Korb in alten Ansichten Band 1

Korb in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Gotthold Schwarz
Gemeente
:   Korb
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4782-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Korb in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

59. Sonntagschule um 1912 im Hause Gottlieb Frank, Ecke Hintere Straße und Weinsteige. David Krauter war der Sonntagsschullehrer, Frau Frank war seine Helferin. Die Anfänge für eine evangelischmethodistische Kirchengemeinde gab es vermutlich schon ab 1852 in Kleinheppach. Von Generation zu Generation festigte sich das eigenständige kirchliche Bewußtsein der Methodisten. Es wurde ein Singchor gegründet, dem um 1912 etwa zwölf Frauen und neun Männer angehörten. Kurz nach der Inflation wurde der Entschluß zum Bau einer eigenen Kapelle gefaßt. Das Haus neben der Kelter konnte im November 1925 eingeweiht werden. Damit war ein zweites Gotteshaus, losgelöst von der Landeskirche, entstanden.

60. Im Februar 1927 war Lehrer Alfred Beek, ein Lehrerssohn aus Calw, nach Korb gekommen. Der Jahrgang 1921/22 hat nach der am 31. Januar 1928 erfolgten Schulanmeldung bei ihm die ersten beiden Schuljahre bis März 1930 als zweite, ihm in Korb anvertraute Klasse verbracht. Die Schülerzahl dieses Schuljahrgangs bewegte sich zwischen 58 und 60 Kindern. Die Anzahl der Mädchen und Buben war fast immer gleich hoch. Lehrer Beek unterrichtete lange im alten Schulhaus neben dem Rathaus. Der tragische Tod vom ihm und seiner Frau im Juli 1944 ging allen sehr nahe. Er war zuletzt als Offizier in Schwäbisch Gmünd stationiert. Schon 1930 hatte er eine Chronik über Darmsheim herausgebracht und hatte auch mit Aufzeichnungen über Korb begonnen. Das Bild wurde um 1929 vor der Kirchentür aufgenommen.

61. Jahrgang 1916/17 mit Lehrer Kögel am Steinreinacher Schulhaus um 1924. Des Lehrers sechsjähriges Töchterlein Ilse durfte mit auf das Bild. Als Lehrer Kögel 1926 nach zehnjähriger Tätigkeit seine Absicht bekannt gab, Steinreinach zu verlassen und in Stuttgart zu bauen, versuchte der Lammwirt ihn zurückzuhalten. 'Hier haben sie doch alles, da geht man doch nicht einfach weg,' waren unter anderem seine Worte. Für die Steinreinacher war es immer ein Anliegen, daß der jeweilige Lehrer bereit war, den Dirigentenstab der 'Sängerlust' zu führen. Mit der Nachfolge von Lehrer Feeser war das Problem des Steinreinacher Gesangvereins für ein weiteres Jahrzehnt gelöst. Ab dem Jahre 1936 haben sich die beiden Gesangvereine im 'Liederkranz Korb-Steinreinach' zusammengeschlossen.

62. Oberlehrer Eugen Ungerer mit seinen Schülern. Auf der Schiefertafel wird deutlich kundgetan, daß es sich um die vierte Klasse im Jahre 1911 handelt. Die meisten Kinder gehörten zu dern Geburtsjahrgang 1902. Ihre Konfirmation fiel in die Zeit des Ersten Weltkriegs. Ein Konfirmandenbild gab es deshalb damals nicht. Zum Vergleich mit den wenigen anderen Schulbildern läßt sich eine Liste heranziehen, in der einst Pfarrer Golder die üblichen Daten für die fünfzig Konfirmanden vermerkt hat. Am Schluß des Eintrags steht zu lesen, daß 24 Söhne und 26 Töchter am 2. April 1916 konfirmiert worden sind. Festtagsbilder zur Konfirmation fehlen aus den Jahren 1915, 1916 und 1917. Erstaunlicherweise kam ein solches im Frühjahr 1918 für den Jahrgang 1904/05 zustande.

63. Lehrer Kimmich stellt sich mit seinen Schülern dem Wanderfotografen. Die Schiefertafel mit der Aufschrift 'Korb 1911 Il' gibt Auskunft darüber, daß man sich dem Geburtsjahrgang 1903 und einigen 1904 Geborenen gegenüber sieht. Der Platz vor der Kirchentür war für eine Gruppenaufnahme bestens geeignet, und die Stufen der breiten Eingangstreppe ersparten waghalsige Aufbauten. Das Bild trägt den Stempel eines Friedrich Looff aus Weinböhla-Dresden, Kunstanstalt für moderne Fotografie. Der Wanderfotograf hatte anscheinend einen großen Aktionsradius. Ein anderes Schulbild oder ein Konfirmandenbild von diesem Jahrgang hat sich bisher nicht gezeigt.

