Korb in alten Ansichten Band 1

Korb in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Gotthold Schwarz
Gemeente
:   Korb
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4782-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Korb in alten Ansichten Band 1'

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9. Bliek von den Weinbergen in der Korber Steige ins Oberdorf um 1921. Links vorne stand das Haus Leikam, dessen Erbauer nur eine Nacht im neuen Haus verbringen durfte. Danach ist er vom Krieg nicht mehr heimgekehrt. Rechts in dem langgestreckten Haus wohnten einst Joharm David Singer und Katharina (geborene Reinhardt) mit Familie. Von den zehn Kindern wanderten drei um 1860 nach Amerika aus. Ein Sohn hatte seine Braut aus Kleinheppach mitgenommen. Als diese ihn drüben verlassen hatte, kam er zurück und holte sich die Schwester. Diesmal wurde aber vorsichtshalber vor der Überfahrt in Kleinheppach geheiratet. Die Nachkommen stehen noch heute mit Korbern in Verbindung. Einer der Söhne starb in den amerikanischen Befreiungskriegen an Typhus. Aus dem Oberdorf in Korb sind die J .-F.- Weishaar-Straße und der Gaiernweg geworden.

10. Steinreinach mit Hörnleskopf. Hier stellt sich der Korber Ortsteil um 1925 allein dar. In den Jahren 1706 und 1707 und ein zweites Mal 1838/39 versuchten die Steinreinacher eine selbständige Gemeinde zu werden. Es fehlte aber an einer eigenen Gemarkung. Daran, und auch an den Rechten, welche dem Schultheißen zustanden. scheiterte das Bestreben. Eigenartigerweise führte der Waiblinger Vogt (Landrat) in der Zeit des ersten Versuchs den Namen 'Speidel'. Es gab bis Anfang 1900 einen Anwalt, der die besonderen Interessen der Steinreinacher vertreten hat. Nachdem der Steinreinacher Lammwirt Adolf Schmalzried in den Gemeinderat eingetreten war, bedurfte es keines Anwaltes mehr. 1706 hatte Steinreinach etwa dreißig Bürger und 140 Einwohner. Im gesamten Ort zählte man 446 Seelen. 1839 gab es zirka 500 Steinreinacher.

11. Alt-Steinreinach von der Waldsteige aus. Lehrer Werz ließ sich um 1900 im unteren Teil der Steige mit dem Ort im Hintergrund fotografieren. Er hatte selbst schon sehr früh einen eigenen Apparat. Das 'Schlößle' stand beim Wegzug der Familie Werz am 1. März 1905 noch in voller Höhe. Während der Getreideernte desselben Jahres entzündete sich das große Haus an einem Blitzschlag und brannte an einem Sonntag samt der schon teilweise eingefahrenen Ernte bis auf die Grundmauern nieder. Zwischen Turmstraße 1 und Buocher Straße 46 befand sich ein weiteres kleines Haus, das zwei oder drei Familien beherbergte. Auf der rechten Seite im Bild erkennt man das hohe Haus des letzten Steinreinacher Anwalts Joseph Wid.

12. Die 'GaB' in Steinreinach - östliche Buocher Straße - mit dem Milchhäusle. Das kleine Haus ist 1837 beschrieben als Fleckenwaschhaus beirn Brunnen, neben der 'Allmand' und der Straße. 1868 kam man dahinter, daB der Standort auf Markung Waiblingen war und das Gelände zum Waiblinger Holzweg gehörte. Ebenso verhielt es sich mit den beiden östlich, unterhalb liegenden Häusern. Deshalb sind einige Steinreinacher in Waiblingen geboren, obwohl sie Steinreinach nie verlassen haben. Im Haus Buocher StraBe 56 befand sich die Wirtschaft 'Zur Stadt Waiblingen'. Das Waschhaus wurde von der Milchgenossenschaft Steinreinach um 1894 gepachtet und zur Milch-Annahme und -Abgabe eingerichtct. Der Betrieb wurde erst 1968 aufgegeben. Die Gründung der Steinreinacher Milchgenossenschaft soll zuerst erfolgt sein. Andererseits hielt die Korber Genossenschaft etwas länger.

13. Haus Großheppacher Straße 1, Ecke Kelterstraße. Zwischen den beiden Fenstern - es waren Schiebfensterehen - befand sich ein Wachtelbrett. Immanuel Böhringer beschäftigte sich zusammen mit der Steinreinacher 'JächtIer' Gottlob Daiß viel mit Wachteln. In seiner besonderen Art konnte er über seine kleine Wohnung bemerken: 'Ich habe drei ineinandergehende Zimmer, nämlich Wohnzimmer, Küche und Abort.' Das kleine, alte Haus war baufällig und wurde 1946/47 entfernt. Der Ersatzbau wurde gegenüber früher um rund sechs Meter von der Straße zurückgesetzt. In der 'Krone' gegenüber fand am 25. März 1904 eine Hundebörse statt. Der Inhaber der Bäckerei und Wirtschaft Jakob Schöffel hatte im 'Rernstal-Boten' vom 24. März dazu eingeladen. Vor Jakob Schöffe! war der 'Bäcken-Gall' Gastwirt der 'Krone'. Dessen drei Töchter zogen nach Stuttgart.

