Kronberg im Taunus in alten Ansichten

Kronberg im Taunus in alten Ansichten

Auteur
:   Wilhelm Jung
Gemeente
:   Kronberg im Taunus
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3079-0
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kronberg im Taunus in alten Ansichten'

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19. Um die enge Hauptstraße an ihrer Einmündung in die Frankfurter Straße wegen des angestiegenen Verkehrs zu verbreitern, ließ man das von der Familie Habig bewohnte ehemalige Torhüterhaus 1899 niederlegen. Es befand sich an dem schon lange zuvor abgerissenen Frankfurter Tor. Im Bild unten neben dem Habig' sehen Hause sehen wir den Schützenhof', abgebrannt 1884 und wiederaufgebaut 1885/1886. Wie anders ist dort diese Straßenansicht geworden.

20. Dieses restaurierbedürftige Ö1porträt zeigt den Schöpfer von Bad Cronthal: Medizinalrat Dr. Ferdinand Küster. Er entdeckte 1818 die Heilkraft der Mineralquellen an sich selber und fing in dem Sauerborntä1chen 1821 mit einem Bad in einer Bretterhütte an. Trotz vieler Widerstände erbaute er 1832/1833 eine Kur- und Badeanstalt, wandte erfolgreich das Kohlensäuregas an, äußerlich durch Duschen und innerlich durch Einatmen und Verschlucken. 1840 und 1842 kamen die Kaltwasserheilanstalt und ein neues Badhaus hinzu mit Regenbäder. Der Dichter Ferdinand von Freiligrath war 1844 ein begeisterter Kurgast Küsters, der 1854 im 63. Lebensjahre starb.

21. Eine Aufnahme des Krontha1er Kurhauses aus dem Jahre 1881. Der turmartige Vorbau im Mitteltrakt trägt unten den Quellennamen 'Zum Apollinisbrunnen'. Erbauer war eine Frankfurter Aktiengesellschaft. Die Eröffnung erfolgte am 14. Juni 1835. Das Haus hatte 40 Zimmer, einen großen Speise- und Gesellschaftssaal, in dessen Rückseite eine Felsenwand mit eingebaut war, sodaß man glaubte: 'Beim Eintreten im Hintergrund die schönste Theaterdekoration zu sehen.' Die Ober beherrschten mehrere Sprachen. Dieses Kurhaus steigerte erheblich die Zahl der Kurgäste. Sie fanden nach einern Pressebericht 'den Tisch an der Table d'hote zu 36 Kreuzer im Abonnement, so ziernlich in der Art, wie in den großen Bädern'.

BAD KRONTHAL-CRONBERG i. Tëu nus

Kurhaus

22. Noch einrnal das Kronthaler Kurhaus mit dem hier besser sichtbaren Weiher. In der schönen Jahreszeit saßen die Gäste unter Platanen auf der Terrasse. Im Kurpark gab es einen Musikpavillon. Unterhaltungskonzerte mit namhaften Kapellen fanden regelmäßig statt. Auch eine Brunnengewerkschaft sorgte ab und zu für Unterhaltung. Sie inszenierte im November 1880 einen bunten Abend mit dem gesamten Personal und dem Werkführer als Mitwirkende. Vom 1. April 1893 bis etwa 1898 diente das Kurhaus unter dem kaiserlichen Protektoratsnamen 'Viktoria-Pensionat' als Mädchen-Institut besserer Kreise. Danach wieder Restaurant, wurde es 191 5 zu einem Lazarett.

23. Am Apollinis-Brunnen im Kronthal etwa 1895. Vom ersten Direktor August Thiemann stammt dieser bis etwa 1897 gebräuchlich gewesene Brunnennamen. Dann wurde diese Quelle in Kronthal-Brunnen umgetauft, weil der Apollinaris-Brunnen in Bad Neuenahr ein Verbot gegen die irreführende Namensführung erwirkt hatte. Auf dem Foto sieht man Wasserholer: Mädchen mit Körben auf dem Kopf und Buben mit an Schulterriemen hängenden Krügen, wie es damals und noch lange später üblich war.

24. Ein Transportwagen, mit dem Ende des 19. Jahrhunderts das Kronthaler Wasser in Frankfurt und Umgebung vertrieben wurde. 1875 begann dessen kommerzieller Vertrieb im großen Maße. 1878 wurden schon täglich bis zu 15 000 Flaschen abgefüllt und bis nach USA, Südamerika, Indien exportiert. 1880 erhielt das Tafelwasser zahlreiche internationale Auszeichnungen. 1898 hatte die englische Firma Cronthal Company Limited London den Vertrieb. An ihr waren auch Kaiserin Friedrich und der Herzog von Cambridge beteiligt. 1907 wieder in deutscher Hand, konnten jährlich etwa 2 Millionen Flaschen in aller Welt umgesetzt werden. 1929 erzielte man einen Rekordumsatz von 2 441 000 Flaschen.

25. In diesen drei Schutzbauten sprudelten bis 1922 die Kronthaler Mineralquellen. Die Wilhelmsquelle im linken Holzhäuschen gehörte, wie noch jetzt, der Stadt Kronberg. Unter dem dort angebrachten Namensschild stand geschrieben: 'berühmt als Heilquelle seit 1568'. Im Eisentempelchen rechts lief der Stahlbrunnen. In der 1873 errichteten Haupthalle hinten flossen doppelseitig die andern eisenhaltigen Quellen und färbten den ganzen Abflußgraben rötlich. An der Stirnseite der Halle stand der lateinische Schriftspruch: In vino veritas - in aqua sanitas!

26. In dem Zustand zeigte sich das Kurhaus im Krontha1 1922/1923 durch mancherlei gewaltsame Eingriffe. Die einquartierten Marokkaner verheizten im Winter 1918/1919 alles, was nicht niet- und nagelfest war. Wie es nach ihrem Abzug aussah, läßt sich kaum beschreiben. Eine Schieberfirma, welche die gesamte Liegenschaft Kronthal am 7. März 1922 für 21 Millionen Inflationsmark, umgerechnet damals etwa 10 000 Goldmark, gekauft hatte und rigoros ausschlachtete, gab dem Haus noch den Rest. Eine Instandsetzung lohnte sich nicht mehr. Nachdem die Stadt Frankfurt Kronthal-Eigentümerin geworden war, erfolgte 1925 der Abbruch der Kurhausruine.

27. Mit der von Frankfurt gegründeten Kronthaler Brunnen Gesellschaft m.b.H. begarm der Wiederaufbau der total zerstörten Brunnenanlagen. Am 9. Juni 1926 fand die Wiedereröffnung des Brunnenbetriebes statt mit einem Festakt an den Quellen vor 200 geladenen Gästen und zahlreichen Zuschauern. Im Foto festgehalten ist, wie der Frankfurter Stadtrat Schlotter die Urkunde in den Schlußstein der Brunnenanlage einfügt. Beim Taufakt erhielten die neugefaßten Quellen die Namen: Kronthalbrunnen, Küsterquelle, Fürstenbergquelle, Wilhelmsquelle, Hartrnutquelle und Nymphenquelle. Jetzt fließen in einem Brunnenrondell zusammengefaßt dort nur noch drei Quellen.

28. Fastnachtszug 1893. Prinz , Ministerium, Prinzengarde, Kapelle und viel Volk auf der Schim. Prinz Wallenstein 1. war Wilhelm Mauer, im Zivilberuf Bäckermeister. Im Erdgeschoß des Hauses Weck führte noch das Postamt ein beschauliches Dasein, gekennzeichnet mit dem über der Tür angebrachten kaiserlichen Adlerschild. Davor eine geschlossene Kutsche mit zwei Pferden bespannt, mit der vermutlich der Prinz ankam. Wagen und Gespann gehörten wohl dem Besitzer nebenan, an dessen Haus (jetzt Uhl) die bereits abgeblätterte Aufschrift lautet: August Weck - Fuhrunternehmer.

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