorhanden. 1673 wurde die Brücke durch Marschall Crequi teilweise zerstört. 1735 zerstörten die Franzosen die Brücke ganz, um - wie es damals hieß - ihre Grenze zu schützen. Erst 1782/1783 wurde sie wieder aufgebaut, um dann, in den Jahren 193311934 durch ein neues Brückenbauwerk ersetzt zu werden.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2018 Uitgeverij Europese Bibliotheek