Korb in alten Ansichten Band 2

Korb in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Gotthold Schwarz
Gemeente
:   Korb
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5936-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Korb in alten Ansichten Band 2'

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9. Die Windmühle auf dem Kleinheppacher Kopf ist um 1928 erstellt worden. Wegen Baufälligkeit wurde sie 1946 ersatzlos abgetragen. Der Kleinheppacher Gesang- und Sportverein erbaute 1929 das daneben ersichtliche Ehrenmal. Der Kleinheppacher Kopf, auch Belzberg genannt, war immer schon ein beliebtes Ausflugsziel. Auf der Westseite war nur wenig Bewuchs vorhanden. Man hatte eine Startbahn für die Segelflieger angelegt. und die Jungen starteten mit Hilfe eines Gummiseils voller Begeisterung die Flugzeuge. Nicht immer glückte der Start, aber ein Gedenkstein beweist, daß dem Kar! Bauer vom Segelclub Waiblingen am 23. April 1939 ein Rekordt1ug mit 304 km in gut fünf Stunden von hier aus nach Pilsen gelungen ist. Die neuzeitliche Drachenfliegerei wurde hier nicht zugelassen.

10. Bliek auf Steinreinach vom 'Täle' aus. Der im Vordergrund sichtbare frühere Waiblinger Holzweg wurde um 1970 als Südstraße ausgebaut. In westlicher Richtung verlief er als Hohlweg, tief ins Gelände eingeschnitten. Die Gartenländer und Schrebergärten rechts wurden schon 1568/69 erwähnt. Links am Eingang in die Schillerstraße befand sich ein Dreschplatz. Der Holzweg gehörte früher zur Waiblinger Markung und verband die Stadt mit ihrem Wald beim Hörnleskopf. Einige in der 'Steinreinacher GaB' gelegene Häuser gehörten dazu. Der Korb-Steinreinacher Polizeidiener konnte dem Waiblinger Stadtschultheißen im Lamm Steinreinach zur Polizeistunde nicht abbieten, als der sich in die nördliche, in den Holzweg hineinragende Ecke gesetzt hatte. Dort war er auf seiner eigenen Markung.

11. Die Steinreinacher Steige oder der Waiblinger Holzweg. Beide Bezeichnungen wurden nebeneinander gebraucht. Der nach Buoch weiterführende Weg war schon immer befestigt, und es handelte sich wohl um einen römischen Überlandweg. Die Besonderheit daran war, daß die Wegfläche lange Zeit zur Markung Waiblingen gehörte. Die Korber waren wegen der zu erwartenden Unterhaltungskosten nicht bereit, das steile Wegstück zu übernehmen, Im Zuge der Feldbereinigung in den zwanziger Jahren ließ sich ein Markungsausgleich in den Feldfluren Schelmengraben, Hörschbach usw. einfacher durchführen. Dagegen ergaben sich erhebliche Schwierigkeiten bei Übernahme der 'GaB' in Steinreinach. Das Wasch- oder Milchhäusle wurde gerne eingemeindet, aber nicht die frühere Schankwirtschaft 'Zur Stadt Waiblingen', in der zwei Hilfsbedürftige wohnten. In der Rebflurbereinigung 'Hörnle' und der 1980 durchgeführten Planie fand der letzte Ausgleich statt.

12. Besonders hohe Mauem befanden sich in den Weinbergen entlang der Steinreinacher Steige. Teilweise waren die 'Wengertstäffela' in den Fels gehauen. Die Unterhaltung der Stützmauern war sehr aufwendig, und die Bearbeitung der unwegsamen Steillagen erforderte viel Mühe und Schweiß. Viele Jahre sind vergangen, bis sich eine genügende Anzahl von Weingärtnern für eine Bodenneuordnung ausgesprochen hatte, Nachdem die ersten Versuche im Jahre 1962 gescheitert waren, wurde das Thema Rebflurbereinigung in einer Informationsversammlung in der Urbanschulturnhalle am 4. Dezember 1970 wieder aufgegriffen. 'Die Totengräber des Weinbaues' nannten einige die Gegenströmung. Im Verlauf der Entwieklung wurden Abschnitte gebildet und die Durchführung angeordnet wie folgt: 1. Roßberg (Südhang Korber Kopf) am 23. Mai 1977; n. Hörnle (Steinreinach) am 23. Mai 1979; III. Greiner (Kleinheppach) am 10. Mai 1983 und IV. Sommerhalde (Westhang Korber Kopf) am 3. April 1989.

13. Die Weinberge im Winterschlaf. Die Holzpfähle wurden nach der Weinlese herausgezogen, nachdem die Reben abgetrennt waren. Mit drei kurzen Pfählen wurde ein 'Rößle ' gesteokt. Die Pfähle wurden darauf gelegt, und der 'Schragen' war fertig. Unter dem Gelege fanden die Feldhasen einen willkommenen Unterschlupf. Der Schragen wurde im Frühjahr nach der Hackarbeit nach vorne gekippt. Um etwaigen Frostschäden vorzubeugen, wurden von manchen Weingärtnern die Reben dicht an den Boden gelegt und mit Steinen oder Mist beschwert oder mit Drahthaken verankert. Erfolg hatte diese Maßnahme nur, wenn genügend Schnee gefallen war. In den Jahren 1929, 1956 und 1986 sind große Winterfrostschäden entstanden. Den Frühjahrsfrösten versuchte man mit Heiz- und Rauchöfen zu begegnen. Einst war es üblich, den halben Jahreslohn auszubezahlen, sobald die Rebe im Frühjahr an den Pfahl gebunden war. Ab der Zeit um 1890 mußten die Reben gegen Pilzkrankheiten gespritzt werden.

14. Der Fleckenbrunnen hat seine Wetterfahne seit 100 Jahren (1894-1994). Am 30. April 1894 beschlossen die 'Bürgcrlichen Collegien' .das 1758 zum Schutze der Brunnenbesucher erbaute Brunnenhäuschen über dem 'Flecken- oder Kübelesbrunnen' ausbessern zu lassen. Besonders das schadhafte Dach wurde als 'häßlich' bezeichnet, und das ungepflegte Aussehen gefiel den Leuten nicht mehr. Ein Gutachten des Oberamtsbaurneisters emptahl, weitere zweckmäßige und wünschenswerte Verbesserungen an der Brunnenanlage vorzunehmen. Der goldene Zügel bestimmte auch hier die Richtung mit der hoffnungsvollen Anmerkung: 'Bis nach Eintritt besserer Weinjahre.' Im Backhäusle hinter dem Brunnen sorgten sich an manchen Tagen bis nach Mitternacht die Familien um das täglich Brot aus dem Holzofen. Bei ungünstiger Witterung nahm der Rauch beim Anheizen seinen Weg 'zu Fuß' durch den Ort. Am 23. März 1972 wurden Backhaus, Eichamt und Notschlachtungsraum abgetragen.

15. Auf einer Glasplatte hat Alfred Haug den mit Schnee eingedeckten Fleckenbrunnen festgehalten. Richard Klingler senior ist eben dabei, mit einern Schöpfkübel seinen Holzbutten mit Wasser zu füllen. An den Einschnitten im Dachgebälk erkennen die Fachleute, daß es einmal eine Zugeinrichtung Iür die Wassergefäße gegeben haben muß. Vielleicht wurde das fehlende Brunnenrad einern anderen Zweck zugeführt. Seit die Wassernot in Korb behoben ist, hat der Brunnen seine frühere große Bedeutung verloren. Das Interesse an dem hübschen Brunnenhäuschen, das seit 1758 die Wasserholer vor Witterungseinflüssen schützte und als Begegnungsstätte beliebt war, ist geblieben. Schultheiß Georg Christoph Schwarz und 'Burgermeister" Hans Georg Weißhaar haben sich einst in dem Brunnen verewigt.

16. Die alte obere Dorfkelter in Steinreinach von 1569. Sie wurde 1931 abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt. Die rechts im Bild sichtbare Ruine der im Dreißigjährigen Krieg zerstörten Kapelle St. Wolfgang wurde in den Kelterneubau mit einbezogen. Der alte Maybach, links im Bild, ging mit seinem Handwägele viel in den Wald. Links hinter ihrn ist ein Wassertrog ersichtlich, in den das Wasser vom Imrnerich in Holzröhren hergeleitet worden war. In einem darunterliegenden Trog wurde das Vieh getränkt. Die Steinquader dienten im Herbst als Untersatz für die Gärzuber. Ansonsten vergnügten sich die Kinder auf dem Platz und übten sich im Springen über die Steine, Die Aufnahme ist um 1912 entstanden. Wenn auch ein großer Teil der Gesichter verschwommen erscheint, so konnte doch fast die Hälfte der Namen der Personen im Bild ermittelt werden.

17. Die Steinreinacher Gaß - östliche Buocher Straße. Rechts im Bild die Wirtschaft 'Zur Stadt Waiblingcn', ein Angebot an die Holzfuhrleute. Inhaber war der Bierbrauer Johannes Dieter. Lange wurde wegen eines Grenzausgleiches mit der Stadt Waiblingen verhandelt, bis geklärt war, wie die beiden pflegebcdürftigeu Söhne versorgt werden. 1930/31 konnten die fraglichen Gebäude in der Buocher Straße von der Stadt Waiblingen in die Korber Markung übernornrnen werden. Ab dem 'Brückle' ostwärts verblieb der Holzweg den Waiblingern bis zur Rebflurbereinigung 'Hörnle ', Die große Linde in der Bildmitte ist im Laufe der Zeit eingegangen. Die untere Dorfkelter, Buocher Straße 47, stand im Hof, nördlich der Linde. Die Kelter war 1833 durch die Gemeinde von der 'Herrschaft' gekauft worden. Zwei Kelterbäume befanden sich darin. Ein Kelterbaum war einst das einzige gebräuchliche Gerät zum Auspressen der Traubenmaische.

18. Ansicht Steinreinach vom Tal aus. Frau Studiendirektorin Margarete Krauß aus Schwäbisch Hall, eine Enkelin des Steinreinacher Lehrers und Dirigenten des Gesangvereins 'Sängerlust' Jakob Luz, sandte dieses Bild zurück nach Korb, damit es wieder zur Geltung komme. Bei den Kindern im Vordergrund handelt es sich um Katharina, Gottlob und Ernst Schwarz. Die nun bald hundertjährige, aus Korb gebürtige Maria Schäfer geborene Singer war sich von Anfang an sicher. ihre Verwandten vom 'Knappenloch' richtig erkannt zu haben. Im Hintergrund ist das Forsthaus 'Imrnerich' zu erkennen. Das hohe Haus rechts vom Turm ist das Schlößle, und links im Bild läßt sich das Anwaltshaus Wid ausmachen, das früher das Gasthaus 'Zum Ptauen' war und in dem auch Räume zur Abhaltung des Schulunterrichts vor dem Steinreinacher Schulhausbau angernietet waren. Entlang der beiden Bachläufe wurden Weiden zum Weinbergbinden und Korbflechten gepflanzt,

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