14. Haus Winnender Straße 27. Georg David Häußermann verkaufte das Haus um 1806 an Kaufmann. Der Käufer Balthas Kaufmann, geboren am 30. November 1766, war der Sohn des Heiligenpflegers Peter Kaufmann aus Schmiden. Er heiratete am 20. August 1792 die Hirschwirtswitwe Franziska Auguste Künzer geborene Räser. Schon 1798 wurde er der Korber Schultheiß und hatte das Amt bis 1845 inne. Um 1848 ging das Eigentum des großen Hauses auf den Sohn David über. Er ist als Gemeinderat und Kronenwirt genannt. Zum besten der Ortsarmen hat er ein Baumgut gestiftet. 1895 kaufte die Gemeinde Korb das Haus. Es diente als Schultheißen- und Lehrerwohnung, als Milchsammelstelle und als Gemeindewaschküche. Der landwirtschaftliche Teil wurde als Farrenstall eingerichtet und die amtliche Eichstelle war schon ab 1863 dort untergebracht. Nach der Übernahme durch die Volksbank ist 1958/59 ein Neubau entstanden.

15. Das Haapenhaus. Wegen starker Baufälligkeit mußte das erstmals 1494 genannte Haus 1967 vollständig abgetragen werden. Die Gemeinde hatte das Anwesen mit der Bezeichnung Schulstraße 16 im Jahre 1967 übernornmen, weil sich ein anderer Käufer nicht gefunden hatte. Der Inhaber der Hälfte des ersten Korber Hofes Hans Haap bewohnte dieses von Abgaben befreite Privathaus und er war ab 1494 lange Zeit Schultheiß. Die Straße wurde 1972 nach dem berühmten Korber Sohn Jacob Friedrich Weishaar, geboren am 3. März 1775 in Korb und gestorben am 19. September 1834 in Köngen, benannt. Er war ein ausgezeichneter Advokat und Minister des Innern und des Kirchen- und Schulwesens in Württemberg. Seine Verwandtschaft lebte lange Zeit in dem obengenannten Haus. Früher gehörte eine Gipsmühle mit einem Mahlstein und einem Brennofen dazu. Eine 'Gypsmühle' befand sich einst auch im Sumpf am Winnender Weg.

16. Haus Endersbacherstraße 4. Vor dem Haus befand sich lange ein ergiebiger Brunnen. Die große Handpumpe förderte ausreichende Wassermengen für Haushalt, Waschtrog und Viehtränke. Die schon 1904 eingerichtete Wasserleitung lieferte das köstliche Naß eben doch bequemer. Bis man der neuen Sache aber wirklich vertraute, verging einige Zeit. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Brunnen entfernt. Einst haben die Abeles hier gelebt. Der Schulmeister Matthäus Abele aus Gruorn heiratete in Kleinheppach die Catherina Barbara Reinhard. Von ihren zehn Kindern gingen zwischen 1852 und 1873 sechs nach Amerika und konnten sich dort durch gegenseitige Unterstützung gut behaupten. Die jüngste der Töchter, Karoline, blieb im elterlichen Haus. Einer Einladung der Schwester Louise, nach Amerikazu kommen, ist sie nicht gefolgt.

17. Winnender Straße 11. Aufnahme um 1928. Das 1988 abgebrochene Haus hatte eine interessante Vergangenheit. In früheren Zeiten war darin die 'Krone'. Die Korber Chronik erzählt auf Seite 379 von dem tragischen Ausgang einer Tanzveranstaltung. Der 1822 verstorbene Wundarztsohn Gottlieb Friedrich Barehet war der letzte Kronenwirt in diesem Haus. Die 'Krone' wechselte unter dem neuen Besitzer Kaufmann in die Winnender Straße 27 und danach unter Kar! Gruber in die Winnender Straße 36, dem heutigen Platz. Das Haus Nr. 11 beherbergte ab 15. Oktober 1913 bis 1928 die Post. Der 'ZichorienHeinrich' produzierte dort lange Zeit ein Kaffeezusatzmittel, welches in einer roten Rolle zum Verkauf kam. Als 1862 die Alten Zünfte in Württemberg aufgelöst worden waren, wählten die Zünfte aus Waiblingen und Winnenden die 'Krone' zum Treffpunkt aus. Korb wurde als Mittelpunkt im damaligen Oberamt Waiblingen bezeichnet.

18. Wirtsohaft 'Zum Hahnen', Heppacher Straße 26. Im Remstal-Boten vom Dienstag, dem 28. Januar 1913 steht zu lesen: 'Besitzwechsel.' Jakob Mautz 'Zum Grünen Baum' hat verkauft an Kar! Schatz, Terrazzofabrikant und Gipsermeister. An anderer Stelle wird ausgesagt, daß Kar! Schatz ab 1. Juni 1913 die Schankwirtschaft 'Zum Wilden Mann', verbunden mit einem Brothandel und mit Zuckerwaren, betreibe. Karl Schatz - er ist vom Ersten Weltkrieg nicht mehr heimgekehrt - wählte ein ganz neues Wirtshausschild mit einem Hahn für das damalige Sportlerlokal, und der 'Gockelhof hatte seinen 'Gockel'. Beim Bäcker Mautz, dem Inhaber von 1887 bis 1912, klopften die Schüler gerne ans Haus. Er sprang heraus und drohte mit dem Laibschießer. Bis 1881 befand sich im Hause gegenüber das Gasthaus 'Zur Traube' mit einer Metzgerei. Die 'Traube' entstand neu bei 'Bäcker Müller'.

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