Krefeld in alten Ansichten Band 1

Krefeld in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   E. Köppen
Gemeente
:   Krefeld
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3007-3
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Krefeld in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

19. Mit Feldstecher und einer Landkarte von Paris, in Helm und Feldherrnmantel - so stand Helmuth Graf von Moltke, in Erz gegossen, sechs Jahrzehnte auf dem Ostwall. Vor einer Hundertschaft zylinderbehüteter Gäste und unter dem Fanfarengeschmetter der Deutzer Kürassiere hatte sich 1897 die Enthüllung des Denkmals abgespielt. Auf unserem Bild, das 1904 entstand, das Hotel Bellevue.

20. 'Neue Synagoge' ist unter diesem Bild von 1903 zu lesen. In Wirklichkeit war das jüdische Bethaus damals schon ein halbes Jahrhundert alt. 1853 hatte die Gemeinde die alte Synagoge in der Mennoniten-Kirch-Straße - deren Mittelabschnitt einst Juden-Kirch-Straße hieß - aufgegeben und im Winkel von Markt- und Petersstraße einen der Tradition Krefelder Judentums angemessenen Kultbau errichtet. 1903 erhielt das Gotteshaus dann die hier gezeigte letztbekannte Gestalt. 1938 fiel es nationalsozialistischen Brandstiftern zum Opfer.

?... ~ ., .. ' ..

0"(-

21. Im Laufe der Jahrzehnte hatten sich die Passanten des Ostwalls an den Delphinbrunnen so gewöhnt, daß sie des vertrauten Bildes kaum noch achteten. Anfang der sechziger Jahre, bei dem Ausbau der Marktstraße, war es um den Brunnen geschehen. Da erst merkten die Krefelder, daß die Stadt um eines ihrer schönsten Schmuckstücke ärmer geworden war.

22. Die nach dem deutsch-französischen Krieg weitverbreitete Hoffnung auf ein Friedenszeitalter bewog die Evangelische Gemeinde, das für den Luisenplatz geplante Gotteshaus 'Friedenskirche' zu nennen. In dieser Friedenshoffnung legte das Presbyterium 1872 den Grundstein. Unsere Ansichtskarte entstand 1901. Der zweite Weltkrieg beraubte die Kirche ihres Turmhelms.

23. Wo 1949 durch Zurück1egung der Fluchtlinie der 'Ostwallbahnhof" entstand, bestimmten 1926 anheimelnde Fassaden und drei parkende Oldtimer das Straßenbild. Kein Geschäft zwischen Neue-Linner- und Rheinstraße, dessen Name im einstigen Krefeld kein vertrauter Begriff gewesen wäre: Konditorei Küpper, Uhrmacher Kobusch, Konditorei Engels, Blumen Greven, Kunsthandel Birgels, Delphin-Apotheke, Photograph Knipscher, Schirmfabrik Von der Way, Moden Jenny Raaf, Buchhandlung Buchheim, Photograph Schambach, Juwelier Casaretto, Zigarren Audiger, Zigarren Lindau & Winterfeld.

l<.ceteld 12. Rt... Odwa.t1

24. Zum gewohnten Bild des Ostwalls gehörten vor dem Kriege die Kastenwagen der Düsseldorfer Rheinbahn, die für die 'Fernlinie A' typisch waren. Man mußte schon einige Stufen klettern, um hineinzugelangen; dafür saß man in dem ledergepolsterten Innern umso komfortabler. Von 1924 bis 1962 führte die Linie als einzige Straßenbahn der Welt Speisewagen.

CREFELD

(ar! Wilhelm-Denkmal

25. Das Schicksal der Carl-Wilhelm-Büste war nicht minder wechselvoll als die Erdentage des Kemponisten. 1877 bezog die auf einen Granitsockel gesetzte Bronze ihren Platz auf dem Ostwall, nahe der heutigen Kreissparkasse, 1931 drängte der Verkehr sie zum Jungfernweg ab. 1951 machten sich Buntmetalldiebe über sie her. In Keramik modelliert, fand unser Komponist, jetzt im Stadtgarten, einige Zeit Ruhe, bis Rowdies ihn 1965 erneut enthaupteten; worauf die Stadt ihn zum dritten Mal nachbilden ließ.

26. Als Kaiser Wilhelm Il. am 2. April 1906 an der Spitze eines Husarenregiments in die Stadt einritt, prangten die Straßen in einem Flor von Samt und Seide. Hier im Bilde Oberbürgermeister Dr. Oehier bei seiner Ansprache an den 'Allerdurchlauchtigsten, Großmächtigsten Kaiser und König'.

27. Daß Krefe1d 1906 Husarenstadt wurde, verdankte es - so erzählt man - den Ehrenjungfern, die 1902 bei einem Kaiserbesuch mit Ihro Majestät geflirtet hatten. Auf die Frage, ob die Damen genug Leutnants zum Tanzen hätten, oder ob er welche herschicken solle, hatte eine Schöne ihn keek beim Wort genommen und hinzugefügt, die Krefe1der Herren hätten nur Sinn für das Geschäft und hielten Tanzen für Zeitvergeudung.

.am 2. April 1906

Die

28. Warmherziger Beifall empfing am 2. April 1906 eine Gruppe tapferer Ruhrknappen auf dem Wege zur Husarenkaserne, wo ihnen aus höchster Hand Kronenorden und Ehrenzeichen zuteil wurden. DIe Männer waren bei dem Unglück von Courrières, wo zwölfhundert französische Bergleute den Tod fanden, helfend in die brennenden Schächte gedrungen.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Algemene voorwaarden | Algemene verkoopvoorwaarden | © 2009 - 2022 Uitgeverij Europese Bibliotheek