Korbach in alten Ansichten Band 2

Korbach in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Wilhelm Hellwig
Gemeente
:   Korbach
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0792-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Korbach in alten Ansichten Band 2'

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EINLEITUNG

Nachdem der Band 'Korbach in alten Ansichten' eine so gute Aufnahme gefunden hat und mehrere Auflagen erlebte, war es naheliegend, einen zweiten Band herauszugeben. Die reichlichen Bildbestände des Stadtarchivs und auch Bilder, die mir aus Privatbesitz zur Verfügung gestellt wurden, ermöglichten mir wiederum eine Auswahl interessanter Aufnahmen. So entstand dieser zweite Bildband, der sicher wieder viele Korbacher erfreuen wird.

Korbach hat sich vor allem in den letzten dreißig Jahren sehr verändert. Das wird besonders deutlich, wenn man diese alten Bilder betrachtet. Leider ist es auch bei der Sanierung der Altstadt nicht immer gelungen, den Charakter der Innenstadt zu wahren. Inzwischen hat man aber aus den begangenen Fehlern gelernt und viele Häuser mustergültig restauriert. Hierzu hat auch das Verständnis und die Initiative vieler Hausbesitzer beigetragen. Möge dieser Bildband nicht nur das alte Korbach dokumentieren, sondern auch dazu beitragen, daß sich durch eine behutsame Sanierung die Altstadt der Neuzeit anpaßt und zu neuem Leben erweckt wird.

CORBACH vom Waldecker Berg /1 / /,

1. Dieser Bliek vom Waldecker Berg auf die Stadt aus dem Jahre 1911 zeigt die erste Bebauung außerhalb der Stadtmauern. Vor den hohen Bäumen der alten Allee steht rechts im Bild der in diesem Jahr erbaute Südbahnhof. Das alte Bahnhofsgebäude ist links davon zu erkennen. Der dreistöckige Bau daneben ist das 1906 errichtete Wohnhaus des Kupferschmiedemeisters Hugo Kalbe. Über den Tannenspitzen sieht man die Wohnhäuser der Familien Piekart und Kappier an der Ecke Akazienweg/Grüner Weg und weiter links das schon 1904 gebaute Anwesen der Familie Kraushaar. Am heutigen Südwall steht seit 1905 das Wohnhaus des Kreissekretärs Adolf Beyer, weiter links davon das von Paul Aßmann 1909 erbaute Haus.

2. Diese Luftaufnahme stammt aus dem Jahre 1929. Der Schießhagen war damals noch teils Obstgarten, teils Fest- und Sportplatz. Parallel zur Stadtmauer im Schießhagen verläuft im Hintergrund die Heerstraße. Abseits der Stadt liegt die Gummifabrik mit ihrer Arbeitersiedlung, der 'Kolonie'. Hinter dem Kiliansturm sieht man das Gymnasium, dessen Dachgeschoß damals noch nicht ausgebaut war. Die dazugehörige Turnhalle steht aber schon, und hinter ihr erkennt man die ersten Anlagen für den Stadtpark. Am linken Bildrand liegen das neue Amtsgericht, das Gefängnis und das Eichamt, unten links auch das Finanzamt. Vom Rathausumbau ist aber noch nichts zu sehen.

3. Die schönsten Zeichnungen von Alt-Korbach stammen von Clara Rudolph geborene Schuhmacher, die einen großen Teil ihrer Jugendzeit in Korbach verlebte und 1909 zahlreiche Zeichnungen mit Motiven aus dem Korbach vor der Jahrhundertwende in ihrem 'Heimwehbuch' veröffentlichte. Sie starb 1941 im Alter von achtundsiebzig Jahren in Prenzlau. Die Abbildung zeigt das Titelblatt dieses Buches. Der Torbogen ist nach einem kleinen Scheunentor im Tempel gezeichnet. Die Gartentür steht zwischen barocken Pfeilern und ist typisch für so viele Gärten vor den Stadtmauern. Dieser könnte an der Kalkmauer liegen. Auf vielen ihrer Bilder sind Hunde oder Katzen zu finden. Dieses Hündchen sitzt sehnsüchtig vor der verschlossenen Tür hinter der der 'Garten der Vergangenheit' liegt, ein Syrnbol des Heimwehs.

