Kronberg im Taunus in alten Ansichten

Kronberg im Taunus in alten Ansichten

Auteur
:   Wilhelm Jung
Gemeente
:   Kronberg im Taunus
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3079-0
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kronberg im Taunus in alten Ansichten'

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9. Eine Mädchengruppe der katholischen Volksschule, die seit etwa 1700 bestand und lange bis 3. Februar 1894 im Flügelstammhaus der Burg untergebracht war. Buben und Mädchen wurden getrennt unterrichtet. Überliefert ist, daß Schüler öfter durch einen unterirdischen Gang den Keller des Lebensmittelhändlers Meyer-Bing in der Eichenstraße heimsuchten und dort Eßbares stibitzten. Ein besonderer Anlaß muß um 1885 für diese Aufnahme vorgelegen haben, weil verschiedene Altersgruppen mit dem Lehrer und einer Frau (vielleicht die Handarbeitslehrerin? ) sich hierzu formierten.

10. Die Katharinenstraße aufwärts fotografiert etwa um 1895 mit Bliek auf die katholische Kirche und das Pfarrhaus. 'Kronberg: Villa Bonn' steht darunter. Gemeint ist das größere Haus rechts. Die reiche jüdische Bankiersfamilie Bonn war schon seit den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts mit zweitem Wohnsitz hier ansässig und machte 1889 die Versorgungshaus-Stiftung. Das Anwesen steht noch in der Wilhelm-Bonn-Straße 26. Vier ihrer Mitglieder waren 1895 dieersten Kronberger Ehrenbürger. 1901 wurden die auf dem Bild zu sehenden beiden Häuser abgerissen und dort die große Villa Bonn erbaut. Sie ist seit 1922 mit dem gesamten Parkgelände im Besitz der Stadt und Kronbergs Rathaus.

11. Der Gegenblick in die Katharinenstraße abwärts im gleichen Jahre. Im Hintergrund die Helbigshainer Wiesen und Falkenstein mit Burg. Hoch links im Bild der Seitengiebel des Hauses Bonn. Das Haus im Mittelpunkt hat fast noch das gleiche Aussehen. Den vor ihm links in die Talstraße sich neigenden Maulbeerbaum zeigen wir noch deutlicher. Die Scheune, Mitte rechts, steht nicht mehr. Sie ist nach einem Brand zu einem Wohnhaus geworden.

12. Fotografischer Ausblick in die Talstraße um 1908. Links der 1609 errichtete Fachwerkbau des Spitals. Rechts der schon erwähnte alte Maulbeerbaum, vorsorglich abgestützt gegen 'Hinfälligkeit'. Damals gab es noch eine ganze Anzahl dieser für Kronberg typischen Bäume. Wem in der Reifezeit eine schwarzviolette saftige Beere auf die Kleidung fiel, konnte die Spuren kaum beseitigen. Eine Spezialität, der tiefdunkle Maulbeerwein, brachte den stärksten Mann von den Beinen. Als ein Fremder mal von einem Einheimischen wissen wollte, warum man diese Beeren so nenne, wurde ihm die drastische Erklärung zuteil: 'Ei, weil merr se ins Maul steekt unn net hinne enei!'

So sah Anno dazumal das Bahnhofsgebäude in Kronberg aus.

13. Ein Ereignis ersten Ranges war die Eröffnung der Kronberger Eisenbahn am 1. November 1874. Diese 1914 verstaatlichte Privatbahn hat entscheidend zum wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt beigetragen. Das erste Bahnhofsgebäude stand am Ende des Schieneneinschnittes auf dem erhöhten Gelände, das jetzt zu einer kleinen Anlage urngestaltet worden ist. Nachdem das alte Stationshaus 1897/1898 ausgedient hatte, wurden darin Wohnungen für Bahnbedienstete eingerichtet. Auf unserem Bild war diese Urngestaltung bereits erfolgt. Der letzte darin wohnende Eisenbahner Jakob Hennemann zog 1935 aus, damit das alte Bahnhofsgebäude abgerissen werden konnte.

14. Unter den großen Landhäusern nahm die Villa Meister einen besonderen Platz ein, weil die Besitzerfamilie im engen Kontakt mit Kronberg stand. Die Villa wurde 1895/1896 gebaut. Ihr Erbauer war Mitgründer der Farbwerke Höchst. Sein Schwiegersohn, der spätere Ehrenbürger DI. Walther vom Rath (unser Bild ), bewohnte die Villa als Nachfolger, dann dessen Schwiegersohn DI. Louis Leisier Kiep, der Vater des niedersächsischen Fmanzrninisters. Er war Präsident vom Hessisohen Roten Kreuz und ebenfalls Ehrenbürger der Stadt. Die Fotos zeigen zwei Ansichten der nicht mehr bestehenden Villa nach einern Dachstuhlbrand durch Flieger-Brandbornben 1942.

15. Dieses etwa 1897 entstandene Foto zeigt die altbekannte Bäckerfamilie Kilb. In der hinteren Reihe Bäckermeister Georg Kilb, der in der vierten Generation das seit 1787 bestandene Familienhandwerk ausgeübt hat. Neben ihm seine spätere Frau Anna, geborene Stein. Rechts seine Schwester Eva. Vor ihm seine verwitwete Mutter Elisabeth mit den Söhnen Karl (links), Joseph (rechts unten) und der Tochter Greta. Nach dem Tode von Georg Kilb wurde das Geschäft bis 1967 weitergeführt von dessen jüngster Tochter und ihrem Ehemann Rudolf Hieronymi, der dem Haus das heutige schöne Aussehen gegeben hat. Beide feierten 1962 das 17 S-jährige Bestehen ihrer Bäckerei.

16. 'Brod & Feinbäckerei Georg Kilb", so lautet die Hausinschrift auf dieser Aufnahme aus dem Jahre 1912. Am Eingang rechts steht der Geschäftsinhaber und Besitzer des Hauses, dessen Fachwerk damals noch verputzt war. Darin wurde das nachweislich älteste Kronberger Geschäft im Familienbesitz betrieben. Aber schon viel früher befand sich in dem Hause eine Bäckerei, vermutlich das Gemeindebackhaus. Denn im alten Backofen-Schlußstein, der an anderer Stelle im Hause einen sichtbaren Ehrenplatz erhielt, war die Jahreszahl 1619 eingehauen.

17. Aus dem Jahre 1880 stammt diese Aufnahme in die Frankfurter Straße. Das hohe Haus Küch1er stand noch nicht. Rechts das bis zur Bahnhofstraße noch völlig freie Gartengelände. Es gehörte noch nicht zum erst 1885 entstandenen Hotel Hahn (jetzt 'Kronberger Hof'). Fehlende Holzmasten zeigen, daß Kronberg noch ohne elektrisches Licht gewesen ist.

CRONBERG i. T.

Gesamtansicht

18. Auf dieser Postkarte von 1907 mit dem etwas mehr rechtsseitigen Bliek ist das Gartengelände schon im Besitz des Hoteliers Hahn. Klar erkennbar der Durchgangsweg zur Frankfurter Straße und nur schwach das am Ausgang aufgestellte Hotelschild. Dieser direkte Verbindungsweg diente: den Gästen, die in dem von Hahn erbauten gegenüberliegenden Pensionshaus 'Zum Kaiser Friedrich' wohnten. Im zweiten Haus oben rechts, einem Fachwerkbau, befand sich die Werkstätte der Firma Wilhelm Küchler Söhne.

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