Korb in alten Ansichten Band 2

Korb in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Gotthold Schwarz
Gemeente
:   Korb
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5936-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Korb in alten Ansichten Band 2'

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19. Der offene Bach verlief mitten durch den Ort. Im Laufe der Zeit wurden die Bachränder innerhalb des bebauten Gebiets mit Sandsteinmauern befestigt. An den wenig befahrenen Übergangsstellen führte der Weg einfach durch die Vertiefung des Bachbetts. Gottlob Schmalzried hatte seine 1880 begonnene Bäckerei und Gastwirtschaft 'Zum Löwen' am 14. März 1887 und später auch den Mehlhandel eingestellt und dafür ab 10. Februar 1893 Ecke Linden- und Seestraße eine 'Mehl- und Spezereihandlung' eingerichtet. Der Kaufladen war von zwei Seiten zugänglich. Von der Seestraße aus führte ein Steg über den Bach. Die frühere Holzkonstruktion wurde durch den im Bild ersichtlichen, betonierten Übergang ersetzt. Mit der Hochwassergefahr mußte man auch an dieser Stelle bis zur Neuregelung der Abwasserverhältnisse ständig leben.

20. Die Schmiede am See. Ab 31. März 1888 war von Friedrich Schüle und später von seinem Sohn eine Schmiedewerkstatt betrieben worden. 1957 ging das Eigenturn auf die Kreissparkasse über, die 1959/60 ansteIle der Anwesen Winnender Straße 9 und Poststraße 1 ein neues Gebäude errichtete. Zwischen dem Hause Schüle, Winnender Straße 9, und dem Hause Zichorien-Heinrich, Winnender Straße 11, führte ein Wegle zur Seestraße, Der am 30. Dezember 1988 verstorbene. 98jährige Kar! Ellwanger erinnerte sich lebhaft daran, wie er früher die Milch über diesen Weg direkt zu Fuhrmann Schuler getragen hat. Südlich des Wegs war noch Sec. Die Schillerlinde wurde dort später auf Pfählen erbaut. Vier Schmiedewerkstätten waren registriert unter den Namen Ackermann, Baun, Schüle in Korb und Schüle in Steinreinach. Einige davon waren für den Hufbeschlag an Pferden, Kühen und Ochsen eingerichtet.

21. David Reichert mit seinem Fuhrwerk in der Winnender Straße. Der Bestand der Häuser Nr. 9. 11 und 20 hat sich wesentlich verändert. Vor dem Haus Nr. 26 sind Dunglege und die dazu gehörende Güllenpumpe zu erkennen. Neben einigen Berufsfuhrleuten gab es viele Pferdehalter, deren Tiere dem Einsatz in der Landwirtschaft und im Weinbau dienten. Einen Reitpferdstall gab es nicht. An den Stichtagen, jeweils im Dezember wurden nachgezählt: in Korb 1897: 40 Pferde: 1905: 49; 1933: 43; 1939: 27; 1950: 24. In Kleinheppach 1897: 3; 1905: 2; 1933: 6; 1939: 5; 1950: 5. In rund siebzig Ställen stand irgendwann einmal ein Pferd. 1924 sollen rund einhundert Pferde in Korb gelaufen sein. Bei Beginn des Krieges 1939 wurden sofort etwa vierzehn Pferde eingezogen. Im April 1945 sollten wieder elf Pferde beschlagnahmt werden. Der Einzug amerikanischer Truppen verhinderte diese Maßnahme. Nach der Oberamtsbeschreibung von 1850 gab es am 1. Januar 1847 im ganzen Oberamt 467 Pferde, darunter 23 Fohlen.

22. Klein, aber es zieht Leute und Lasten. In verschiedenen Zeitabschnitten hat die Maschinenkraft auch in der Landwirtschaft Einzug gehalten. Einige steinerne Ruhebänke erinnern noch an Zeiten. in denen tast alles getragen werden mußte. Manche Grundstücke waren nur durch Gehwege oder Laufrechte erschlossen. Die Trauben trug man vom Weinberg bis zur Kelter. Die Frauen hatten sich besendere Koptpolster angefertigt (den Bausch), um Körbe und anderes auf dem Kopf transportioren zu können, Ehe manjemand den Weinbutten tragen ließ, mußte er sich erst im Gülletragen üben. So wurde der sorgfältige Umgang mit dem köstlichen Naß am schnellsten erlernt. Im Hintergrund ist das ehemalige Backhäusle im 'Knappenloch', Heppacher Straße 8, ersichtlich. Vor der Tür zur Brennstatt steht der Pumpbrunnen, der lange Zeit sein Wasser gab. Im Vorübergehen reizte es die Schuljugend, die Pumpe zu betätigen und sich gegenseitig mit Wasser zu bespritzen.

23. Ein Gruß aus Korb ging am 7. Juli 1902 nach Altensteig, frankiert rnit einer Fünfpfennigbriefmarke. Nur auf der Bildseite durfte geschrieben werden. Die andere Seite war allein der Anschrift. der Briefmarke und dem Poststempel vorbehalten. Die Korber 'Krone' wechselte vom Haus Winnender Straße 11 in die Winnender Straße 27 zum heutigen Platz Winnender Straße 38. Dieses zuletzt genannte Haus war 1824 als zweistockiges Wohnhaus an die bereits bestehende Scheune von den Kauffmanns, neben Hirschwirt Künzers Scheune, angebaut worden. 1876177 erstellte der ab 1. Juli 1874 aufgezogene Metzger Carl Gruber einen Saalanbau mit Kegelbahn unter einem Zinkdach. Gruber war außerdem ab 9. Februar 1882 bis 1899 Postfahrtenunternehmer. An der Nordwestecke wurde eine Straßenleuchte angebracht. Sechs solcher Lichter reichten zur Beleuchtung des ganzen Dorfes aus. Es war verboten, sich nach 11 Uhr abends auf der Straße zu zeigen.

24. Die Kirchenruine in Steinreinach war ein beliebter Kinderspielplatz. Wegen der abbröckelnden Steine hat man früher den Schülern vom naheliegeuden Schulhaus verboten. dort herumzuturnen. 1931 wurde die Ruine in den Kelterbau mit einbezogen. Das 1875 angebaute Backhaus wurde in den großen Torbogen verlegt. Von der ehemaligen Wallfahrtskirche St. Wolfgang ist die westliche Außenwand mit zwei kunstvollen spätgotischen Maßwerkfenstern erhalten gebticben. Der dreigeschossige, ungefähr 36 Meter hohe Glockenturm von 1487/88 überdauerte den Dreißigjährigen Krieg. In einem alten Versie hieß es: D'Schweda send komma, / mit Pfeifa ond Tromma, / hent alles [urt gnomma, / hem Fenster nei gschmissa, / ond's Blei rausgrissa, / hem Kugla draus gossa, /ond d'Leut mit verschossa.

25. Südseite des einstigen Hauses Neustädter Straße 20. Es war eines der ältesten Häuser in Korb mit einern Hausstein vom Jahre 1551. Das Gebäude wurde um 1960 wegen Baufälligkeit erneuert. Die Chronik von 1970 zeigt auf Seite 156 den Ostgiebel des wuchtigen Hauses. Herr Rektor Ernst hat festgestellt, daß das Anwesen einst dem Schultheißen Georg Christoph Schwartz gehörte. Der Familienname wurde damals mit 'tz' geschrieben. Schwartz war Schultheiß von 1747 bis zu seinem Tode irn Jahr 1787. Er verstarb fast 76jährig. Eine Ur-Urenkelin von ihm namens Magdalena Pauline Weberruß geborene Schwarz und deren N achkommen blieben in diesern Haus. Als Korb am Ende des Dreißigjährigen Krieges längere Zeit spärlich bewohnt war oder auch völlig leer stand, wurde ein Teil der Häuser zum Aufbau der nahe liegenden Stadt Waiblingen verwendet. 26 Gebäude wurden abgebrochen, und 14 Bauten waren cinsturzgefährdet.

26. Ausflug Steinreinacher Gesangverein um 1920. Dazu Auszüge aus einem Gedicht von DirigentJacob Luz: Wieviele Jahre sind verstrichen, /wieviele Jahre fiohn dahin, / wie viele Siinger sind verblichen. / seitdem ich fortgezogen bin! / Gar manche Weise ward gesungen, / gar manches Her; davon gerûhrt, / und manches Fest ist uns gelungen, / und manches Stûck ward aufgefûhrt. /Wie fröhlich saßen wir beisammen, / bei einem Glaschen Korber Wein, / darm loderten der Liebe Flammen / in unsrer Brust gar licht und rein. / Es waren lauter gute Seelen, / vereint harmonisch immerdar. / begeistert quoll aus ihren Kehlen / das deutsche Lied so hell und klar. / Nun sind die meisten still geworden/ nach Gottes heil'gem Rat und Will / und lauschen himmlischen Akkorden/ am ew 'gen Tor, am letzien Ziel. / Was sie als Sänger einst gewesen, / wird immer unausloschlidt sein, / aucn ich werd nimmermehr vergessen / mein Wirken im Gesangverein.

27. Jubiläumsfeier beim Gesangverein 'Sängerlust' 1921. In der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg wurden zahlreiche Feste abgehalten. Man schätzte eine friedliche Zeit, und man wollte möglichst viele versäumte Vergnügungen nachholen. Als Begleiter der Festdamen präsentieren sich mit Schärpe und Zylinderhut Karl Schwegler und Friedrich Schwarz. Letzterer ging am 12. Juli 1925 nach Amerika. Festzugsbegleiter mit den geschmücktenFahrrädern waren Emil Henzler und Robert Uetz. Der Fesrzug bewegte sich nur innerhalb Steinreinachs. Die Festdarnen mit Blumendekoration waren, von oben links: Berta Kaiser, Maria Hadermann, Maria Diener, Frida Lang und Sofie Pfeiffer. Dazwischen: Emma Linkohr, Maria Linkohr und Anna Häußermann. Sitzend: Anna Kaiser, Emma Schäfer, Lydia Schwarz, Luise Krauter, Maria Heybach und Maria Hermann. Die Aufnahme erfolgte vor dem Haus Hanweiler Straße 10.

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28. Vereinsleben in Kleinheppach. Ab dem Jahre 1926 hatten sich Sportler und Sänger zusammengetan. Vorausgegangen war ein Gesangverein mit dem Gründungsjahr 1892. Der Kraftsportverein war 1911 ins Leben gerufen worden. Die Kleinheppacher Chronik berichtet von den vielen Erfolgen in verschiedenen Wettkämpfen im Ringen, Tauziehen und anderem. Besonders die Europameisterschaft im Tauziehen 1924 wurde gefeiert. 1947 bildete sich ein Männergesangverein, und 1964 wurde der Sport-Club gegründet. Obiges Bild zeigt eine Gruppe mit Hanteln. Als Übungsplatz diente die Straße vor dem alten Rathaus. Viele Gerneinschaftsarbeiten, wie das Ehrenmal, die frühere Windrnühle, die Schutzhütte und das Hirschbrünnelezeugen von dem guten Geist und der Heimatliebe. Im Chor machte die berühmte Schnupftabaksdose mit dem aufgesetzten Kuckuck ihre Runde. Nach Entnahme einer Prise war auch das GeJdkästchen an der Seite zu bedienen.

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