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4. Die schon im Mittelalter gebaute Wasserleitung vom Lindenborn oberhalb Lengefeld bis in die Stadt verlief entlang dem Pfeifenpfad (Piepenpad) bis zu diesem Brunnenhäuschen vor dem Lengefelder Tor. Von hier aus wurde das Wasser zu den Kümpen geleitet. Das Häuschen wurde 1957 abgerissen und durch eine Garage ersetzt. Clara Rudolph hat es hier im Bild festgehalten und ebenso das schöne barocke Gartentor. Den Kiliansturm allerdings hat sie ins Bild hineingezaubert, der steht in anderer Richtung. Mit der Kötze auf dem Rücken kehrt eine Frau mit ihrem Töchterchen in die Stadt zurück. Ein Reisender wird von einem Spitz begrüßt. Der Wappenstein stammt vom Enser Tor. Er befindet sich heute im Heimatmuseum und trägt eine Inschrift mit der Jahreszahl1414.

5. In allen Städten gab es noch bis in dieses Jahrhundert hinein die Nachtwächter. Sie hatten Polizeifunktionen und wachten über die Sicherheit der Bürger. Zu ihren Aufgaben gehörte es auch, die Stunden auszurufen und für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Sie WUI- ? den oft von der Jugend geärgert und gerieten dann schon mal in Wut. Deswegen wurden sie in Korbach auch 'Pulwerköppe' genannt. Sonst waren sie aber recht friedfertige und meist ältere Mitbürger, die sich mit diesem Dienst noch etwas dazuverdienen mußten. Clara Rudolph hat hier einen typisohen Nachtwächter im Bild festgehalten, wie er gerade die Stunde ausruft. Seit 1976 steht in der Fußgängerzone die Bronzefigur eines solohen Nachtwächters.

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6. Um das Jahr 1600 wurden zwischen den Stadtmauern beiderseits des Lengefelder Tores die Friedhöfe angelegt. Clara Rudolph hat hier im "Totenhagen' Werden und Vergehen in einer Zeichnung versinnbildlicht. Während ein Mönch zwischen den Kreuzen ein Grab schaufelt, spielen die Kinder im Grase. Im Hintergrund steht der sogenannte 'Rote Turm', Im Jahre 1734 wurde der hohe Mauerturm abgetragen und zum Amtsgefängnis umgebaut. Nachdem 1860 ein neues Gefängnis errichtet worden war, erwarb 1873 die Familie Bingemarm das Gebäude. Vor einigen Jahren kaufte die Stadt das Haus, um es im Rahmen der Altstadtsanierung zu restaurieren. Die zwillenförmig gewachsene Esche vor dem Turm steht heute noch und hat sich zu einem großen Baum entwiekelt.

7. Im Tempel standen bis in die letzte Nachkriegszeit noch die Wirtschaftsgebäude des Hartwig'schen Hauses auf der Stechbahn. Das gesamte Grundstück ist von einer hohen Bruchsteinmauer umgeben. Die kleine Pforte in dieser Mauer ist ebenfalls noch vorhanden. Clara Rudolph hat hier eine Szene festgehalten, die eines gewissen Reizes nicht entbehrt. Sie zeigt den Nachtwächter rnit Hellebarde, Tutehorn und Laterne im Gespräch mit einer weiblichen Person. Vollmond beleuchtet dieses Idyll, und auch das Kätzchen fehlt nicht auf diesern Bild. Die gedrehte Säule am rechten Bildrand finden wir als Eckpfosten noch an mehreren Fachwerkhäusern in Alt-Korbach.

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8. In den Gärten in der Stadt und außerhalb der Stadtmauern standen oft kleine Gartenhäuser aus Fachwerk. Clara Rudolph hat hier so ein Häuschen dargestellt. Es befindet sich heute noch auf dem Grundstück Südwall 21 (Schrnale), Hinter der Stadtmauer sieht man die Häuser im Katthagen. Es ist Herbst, und am Apfelbaum steht die Leiter. Der Vater hat ein Feuer angemacht, um allerlei Abfall zu verbrennen. Die Mutter und das Kindchen stehen dabei. Um den Kirchturm fliegen Dohlen oder Krähen - die Korbacher 'Nachtraben' -, und hoch oben in der Ecke steht das Stadtwappen. Auf vielen ihrer Bilder ist es zu finden, und auf einem Regenbild mit dem Eisenberg trägt der 'Heilige Kilian' statt des Bischofsstabes sogar einen Regenschirm.

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