64. Steinreinacher Schule mit Lehrer HelJerich aus Hößlinswart. Aufnahme um 1907 an der Stallmauer vom Schlößle mit 68 Kindern. Es sind nicht alle Kinder der Schule im Bild. Man stellte sich in der Regel nur dazu, wenn man hinterher auch ein Erinnerungsfoto kaufen durfte. Die Kinder der siebenklassigen Schule wurden in zwei Räumen unterrichtet. Die 'kleine Schule' umfaßte die Klassen eins bis drei, und zur 'großen Schule' gehörten die Klassen vier bis sieben. Ab Martini (11. November) 1825 hatte man das frühere Gasthaus 'Zum Pfauen' gemietet und darin Schule und Lehrer untergebracht. Im Jahre 1829 konnte ein eigenes Schulhaus errichtet werden. 1845 wurden in Korb 272 und in Steinreinach 109 Schüler gezählt. Nach dem Volksschulgesetz von 1909 wurden die beiden Schulen Korb und Steinreinach zusammengelegt.

65. Die Schüler der Geburtsjahrgänge 1896/97, aufgestellt an der Kirchturmwand gegenüber dem Schulhaus um 1909. Links steht Pfarrer Gottfried Golder, welcher von 1908 bis 1928 der Korber Seelsorger war. Durch die Gesetzgebung von 1909 ist die sogenannte geistliche Schulaufsichtspflicht weggetallen, und ab 1910 sind die Korber und Steinreinacher Schulen zusammengelegt worden. Rechts im Bild steht der Aufsichtslehrer und spätere Rektor Paul Euchner. Er war von 1901 bis 1924 an der Korber Schule tätig. Seine autoritäre Lehrmethode nach altem Schlag blieb vielen seiner damaligen Schüler in lebhafter Erinnerung. In der oberen Reihe an zehnter Stelle ven links steht der Blondschopf Eugen Ruoff. Für seine Treue zu seinem Heimatort und die vielen Liebesgaben wurde er 1958 zum Ehrenbürger ernannt. Er starb 1988 im 93sten Lebensjahr in Detroit, USA.

66. Kleinheppacher Schule irn Jahr 1913. Der Bart des langjährigen Lehrers Gotthilf Hiller war bereits ergraut. Er war von 1893 bis 1928 in Kleinheppach tätig. Die Schüler mußten für seinen Freund Rektor Euchner bei Mayer in Großheppach den Honigbedarf abholen und nach Korb bringen. Im Jahr der Aufnahme gehörten die Geburtsjahrgänge 1900 bis 1907 zur Schule. Von den Älteren weilen Eugen Reinhard und Hermann Ritter noch unter uns. Das 1866 erbaute Schulhaus diente rund neunzig Jahre lang seinern Zweck. Alle sieben Klassen wurden in einem Raum unterrichtet. Am 10. November 1955 konnte das neue Schulgebäude bezogen werden.

67. Beim 'Karz' im Hinterhof. Noch bis in die dreißiger Jahre fand man ein wenig Zeit, um bei allerlei Handarbeiten zusammcnzusitzen. In früheren Zeiten gab es die Lichtkarze. Besonders die Jugend war es, welche die Geselligkeit suchte und bei den verschiedenen, am Abend zu verrichtenden, Arbeiten unterhalten sein wollte. Im Jahre 1738 waren Lichtkarze nur erlaubt unter der Bedingung, daß keine 'Buben' dabei waren. 1773 ist zu lesen, daß die Lichtkarze abends um elf Uhr beendet sein mußten. Die Dorfkontrollen waren streng und schier alles umfassend und die aufgestellten Scharwachter mußten ihre Meldungen meist gleich bei zwei Stellen, beim Schultheißen- und beim Pfarramt, einbringen, weil viele Übertretungen in beider Zuständigkeit fielen. Neben der Überwachung der Lichtkarze verhandelte das Dorfgericht auch über allerlei Ehezwistigkeiten, Ehebruch und über die unehelichen Kinder.

68. Gesangverein 'Liederkranz' Korb. Festbild zum 50jährigen Jubiläum am 21. Juni 1914, aufgenommen vor Schaefers Gartenhäusle. 62 Namen stehen auf der Liste zum Bild. Man hatte einen Festausschuß und drei Festdamenbesteller gewählt, das Festbankett war dem Röß!ewirt Kar! Diener und der Festplatz dem Löwenwirt Paul Diener übertragen worden. Aus später aufgefundenen Unterlagen ließ sich erkennen, daß der 'Liederkranz' schon 1844 bestanden hat und vielleicht schon um 1800 gegründet wurde. Schriftliche Nachweise von 1844 fehlen jedoch. Georg Chr. Weegman, ein Bruder des Stiefvaters unseres Volksliedmeisters Friedrich Silcher, wird in alten Schriften als sehr musikalischer Schulmeister und Sänger gerühmt. Von seinem Nachfolger Friedrich Holzhäuer wird 1840 berichtet, daß er einen Singchor mit einem harmonischen vierstimmigen Gesang in Korb leitete.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek