Korb in alten Ansichten Band 2

Korb in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Gotthold Schwarz
Gemeente
:   Korb
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5936-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Korb in alten Ansichten Band 2'

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39. Zum Erntedankfest wurden mehrere Festwagen gerichter und dabei die verschiedenen landwirtschaftlichen Erzeugnisse im geschmückten Rahmen zur Schau dargeboten. Die zu einern Trachtentest 1924 geschneiderten Schürzen und Mieder fanden lange Zeit Verwendung bei festlichen Anlässen. Der fast 39 ar große Seeplatz - früher auch als SchiUerplatz bezeichnet - war bis zum Ausbau im Jahre 1989 für verschiedene Zwecke verwendet worden. Der See war allmählich von 1927 bis 1933 aufgefüllt worden. Alle Ideen für eine Bebauung wurden verworfen. Der Hilfsfeuerteich wurde am 15. November 1945 eingeebnet. Nach 1939 bis 1947 waren Schrebergärten angelegt. In Ermangelung eines anderen Geländes wurde der ringsherum mit Straßen eingesäumte Platz von 1950 bis 1956 als Sportplatz benützt. Die Suche nach Wasser an dieser Stelle blieb auch 1989 bis in eine Tiefe von 13.50 Metern ergebnislos.

40. Heuernte im Täle, Dahinter das um 1923 erbaute Haus Sigmund, Schillerstraße 24. Die Täleswiesen waren wegen des feuchten Untergrundes lange Zeit von einer Baumbepflanzung und Bebauung frei geblieben. Man benutzte die freien Flächen nach dem Abmähen auch zum Dörren von Gras aus den schatrigen Baurnwiesen, besenders in den Jahren, in denen der Sonnenschein spärlich war. Es war allerdings viel Arbeit und Mühe damit verbunden. Das erst welke, noch schwere Gras mußte meist mit Kuhgespannen aus den Schattenplätzen abtransportiert und an anderer Stelle nochmals ausgebreitet werden. Die Schulkinder wurden zu Heu- und anderen Erntearbeiten herangezogcn, und manchmal gab es Ditterenzen zwischen Schule und den Eltern, die einfach ihre Kinder zu Hause einspannten und ihre eigene Existenz für noch wichtiger als die Schule hielten.

41. Festzug zum Winzerfest am 14. Oktober 1928 des Liederkranzes Korb. Hermann Schäfer hatte seine beiden jungen Ochsen als Zugtiere zur Verfügung gestellt. Das Fest war sehr gut gelungen. Die Illustrierte der Württernberger Zeitung berichtere in großer Aufmachung darüber. Man festete bei der Weinkelter am Ende der Kirchstraße, In die gleiche Zeit fiel die Eröffnung des Kaufhauses Schocken in Stuttgart mit dem großen Glastreppenhaus. In der Wellblechgarage links im Bild fanden zwei Omnibusse der Firma Ruoff ihren Platz. Die Weinlese sei beendet, meldete die Württemberger Zeitung am 19. Oktober 1928, und das Ergebnis sei sehr befriedigend. Einige schöne Posten Wein warteten noch aufKäufer, wurde dazu bemerkt. Der Gesangverein versuchte 1932 wieder ein großes Fest zu starten. Naßkaltes Wetter und die herrschende Arbeitslosigkeit verhinderten den erhofften Erfolg.

42. Eine Gruppe aus dem Festzug vom Winzerfest am 14. Oktober 1928. Die selbstgeschneiderten Trachten vom Jahre 1924 kamen wieder voll zur Geltung. Hauptsächlich von den Festen 1924, 1925 und 1928 finden sich gute Aufnahmen. Der Kreben, ein Rückentragekorb für den Weingärtner, war fast immer dabei. Neben dem Vesper und einem Mostkrug wurden oft schwere Lasten damit befördert. Nicht alle Wege waren für Fuhrwerke geeignet und Mann, Frau und Kind waren daran gewöhnt, auf Kopf und Rücken die verschicdensten Güter zu befördern. Ein Holzbutten faßte in der Regel fünfzig Liter Flüssigkeit, Für die verschiedenen Zwecke gab es auch unterschiedliche Butten. Im kleineren Erdebutten schüttete man im Winter neue Erde an die Rebstöcke. Im Weinbutten wurde das köstliche Naß, einschließlich des Apfelmostes und Wassers, transportiert. und für Mist und Gülle gab es wieder eine besondere Art.

43. Ein Festzug mit geschmückten Wagen bildete den Höhepunkt zum Winzerfest. Die Kühe sind mit einem Kumt oder Kummet bespannt und übertragen so ihre Zugkraft mit den Schultern wie die Pferde. Früher war es üblich, den Kühen zur Arbeit ein Stirnblatt oder das Joch zwischen den Hörnern zu befestigen. Man erkannte: Mit freiem Kopf arbeitet es sich besser. Festzüge sind seit der Zunahme des Straßenverkehrs immer seltener geworden. Die Viehhaltung ist stark zurückgcgangen. 1939 zählte der Ortsviehversicherungsverein 203 Mitglieder mit einem Rindviehbestand von 473, meist weiblichen Tieren. Je nach Betriebsgröße wurden ein bis vier Stück Vieh gehalten. In der Oberamtsbeschreibung von 1850 findet sich die Feststellung: 'Korb hat absolut genommen die meisten Kühe.' Dagegen wird bei Kleinheppach 'kleiner' Viehbestand festgestellt, Ein Vergleich im ganzen Oberamt ergab ein Stück Rindvieh auf etwa drei Menschen.

44. Trachtenfest 1924 in Cannstatt. Mit zwei schmucken Pferden vor dem Festwagen und den neuen Trachten beteiligte sich die Korber Gruppe in den Jahren 1924 und 1925 an der Cannstatter Veranstaltung. Lang und beschwerlich waren Anreise und der Marsch im Festzug. Nach der Preisverteilung am Rosensteinpark war die Freude groß, und die vielen Mühen waren vergessen. Der Titel 'Weinlese in Korb' mit entsprechenden Darstellungen waren angekommen. Korb war jenrand im Lande, und das Interesse der Fotografen erwachte. Von wenigen Festen dieser Zeit sind so viele Bilder verschiedener Art aufgetaucht. Nach Aussage der Teilnehmer waren die Kleineren in der Gruppe 'arg müd' geworden. Der Emma Daiß ging die Sandale kaputt, und sie konnte fast nicht mehr gehen. Bei aller Freude sind auch solche Erinnerungen verblieben.

45. Eine Schafberde zieht durch Korb. Der Feldschütz begleitet die Herde und sieht zu, daß möglichst wenig Flurschaden entsteht und die Markung baldmöglichst verlassen wird. In der Zeit, als das Heu noch für die eigenen Viehhaltungen benötigt wurde, klagten die Landwirte über Ertragsausfall, wenn die Wanderschäfer im Frühjahr die Wiesen zu lange beweide ten. Früher war unter besonderen Bedingungen die Gemarkung als Winterschafweide verpachtet. Die alte Kelter am Roßbergweg, Kirchstraße 61 diente als Schafstall für die Zeiten. in denen ein Pterch im Freien ungünstig war. Für Zwecke der Düngung wurden dem Schäfer auch private Grundstücke als Pferch angeboten. Im Bild oben ist das Haus Winnender Straße 1 noch sichtbar. Am 24. Juli 1928 wurde beschlossen, das Kanfangebot der Gemeinde mit 3 450 Reichsmark zurückzuziehen. Das Haus diente noch einige Zeit als Wohn- und Geschäftshaus, 1965 erfolgte der Abbruch, und der Platz fiel zur Straße.

46. Das 'schwarze Gold' wird auf der Straße vor dem Hause der Firma Eugen Hermann ausgewogen. Der Bach war dort mit großen Sandsteinplatten abgedeckt. Nur selten ist eine der Platten gebrochen. Der Ausladebahnhof für die Kohlen war in der Regel in Schwaikheim. Die Güterbahnhöfe Waiblingen oder Endersbach wurden selten gewählt. Ein großer Teil des jährlichen Heizbedarfs wurde früher mit eigenen Kuh- oder Pferdefuhrwerken direkt am Bahnhof abgeholt. Zur Hinfahrt konnte man bei gutem Wetter den kürzeren Weg durch das Erbachtal nehmen. In den Jahren 1932/33 kostete ein Zentner (50 kg) Briketts 1,45 Reichsmark, und der Preis für Eierkohlen lag auch schon bei zwei Reichsmark. Sommerpreis und Selbstabholung wurden ausgenutzt. Im Bild ist der über den Flekkenbrunnen hinausragende Kamin des Backhauses zu sehen. Die Bausubstanz hat sich im Laufe der Jahre um das Brunnenhäuschen stark verändert,

47. Holzlager der Küferei Reinhardt. Das für die Faßherstellung benötigte Holz mußte jahrelang gelagert werden, zunächst im Freien, später im Trockenlager. Die roh zugerichteten Dauben wurden um die sechs Meter hoch aufgeschichtet. Alljährlich verlief eine ähnliche Prozedur. Im Winter und Frühjahr wurden die Eichen eingekauft, geschält und zugesägt, und es entstanden neue Holzstapel, Im Sommer und Herbst ging es an die Fertigung der Holzgefäße. Das Geschäft wickelte sich vor dem Rathaus, der Kirche und der Schule ab. Im Volksmund hieß es: 'Wenn der Küfer anfängt Faßreifen zu klopfen. dann färben sich die Trollinger.' Besonders in kühlen und nassen Jahrgängen war damit die Hoffnung verbunden, daß aus den im Reifen zurückgebliebenen Beeren edler Wein werde. 'So hot en dr Hergott wachsa lassa.' Das war die Entschuldigung, wenn das Getränk etwas 'streng' geraten war. 'Dean hemmer nabracht', so lautete das Lob für guten Wein.

48. Erinnerungsfoto mit Festdamen an das zehnjährige Bestehen des Musikvereins am 28. Juni 1931. Wegen der starken Sonneneinstrahlung auf der Südseite des Vereinslokals 'Krone' präsentierte sich die Gruppe gegenüber am 'Pflug', Links hinter dem altbewährten 'Hochzeitsläder' Paul Hahn ist die Abschrankung vor dem offenen Bach (dem Heppach) zu sehen. Die Abschrankung besteht schon aus Eisen. Allzuoft sind die Hölzer gebroehen. oder sie haben jugendlicher Gewalt nicht standgehalten. Am Gasthaus 'Pflug', oben links, findet sich ein schönes Wirtshausschild. Das Wahrzeichen dieses Hauses hat den Umbau 1959 überstanden und wurde 1989 unter Denkmalschutz gestellt. Die Gründungsfeier des Korber Musikvereins war 1921 in großem Rahmen abgelaufen. Der Steinreinacher Musikverein war schon vor dem Ersten Weltkrieg ins Leben gerufen worden. Ab 1933 gab es den Musikverein Korb-Steinreinach,

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